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Profis Mittwoch, 29.07.2020

Patric Klandt: "Auch in schlechten Phasen helfen"

Foto: Sportfoto Zink

Ein Torhüter nach dem anderen fiel dieses Jahr am Valznerweiher aus und einen traf es besonders hart: Patric Klandt blickt auf den Saisonverlauf, die Relegation und seinen Achillessehenriss zurück und auf das, was in den nächsten Wochen ansteht.

fcn.de: Servus Patric! Die Saison liegt nun schon ein bisschen zurück, dennoch müssen wir nochmal kurz auf das dramatische Finale blicken. Wie hast du die Relegation erlebt?

Patric Klandt: Beim ersten Spiel war ich im Stadion, das zweite habe ich dann vorm Fernseher verfolgt, weil wir in Ingolstadt nicht mit ins Stadion durften. Man hat gemerkt: Eine Relegation ist etwas Besonderes. Durch das Ingolstädter 1:0 wurde die Mannschaft ein bisschen nervös. Sie hat aber bis zuletzt alles versucht – und sich so das glückliche Ende verdient. In der 96. Minute. Das war schon Wahnsinn.

fcn.de: Mal abgesehen von der Relegation, wie hast du den gesamten Saisonverlauf von außen wahrgenommen?

Patric Klandt: Es war eine schwierige Saison. Wir hatten natürlich ein ganz anderes Ziel. Es fing in Dresden gut an, aber irgendwie haben wir keine Konstanz reingekriegt. Die ganzen Verletzungen auf der Torhüterposition spiegeln das Ganze gut wider. Es war einfach eine richtige Sch…saison.

fcn.de: Du warst einer von vier Keepern, die gleichzeitig verletzungsbedingt ausfielen. Beim Pokalspiel in Kaiserslautern hast du dir damals kurz vor Ende der Verlängerung die Achillessehne gerissen.

Patric Klandt: Ich habe einen Ball abgefangen, wollte einen Gegenangriff einleiten und spüre dabei, wie mir hinten der Fuß wegknickt. Ich konnte nicht mehr laufen oder auftreten. Die Verletzung kam für mich völlig überraschend – ich war vorher nie wirklich verletzt, hatte noch nicht mal einen Bänderriss oder sowas. Das war schon bitter, weil uns in dieser Phase die Torhüter weggebrochen sind und ich gerne geholfen hätte.

fcn.de: Vermutlich hättest du ohne die Verletzung den einen oder anderen Einsatz mehr gehabt. Ärgert dich das sehr?

Patric Klandt: Natürlich ärgert man sich erstmal. Aber es bringt ja nichts, irgendetwas hinterherzuweinen, das man nicht mehr ändern kann. Ich bin ohnehin ein Mensch, der lieber in die Zukunft schaut und so etwas hinter sich lässt. Das gilt jetzt auch für die neue Saison: Wir müssen die letzte hinter uns lassen und Gas geben, damit es wieder wesentlich besser läuft.

fcn.de: Wie ist bei dir der aktuelle Stand?

Patric Klandt: Die Reha läuft ganz gut. Ich habe die letzten Wochen der Saison mit unserem Torwarttrainer schon wieder auf dem Platz trainiert. Wenn es im August wieder losgeht, muss ich einen Belastungstest in Donaustauf absolvieren. Den bestehe ich hoffentlich und darf dann zeitnah wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

fcn.de: Du hast mit 36 schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Macht es das schwieriger, von so einer gravierenden Verletzung zurückzukehren oder hilft eher die Routine, die man sich im Laufe der Karriere angeeignet hat?

Patric Klandt: Ich habe in der Hinsicht eigentlich überhaupt keine Erfahrung, weil ich nie ernsthaft verletzt war. Ich kann nur sagen, dass der Rehaverlauf bisher sehr gut war. Wir sind alle zufrieden, wie es bis jetzt gelaufen ist. Ich sehe positiv in die Zukunft und hoffe, dass ich noch weiterhin meine Bestleistung abrufen kann.

fcn.de: Wie siehst du persönlich deine Rolle?

Patric Klandt: Ich bin 2018 in der Rolle als Backup nach Nürnberg gekommen. Das war für mich okay. Jetzt sehe ich mich als jemanden, der die aufrückenden Keeper mit meiner Erfahrung anleiten kann. Das versuche ich in jedem Training und versuche ihnen auch in schlechten Phasen zu helfen. Wir sind Konkurrenten, aber wir sind auch ein Team und deswegen versuche ich den Jungs auch Tipps und Hilfestellungen zu geben.