Nachwuchs Mittwoch, 25.11.2020

Seid Korac' Länderspiel-Debüt: "Ehre und besonderer Moment"

Foto: Sportfoto Zink

Der U21-Spieler lief vor kurzem erstmals für die A-Nationalmannschaft seines Heimatlandes Luxemburg auf.

Endlich wieder mal ein Spiel. Und dann auch noch ein ganz spezielles. Für Seid Korac war die abgelaufene Länderspielpause tatsächlich eine ganz besondere. Denn: Der Innenverteidiger der U21 des 1. FC Nürnberg feierte sein Debüt für die A-Nationalmannschaft Luxemburgs!

0:3 endete der Test gegen Österreich. Eine Niederlage, die Korac schmerzte: "Ich hasse es, zu verlieren." Und doch wird sie ihm positiv im Gedächtnis bleiben. „Für mich war es eine Ehre und ein besonderer Moment, gegen so gestandene Spieler antreten zu dürfen. Gegen Spieler wie Hinteregger oder Dragovic steht man ja nicht jeden Tag auf dem Platz.“

Wechsel nach Nürnberg "komplett richtig"

Im Kader der Nationalmannschaft seines Heimatlandes war er bereits davor einmal gestanden. Er wusste also grundsätzlich bereits, wie solche Partien ablaufen. Korac: „Das nimmt einem ein wenig die Nervosität. Wenn es dann aber wirklich ernst wird, kribbelt es doch noch einmal in den Beinen.“ Doch nach ein, zwei gelungenen Aktionen kam die Sicherheit zurück.

Beim Club steht der Abwehrrecke seit Winter 2019 unter Vertrag. Eineinhalb Jahre A-Jugend beendete er mit dem Aufstieg in die Bundesliga, seit dem Sommer ist er Teil der U21 in der Regionalliga Bayern. Korac: „Es war die komplett richtige Entscheidung, nach Nürnberg zu wechseln. Auch, wenn die Situation für mich während der Corona-Zeit nicht ganz so einfach ist.“ Kontakte außerhalb des Trainings sind auf das Nötigste beschränkt. Die Möglichkeiten zur Ablenkung extrem eingeschränkt. Korac: „Die Bedeutung des Handys ist noch einmal gewachsen. So kann man via Facetime oder Whatsapp zumindest Kontakt in die Heimat und zu Freunden herstellen.“

Traum EM-Qualifikation

Und ansonsten wird eben die volle Konzentration aufs Training gelegt. „Die Einheiten sind natürlich eine gute Abwechslung. Und auch, wenn die Spielpraxis fehlt, lernt man in der täglichen Arbeit immer etwas dazu.“

Fähigkeiten, die der zweikampfstarke und resolute Abwehrspieler möglichst bald wieder für die U21 und wenn möglich auch für die A-Nationalmannschaft auf den Platz bringen möchte. „Kleine Länder wie Luxemburg profitieren unheimlich von der Nations League. Wir treffen nun regelmäßig auf Gegner, die sich auf Augenhöhe befinden und haben nun auch eine viel bessere Chance, dass wir uns irgendwann vielleicht auch mal für eine EM qualifizieren könnten.“