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Fans Freitag, 23.05.2014

Setzt ein Zeichen gegen Homophobie

Am Dienstag, 27.05.14, findet am Max-Morlock-Platz vor dem Stadion ein Filmdreh statt, an dem sich Fußball-Fans beteiligen können.

Liebe Fans des 1. FC Nürnberg,

 mein Name ist Marcus Wiebusch und ich erbitte eure Mithilfe bei der Realisation eines Kurzfilms. Kurz zu meiner Person: Ich bin Sänger, Gitarrist und Songschreiber der Band Kettcar ehemals ...But Alive, und habe im April mein Soloalbum heraus gebracht. Auf diesem Album ist auch der Song „Der Tag wird kommen“ enthalten.

Der Kurzfilm hat im Wesentlichen zum Inhalt, den Song „Der Tag wird kommen“ zu bebildern. Ich spreche ausdrücklich von einem Kurzfilm und nicht von einem Videoclip, weil der Aufwand den wir betreiben werden, damit aus diesem Song ein kraftvolles, visuelles Statement wird, mehr einem Film als einem Clip ähnelt. Es gibt einen Cast, aufwendige Kamera-Fahrten, Aussendrehs mit Komparsen etc. Der Film soll dann zwischen dem Saison-Finale und der WM veröffentlicht werden. Die Regie übernehmen die mit mir befreundeten Filmemacher Dennis Dirksen und Björn Lingner.

Idee filmisch umsetzen

Kurz zu der Geschichte des Songs: Ich bin wohl das, was man einen Fußball-Fan nennt. Ich habe selber bis zur A-Jugend Leistungsklasse in Hamburg-Wilhelmsburg Fußball gespielt und gehe seit über 25 Jahren zu St. Pauli. Seit 10 Jahren kommt mein Bruder regelmäßig mit. Mein Bruder ist homosexuell. Bei einer dieser Solidaritätsaktionen von St. Pauli für den selbstverständlichen Umgang mit Homosexuellen im Fußball kam es zwischen mir und meinem Bruder zu einer lebhaften Diskussion zu dem Thema im speziellen und dem Outing im Besonderen. Dazu kam, das ich kurz vorher mit einem befreundeten Sportjournalisten, der von mehreren schwulen Fußballprofis weiß, ein Gespräch hatte über schwule Profis und was für ein Höllen-Leben diese führen. Dann habe ich sehr viel recherchiert zu dem Thema, mehrere Bücher gelesen, mich mit dem Sportjournalisten nochmals getroffen und den Text geschrieben. Das Ganze passierte im Herbst letzten Jahres, also weit vor dem Hitzlsperger Coming-out.

Hier unsere Idee und um was es eigentlich geht: In dem Song ist der Refrain ja entkoppelt von der eigentlichen Story, die ich ausbreite. In dem Refrain ist von einem diffusem „Wir“ die Rede. Mit diesem „Wir“ meine ich all die Fußballfans, die keine homophoben Tendenzen in sich tragen. Denen es vollkommen egal ist, ob jemand schwul ist oder nicht, die Menschen nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verurteilen. Und die für diese Haltung auch jederzeit aufrecht geradestehen. Meine tiefste Überzeugung ist, dass es diese Fußball-Fans in jedem Verein zu Tausenden gibt. Sonst hätte ich diesen Song nicht geschrieben. Und unsere filmische Idee ist jetzt, dass wir dieses „Wir“ symbolisch darstellen.

Dienstag am Max-Morlock-Platz

Und da kommt ihr ins Spiel! Wir möchten euch bitten, wenn ihr diesen Film - und wofür er steht - unterstützen wollt, euch am Dienstag, 27.05.14, um 19 Uhr vor dem Service-Center am Max-Morlock-Platz zu versammeln. Dort am Stadion hat das Kamerateam schon alles vorbereitet. Der Dreh ist dann schnell gemacht (dauert ca. eine Viertelstunde). Der Pulk an Fans (je mehr desto besser, aber mindestens 200 wären gut. Alle in den Klamotten, mit denen sie auch ganz normal ins Stadion gehen, also Kutte, Schal oder ganz normal) postiert sich auf einem Platz vor dem Stadion und die Kamera fährt aus diesem Pulk kommend und schwenkt leicht nach oben. Das Bild, das entsteht ist: Aus 4 werden 8, werden 32 werden 160, usw.

Dieser Dreh soll bei allen großen Fußballklubs dieses Landes (mindestens 12 Vereine) vor den jeweiligen Stadien stattfinden. Durch den Schnitt wird das dann von den Bildern her ein kraftvolles Statement von tausenden von Fußball-Fans. Mir persönlich ist es auch noch ganz wichtig anzumerken, dass dieser Kurzfilm meine persönliche Sache ist. Hier ist kein DFB, DFL oder sonst eine Organisation oder Firma beteiligt. Der ganze Film wird über crowdfunding finanziert. Selbstverständlich könnt ihr zu dem Dreh auch Freunde, Bekannte und Verwandte mitbringen. Ich hoffe der Song und die Idee des Kurzfilms fällt bei euch auf fruchtbaren Boden.