Stürmische Eintracht Marke Veh
Vor dem Kracher am Freitagabend, haben wir für euch die Eintracht in den Teamcheck genommen.
Drei Spiele, drei Siege, was für ein Raketenstart des Aufsteigers. Noch mehr aber als die neun Punkte an sich sorgt die Art und Weise für Furore, wie diese zustande kamen: mit schnellem, mutigem und auf Kombinationen basierendem Offensivfußball. Dass sie mit diesem Spielstil als einzige den Bayern punktemäßig folgen können, macht im Hessenland aus großer Freude riesige Euphorie. Irgendwie verständlich, man muss sich nur einmal die Vorzeichen der heutigen Partie ansehen und es mit denen des letzten Bundesliga-Duells der Eintracht und des Club vergleichen: Heute geht es um die Tabellenspitze, ein echtes Spitzenspiel folglich.
Damals am 18. Februar 2011 wollte die Eintracht in Nürnberg nach einer starken Hinrunde dem mit Rückrundenstart einsetzenden Abwärtstrend Einhalt gebieten. Klappte nicht, 0:3 verloren damals die von Michael Skibbe trainierten Hessen. Wenig später war dieser Geschichte, abgelöst von Christoph Daum, der mittelfristig ins europäische Geschäft mit ihnen wollte, kurzfristig mit ihnen aber nicht aus dem Tabellenkeller kam und abstieg.
Marke Veh
Ein bitterer, weil höchst unnötiger Betriebsunfall, der zwar viel Geld gekostet hat, andererseits auch seine positive Seiten hatte. Die heutige Mannschaft zum Beispiel resultiert aus ihm – Armin Veh natürlich auch, wobei die Reihenfolge die falsche ist. Der Trainer hätte zuerst genannt werden müssen, denn besagte Mannschaft trägt seine Handschrift.
Doch der Reihe nach. Vor gut einem Jahr betraute die durch den Abstieg in ihren Grundfesten arg erschütterte Eintracht den aus Augsburg stammenden Trainer mit der Mission „sofortiger Wiederaufstieg“. Eine Entscheidung, die damals im Hessenland auch Skepsis hervorrief. Veh führte 2007 den VfB Stuttgart zwar zur Deutschen Meisterschaft, hatte dann aber bei den sich anschließenden Stationen Wolfsburg und HSV nicht mehr den erhofften Erfolg. Keine blendende Referenz.
Ein Umbruch nach dem anderen
Die Aufgabe, eine neue Mannschaft aufzubauen, die in Liga 2 die Favoritenbürde schultern kann und sofort wieder aufsteigt, hat Veh souverän gelöst – obwohl nicht alle Umbaumaßnahmen, sprich neue Spieler, überzeugten. Und so griff en Armin Veh und Sportdirektor Bruno Hübner im vergangenen Frühjahr bildlich gesehen erneut zu schwerem Baugerät, getreu der Devise „nach dem Umbruch ist vor dem Umbruch“.
Und dabei kam der Eintracht ihr Betriebsunfall noch einmal zugute: Als kurzzeitiger Intimkenner der 2. Liga wider Willen holte sie einfach die Spieler, die ihr in dieser Spielklasse das Leben schwer gemacht haben. Und zwar nicht die Robusten der Marke Kampfschwein, sondern feine Techniker, die zudem über eine große Spielintelligenz verfügen und Fußball als Mannschaftssport begreifen: einen Aigner (1860), einen Inui (Bochum), einen Occean (Greuther Fürth) zum Beispiel. Sie alle helfen Armin Veh, der einst selbst ein feiner Techniker war, seine Vorstellung vom Fußball noch besser umzusetzen als in Liga 2. Auch da war zwar Offensive schon Trumpf, doch jetzt kommt dieser Trumpf noch besser, noch pointierter zur Geltung.
Offensive garantiert
Und der Trainer? Er registriert die Spielweise mit einer Mischung aus Stolz und Freude, mehr aber nicht. Wertvolle Punkte gegen den Abstieg ist die bisherige Ausbeute, und Rückschläge werden garantiert kommen, lautet seine Botschaft ans euphorisierte Eintracht-Umfeld. Eines verspricht Armin Veh bei allem Auf-dem-Boden-bleiben: „Wir werden sicher nicht unser eigenes Spiel aufgeben.“ Dann kann es am Freitag ja nur ein toller Fußballabend werden.
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- 1. FC Nürnberg
- 76. Sebastian Polter 1:2
- Eintracht Frankfurt
- 25. Erwin Hoffer 0:1
60. Takashi Inui 0:2
- Stadion
- Stadion Nürnberg
- Datum
- 21.09.2012 19:30 Uhr
- Schiedsrichter
- Felix Zwayer
- Zuschauer
- 45033
- 1. FC Nürnberg
- ?? - Chandler (70. Polter
), Nilsson, Klose, Pinola - Mak (60. Gebhart), Balitsch, Kiyotake, Simons, Esswein (60. Frantz) - Pekhart
- Reservebank
- Stephan, Elias Santos, Cohen, Feulner, Gebhart, Frantz, Polter
- Trainer
- Dieter Hecking
- Eintracht Frankfurt
- Trapp - Jung
, Zambrano
, Anderson, Oczipka - 18466 (15. Lanig), Aigner, 18466
, Inui, Rode - Occean (21. Hoffer, Matmour86. )
- Reservebank
- 18466, Celozzi, Demidov, 18466, Lanig, Hoffer, Matmour
- Trainer
- Armin Veh
Anpfiff 1. Halbzeit


Abpfiff 1. Halbzeit
Anpfiff 2. Halbzeit





Abpfiff 2. Halbzeit