ClubMänner Samstag, 26.09.2026

So schlagen sich die Club-Leihspieler

Foto: Sportfoto Zink

Sieben Club-Spieler sind in der laufenden Saison auf Leihbasis bei anderen Vereinen unterwegs. Die Länderspielpause bietet den passenden Anlass, einmal genauer hinzuschauen: Wie läuft es für unsere Leihspieler bislang und wer konnte die Chance bisher am besten nutzen?

  • Justin von der Hitz: Schritt für Schritt in Aachen

Erst Ende August wechselte Justin von der Hitz auf Leihbasis zu Alemania Aachen. Der 19-Jährige hatte in der vergangenen Spielzeit vor allem bei der U23 des FCN auf sich aufmerksam gemacht. In 23 Regionalliga-Partien gelangen ihm sieben Tore und fünf Vorlagen, am Ende durfte er mit der Mannschaft die Meisterschaft feiern. Zudem sammelte der Flügelspieler bereits erste Erfahrungen bei den ClubMännern und kam dabei sechsmal in der 2. Bundesliga zum Einsatz.

Seine ersten Wochen am Tivoli sind bis jetzt von Kurzeinsätzen geprägt. In der 3. Liga wurde von der Hitz bislang viermal eingewechselt und kommt seit Ende August auf insgesamt 118 Spielminuten. Ein Tor oder eine Vorlage stehen noch nicht zu Buche. In einem gut besetzten Aachener Kader gilt es für den Offensivspieler deshalb zunächst, sich weiter anzubieten und sich Schritt für Schritt mehr Spielzeit zu erarbeiten.

  • Mickaël Biron: Viel Spielzeit in der Türkei

Mit 29 Jahren ist Mickaël Biron der älteste der sieben Leihspieler. Der Angreifer wechselte zu Batman Petrol in die 2. türkische Liga. Nach seinem Wechsel an den Valznerweiher im Sommer 2025 war der Angreifer für den Club in insgesamt 13 Pflichtspielen zum Einsatz gekommen, einmal davon im DFB-Pokal. Der erhoffte Durchbruch blieb für den Franzosen dabei aus.

In Batman wurde Biron bis jetzt in allen acht Ligapartien eingesetzt und stand siebenmal in der Anfangsformation. Insgesamt kommt er bereits auf knapp 550 Spielminuten. Seinen ersten Treffer für den türkischen Zweitligisten erzielte er Mitte August beim 2:0-Heimsieg gegen Boluspor. Zwar blieb ein weiterer Scorerpunkt seitdem aus, mit Blick auf die Einsatzzeiten hat sich die Leihe für den Offensivspieler bislang aber als Möglichkeit erwiesen, wieder dauerhaft Wettkampfpraxis zu sammeln.

  • Semir Telalovic: Fünf Tore in sieben Ligaspielen

Wenn es einen großen Gewinner unter den Club-Leihspielern gibt, dann ist es bislang Semir Telalovic. Der 26-Jährige wurde im Sommer für eine Saison an Drittligist Rot-Weiss Essen verliehen, nachdem er bereits in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit auf Leihbasis bei Arminia Bielefeld verbracht hatte. An der Hafenstraße hat sich der Mittelstürmer schnell eine wichtige Rolle erarbeitet und präsentiert sich vor dem gegnerischen Tor bislang äußerst treffsicher.

Nach sieben Spieltagen stehen für Telalovic bereits fünf Ligatore zu Buche. Zuletzt rettete er RWE mit seinem Treffer in der 89. Minute ein 1:1 gegen Hansa Rostock. Auch im DFB-Pokal war der Club-Leihspieler erfolgreich: Beim 2:0 gegen den FC St. Pauli erzielte er den zweiten Essener Treffer und hatte damit seinen Anteil am Einzug in die nächste Runde. RWE steht aktuell auf Platz drei der Tabelle und Telalovic ist ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Mannschaft. Trainer Uwe Koschinat lobte dabei nicht nur seine Torgefahr, sondern auch seine enorme Laufbereitschaft und Einstellung. Telalovic: „Ich fühle mich momentan sehr, sehr wohl und leicht auf dem Platz“, sagte der 25-Jährige zuletzt.

  • Ayoub Chaikhoun: Neue Chance, neuer Trainer

Auch Ayoub Chaikhoun sammelt in der 3. Liga wichtige Erfahrungen. Der Mittelfeldspieler wurde an den SV Wehen Wiesbaden verliehen und kam bislang dreimal in der Liga zum Einsatz. Einmal stand er in der Startelf und ausgerechnet in dieser Partie sah er die Gelb-Rote Karte.

