ClubMänner Sonntag, 01.02.2026

Rabby Nzingoula stellt sich vor

Foto: Sportfoto Zink

Seit dieser Woche ist Rabby Nzingoula Cluberer und feierte am Freitag sogleich sein Debüt im Max-Morlock-Stadion. Damit ihr unseren Winterneuzugang etwas besser kennenlernen könnt, stellen wir ihn euch etwas genauer vor.

"Im Süden von Paris", lautet die Antwort von Nzingoula auf die Frage, wo er denn aufgewachsen sei. Gegen den Willen seiner Mutter nahm der junge Rabby am Fußballtraining des kleinen Klubs US Gringy teil, wo seine fußballerische Entwicklung so richtig Fahrt aufnahm: "2020 kam ich dann in die Jugend von Orléans. Nach zwei Jahren bin ich nach Straßbourg gewechselt, war sechs Monate in der Akademie und bin dann Profi geworden", schildert er seine Stationen zum Fußballprofi. Eine Idee, mit der er aber in seiner Familie nicht allein bleiben sollte.

"Eines Tages wollte mein kleiner Bruder mit zum Fußballtraining kommen. Ich habe erst verneint, aber als ich auf dem Platz stand, sah ich einen kleinen Jungen, der sich unserem Training näherte. Ich wusste, dass er das war und der Coach hat ihn mittrainieren lassen", lautet die Geschichte, wie dann eine kleine Fußballerfamilie entstand. Denn sein Bruder, Rudy Matondo, spielt mittlerweile in der Ligue 1 bei AJ Auxerre.

Einsätze, Druck & Stolz

Für den damals 18-jährigen Nzingoula ging es vergangene Saison per Leihe nach Montpeiller: "Wir sind leider abgestiegen, aber diese Saison war sehr wertvoll für mich. Ich habe zum ersten Mal in einer Saison sehr viele Spiele absolviert", blickt er zurück. 27 Einsätze durfte der junge Mittelfeldspieler in der höchsten französischen Liga sammeln und lernte einiges dazu: "Ich habe gelernt, wie ich mit dem Druck umgehen muss. Aufgrund unserer Situation durfte man sich eigentlich keinen Fehler erlauben und ich musste schnell an meinen Aufgaben als Persönlichkeit wachsen", führt er aus.

"Relativ spät" sei sein Bruder in die Akademie von Auxerre gewechselt, es kam aber in der Hinrunde dieser Saison zum direkten Duell zwischen den beiden Brüdern: "Ich denke, er hat mehr Talent als ich. Ich habe aber mehr Mentalität als er. Als wir gegeneinander gespielt haben, war ich leider nur auf der Bank, aber als ich ihn auf dem Platz sah, war ich sehr stolz auf ihn", beschreibt Nzingoula dieses Erlebnis.

Wissbegierig in eine neue Heimat

Nun ist der U20-Nationalspieler Frankreichs Teil des FCN und stellte sich in einem kurzen Video auch gleich auf Deutsch vor. Ein Sprach-Genie? "Ich liebe es, neue Sprachen zu lernen. Französisch ist meine Muttersprache, darüber hinaus spreche ich Englisch, Spanisch und ein bisschen Portugiesisch. Und jetzt möchte ich natürlich Deutsch lernen", verrät er sein Hobby neben dem Platz. Darüber hinaus trägt der junge Mittelfeldspieler drei Nationen im seinen Herzen: "Ich bin ein Mix von allem. Natürlich bin ich Franzose, meine Eltern stammen aus dem Kongo und mein Großvater lebte an der Elfenbeinküste. Ich bin mit verschiedenen Kulturen aufgewachsen und möchte nun auch die deutsche Kultur kennenlernen", lautet sein Ziel – neben einer erfolgreichen Rückrunde mit der Klose-Elf.

Ein Teil der Deutschen Kultur war übrigens auch der ausschlaggebende Punkt, wieso sich Rabby Nzingoula für einen Wechsel zum Club entschied: "Ich habe mit Demba telefoniert, da ich mich zwischen Nürnberg und einem anderen Verein entscheiden musste. Er hat mir dann von den Club-Fans, dem Stadion und dem Verein im Allgemeinen erzählt, sodass ich danach unbedingt hier hin wollte", hatte also auch Demba Diop einen kleinen Anteil daran, dass Rabby nun Cluberer ist.


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