Business Mittwoch, 12.01.2022

Sasa, Gala, Jogi & die Zaubermaus: Club-Legenden feiern Geburtstag

Foto: Sportfoto Zink

In dieser Woche gibt es beim 1. FC Nürnberg einge Geburtstagskinder, die eine große Vergangenheit im Club-Trikot haben. Sasa Ciric, Dieter Lieberwirth, Tomas Galasek und Sergio Zarate feiern in der zweiten Januar-Woche ihren Ehrentag.

  • Sasa Ciric (11.1.1968): Ganz Mazedonien ist Club-Fan

Ciric war ein klassischer Spätstarter. Erst mit 18, nach seinem Schulabschluss und auf Drängen seines Vaters, widmete sich der Mazedonier voll dem Fußball, auch um seiner Familie, die finanziell in Nöten steckte, zu helfen. In seiner Heimat erwies er sich schnell als echter Torjäger, wurde zweimal mazedonischer Meister und wagte 1994 erstmals den Sprung ins Ausland. Über Sofia und Aarau landete er im Winter 1998 schließlich beim Club - und schoss den FCN in der Rückrunde mit neun Treffern zurück in die Bundesliga.

Doch nicht nur seine Tore machten Ciric in Franken schnell zum Publikumsliebling: Der Linksfuß überzeugte mit Schussgewalt, Kopfballstärke, einem unbändigen Willen und viel Leidenschaft. Nach dem Abstieg 1999 musste der Club ihn aus finanziellen Gründen verkaufen. Doch Ciric kehrte 2002 nochmal zurück nach Nürnberg, war 2004 mit seinen Toren maßgeblich am Aufstieg beteiligt und erhielt zu seinem Abschied 2004 nach 99 Einsätzen und 48 Treffern für den FCN eine große Fan-Choreographie in der Nordkurve. Heute arbeitet Ciric für den nordmazedonischen Fußballverband.

  • Dieter Lieberwirth (13.1.1954): Ein Leben lang in Rot und Schwarz

Dass er irgendwann mal im Profi-Fußball landen würde, damit hat Lieberwirth selbst nie gerechnet: "Eigentlich dachte ich, dass es vielleicht für die Bayernliga reicht", erzählt er rückblickend auf seine Karriere. Am Ende wurden es dann aber tatsächlich fast 300 Pflichtspiele, die der technisch starke Mittelfeldmann für den Club bestritt. Insgesamt dreimal stieg Lieberwirth, den alle nur "Jogi" nannten, mit dem FCN auf und zog 1982 ins DFB-Pokalfinale ein. Allzu wichtig nahm er selbst sich deshalb aber nicht, sondern blieb stets bescheiden und gerne im Hintergrund.

Das änderte sich auch nach seiner aktiven Karriere, die er 1987 beendete, nicht. Beim Club agierte er als Jugend- und Co-Trainer und sogar mal als Interimscoach der Profis und feierte 2007 im Trainerteam von Hans Meyer den DFB-Pokalsieg. Anschließend ging's für ihn nochmal zurück als Coach in den Nachwuchsbereich und später auch in den Amateurfußball.

  • Sergio Zarate (14.1.1969): Die Zaubermaus

So richtig wussten die Club-Fans zunächst nicht, was sie von der Verpflichtung des Argentiniers zu Beginn des Jahres 1991 halten sollten. Doch schnell hatten sich die Cluberer in den quirligen Angreifer verliebt und einen neuen Publikumsliebling gefunden. "Die Zaubermaus" verzückte die Anhänger mit sensationellen Dribblings und Sololäufen und sehenswerten Treffern. Vor allem in seiner zweiten Saison in Nürnberg begeisterte der Mann mit den langen Haaren und Zopf, sorgte mit zwei Toren beim 3:1 für den bis heute letzten Club-Sieg beim FC Bayern und hätte den FCN mit seinen Toren beinahe in den Europacup geschossen.

Nach einem kurzen Intermezzo in Italien kehrte Zarate zur Saison 1993/1994 nochmal zum FCN zurück, erzielte in 27 Spielen 13 Tore konnte den Abstieg damit aber nicht verhindern. Nach seiner Zeit in Franken wechselte er zum Hamburger SV und anschließend nach Mexiko, wo er mit Necaxa drei Meistertitel gewann (einen davon mit dem ehemaligen Nürnberger Uwe Wolf). Im Jahr 2003 beendete Zarate seine Karriere und ist heute als Berater im internationalen Fußball tätig.

  • Tomas Galasek (15.1.1973): Weltstar im Club-Trikot

Beim FC Banik Ostrau wurde der Tscheche in seiner Heimat zum Fußballprofi, ehe seine Karriere in den Niederlangen an Fahrt aufnahm. Über Tilburg zog es Galasek nach Amsterdam, mit Ajax gewann er vier nationale Titel und machte sich auch international einen Namen. 2006 holte ihn dann der Club als 33-jährigen Leitwolf einer jungen Mannschaft nach Nürnberg. Und Galasek wurde schnell zum Kopf und Anführer der Mannschaft.

Ein Lautsprecher war der Tscheche dabei nie, sondern überzeugte vielmehr lieber mit Ruhe, Verlässlichkeit und seinen Leistungen auf dem Platz. 2007 feierte er mit dem Club den DFB-Pokal-Triumph und führte den FCN nach vielen Jahren wieder in den Europacup. Den folgenden Abstieg konnte er als Kapitän dann leider nicht verhindern und kehrte zurück in seine Heimat. Dem FCN blieb Galasek allerdings stets verbunden, arbeitete in den letzten Jahren auch als Coach im FCN-NLZ und ist aktuell im Trainerstab der tschechischen Nationalmannschaft sowie für seinen Heimatverein Banik Ostrau im Einsatz.


]]>