Spieltags-Check: Derbyfieber im Achteck
Am Sonntag um 13.30 Uhr gastiert Greuther Fürth zum 275. Frankenderby im Achteck. Damit ihr auch hinsichtlich der Fakten bestens auf die Partie vorbereitet seid, kommt hier der Spieltags-Check zu #FCNSGF.
• Der Blick ins Archiv
Zum 275. Mal steigt das Franken-Derby zwischen Nürnberg und Fürth. Das erste Derby wurde im September 1902 ausgetragen und endete mit einem 15:0-Sieg für Nürnberg. Im Januar 1903 wurde das zweite Spiel bei einer Fürther Führung aufgrund von Schneegestöber abgebrochen. Im März und April desselben Jahres gewann Nürnberg noch zweimal. Diese ersten vier Spiele dürfen allerdings nicht ohne Weiteres in die Statistik aufgenommen werden, da zu diesem Zeitpunkt noch eine Gruppe von Sportlern des TV 1860 Fürth angetreten war. Das erste unumstrittene Frankenderby wurde am 7. Februar 1904 ausgetragen, wobei die Nürnberger mit 4:1 in Fürth gewannen. Kein anderes Derby wurde im deutschen Fußball so oft gespielt wie Nürnberg gegen Fürth.
• Die aktuelle Lage
Das Kleeblatt hat fünf der vergangenen sechs Partien verloren und steht nun erstmals seit drei Jahren wieder auf einem direkten Abstiegsplatz. Vor allem die Defensive muss dringend stabilisiert werden. Die 37 Gegentore nach 14 Spieltagen sind der höchste Wert in der 2. Bundesliga seit 31 Jahren. In den Kategorien Laufdistanz, absolvierte Sprints und intensive Läufe rangiert das Kleeblatt ligaweit jeweils auf dem letzten Platz. Dazu kommt die schwächste Zweikampfbilanz aller Teams. Nur in zwei der bisherigen 14 Begegnungen war Fürth das zweikampfstärkere Team. Nach der Trennung von Thomas Kleine soll jetzt Heiko Vogel die Trendwende einleiten. Der 50-Jährige feiert am Sonntag seine Trainer-Premiere in der 2. Bundesliga.
• Die Statistik
Nürnberg hat im direkten Vergleich deutlich die Nase vorn. Unter Miroslav Klose feierten die Franken in der vergangenen Saison zwei klare Derby-Erfolge mit einem 3:0 und 4:0, welches der höchste Derbysieg des FCN seit 54 Jahren war. Erstmals seit der Saison 1977/78 gewann der FCN damit wieder beide Duelle binnen eines Jahres. Die 0:4-Heimniederlage im Oktober 2024 hatte in Fürth weitreichende Folgen: Trainer Alexander Zorniger und Geschäftsführer Rachid Azzouzi mussten gehen.
• Das könnte klappen
Das Kleeblatt präsentiert sich in der Rückwärtsbewegung extrem anfällig und gehört aktuell zu den schwächsten Abwehrreihen der Liga. Auch der Blick in die Historie spricht klar für den Club. In den bisherigen 274 Frankenderbys feierte die Klose-Elf 142 Siege, dazu kommen 51 Remis, während Fürth lediglich 81 Spiele für sich entscheiden konnte. Zudem präsentiert sich Nürnberg in der laufenden Saison zweikampfstark. Nur zwei Teams führten ligaweit mehr direkte Duelle. Mit 3.067 Zweikämpfen liegt der Club ganze 13 Plätze vor Fürth. Bei der Pass-Effizienz belegt der FCN den zweiten Platz, während die Gegner lediglich auf Rang 14 rangieren.
• Die Legende besagt…
Als die deutsche Nationalmannschaft am 21. April 1924 ihren ersten Sieg gegen die Niederlande feierte, setzte sich das komplette Team aus Spielern aus Fürth und Nürnberg zusammen. Der Überlieferung nach war die Rivalität damals so groß, dass beide Lager während der Zugfahrt und im Hotel jeglichen Kontakt mieden und selbst in der Umkleidekabine kein Wort miteinander wechselten. Und selbst beim Siegtor durch Fürths Karl Auer, per Kopf nach einer Flanke des Nürnbergers Heinrich Träg, soll ausschließlich der Fürther Teil der Mannschaft gejubelt haben, während die Nürnberger regungslos blieben.
Weitere Artikel zur Partie
- 1. FC Nürnberg
- 48. Luka Lochoshvili (Kopfball) 1:0
57. Mohamed Ali Zoma 2:1
- SpVgg Greuther Fürth
- 53. Felix Klaus 1:1
61. Aaron Keller 2:2
- Stadion
- Datum
- 07.12.2025 13:30 Uhr
- Schiedsrichter
- Lars Erbst
- Zuschauer
- 47150
- 1. FC Nürnberg
- Reichert - Gruber - ?? - Lochoshvili - Markhiyev - Janisch
(60. Drexler) - Becker
- Yilmaz - Justvan (85. Maboulou) - Grimaldi (85. Scobel) - Zoma - Reservebank
- Mathenia, Drexler, Karafiat, Porstner, Baack, Diop, Maboulou, Scobel, ??
- Trainer
- Miroslav Klose
- SpVgg Greuther Fürth
- Schlieck
- Dehm
- Ziereis - Münz - Itter - Klaus - Dietz - Green - Keller - Futkeu
(76. Srbeny) - Hrgota (85. Sillah) - Reservebank
- Boevink, Reich, Consbruch
, Engel, Olesen, Cabrera, Higl, Sillah, Srbeny - Trainer
- Heiko Vogel