Nun beginnt für ihn und den SVWW ein neuer Abschnitt: Erst in dieser Woche übernahm Jochen Seitz das Amt des Cheftrainers. Für Chaikhoun bietet der Trainerwechsel damit auch die Möglichkeit, sich nach seiner Sperre neu zu empfehlen und sich weitere Einsatzzeiten im Wiesbadener Mittelfeld zu erkämpfen.

  • Noah Maboulou: Spielzeit sammeln in Köln

Für Noah Maboulou steht bei Viktoria Köln vor allem eins im Mittelpunkt: Spielpraxis. Der 21-Jährige hatte in seiner ersten Saison am Valznerweiher bereits elf Zweitligaeinsätze gesammelt und sich parallel über die FCN-U23 empfohlen. Im Sommer folgte deshalb die Leihe zum Drittligist aus Köln, bei dem er regelmäßig zum Zug kommen soll. Der Start kann sich dabei durchaus sehen lassen. Maboulou wurde bislang in sechs Drittligapartien eingesetzt und kommt dabei auf zwei Tore und einen Assist.

Bereits zum Saisonauftakt gegen Jahn Regensburg erzielte er nach seiner Einwechslung sein erstes Profi-Tor, gegen Preußen Münster legte er Treffer Nummer zwei nach. Beim 4:0 gegen Hansa Rostock bereitete er zudem einen Treffer vor. Auch im DFB-Pokal gegen den Club stand Maboulou auf dem Feld und verwandelte später seinen Versuch im Elfmeterschießen. Sportlich läuft es für die Viktoria ebenfalls: Mit 15 Punkten aus sieben Spielen rangieren die Kölner aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz.

  • Michal Kukucka: Bislang ohne Einsatzchance

Für Michal Kukucka ging es nach seiner Rückkehr vom FC Koper direkt zur nächsten Leihstation. Der slowakische Torhüter läuft in dieser Saison für den tschechischen Erstligisten FK Jablonec auf. Für den Club hatte der 24-Jährige zuvor ein Zweitligaspiel sowie sieben Partien in der Regionalliga Bayern absolviert. Nach der Rückrunde in Slowenien soll er nun in Tschechien weitere Erfahrungen sammeln.

Auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz für Jablonec wartet Kukucka allerdings noch. In den ersten sieben Ligapartien gehörte er nicht zum Spieltagsaufgebot. Zuletzt war jedoch ein erster Schritt zu erkennen: Sowohl beim Auswärtsspiel gegen Sparta Prag als auch beim anschließenden 1:1 gegen Zlin saß die Club-Leihgabe auf der Bank. Für den Keeper gilt es nun, sich im täglichen Training weiter anzubieten und auf seine erste Einsatzchance im Jablonec-Tor zu warten. 

  • Xaver Kiefersauer: Erste Akzente in Würzburg

Xaver Kiefersauer kam im Sommer vom TSV 1860 München zum Club und wurde direkt weiterverliehen. Der Plan war klar: Der junge Mittelfeldspieler sollte möglichst viel Spielpraxis sammeln und sich auf diesem Weg weiterentwickeln. Bei den Löwen hatte Kiefersauer zuvor bereits drei Drittligaeinsätze gesammelt. Für die Würzburger Kickers kam er bislang sechsmal als Einwechselspieler zum Einsatz und konnte dabei bereits seinen ersten Treffer erzielen. Beim 4:0-Heimsieg gegen Wehen Wiesbaden trug er sich in die Torschützenliste ein.

Darüber hinaus durfte Kiefersauer zweimal im Toto-Pokal von Beginn an ran und sammelte auch im DFB-Pokal einen Kurzeinsatz. Würzburgs Cheftrainer Michael Schiele bescheinigte ihm bereits bei seiner Vorstellung eine für sein Alter bemerkenswerte Ruhe am Ball, Zweikampfstärke und eine gute Spielübersicht. Kiefersauer soll aus dem Zentrum heraus Struktur geben und bringt laut Schiele großes Entwicklungspotenzial mit. Für ihn geht es nun darum, aus den bisherigen Einsatzzeiten Schritt für Schritt mehr zu machen und sich bei den Kickers einen festen Platz zu erarbeiten.


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