Profis Donnerstag, 10.03.2022

Pascal Köpke: Der Mann mit dem Tor-GPS

Foto: Sportfoto Zink

Pascal Köpke ist zurück. Nach seiner langen Verletzungspause steht unser Angreifer nicht nur wieder auf dem Platz – er trifft sogar regelmäßig.

Pascal Köpke muss lange überlegen. Wann er das letzte Mal in seiner Karriere in drei Spielen in Folge treffen konnte? Es ist schon zu lange her, erinnern kann er sich spontan nicht mehr daran. Ein Blick in die Datenbank klärt auf: Im September 2013 gelang ihm dieser Tore-Spiele-Hattrick letztmals, damals für die U19 der SpVgg Unterhaching. „Das ist doch nach der langen Verletzung eine gute Geschichte“, schmunzelt er. Gegen Regensburg, Rostock und zuletzt gegen den Hamburger SV traf Köpke jeweils im ersten Durchgang zum wichtigen 1:0. Nach 90 Minuten stand immer ein Sieg für seine Mannschaft.

„Ich bin froh, dass ich der Mannschaft endlich wieder helfen kann“, freut sich der 26-Jährige. „Ich fühle mich gut, stehe zurzeit richtig und die Mannschaft hat es mir auch leichtgemacht.“ Sei es auf Höhe des zweiten Pfostens beim Regensburg-Spiel, beim Elfmeter-Abpraller in Rostock oder jetzt zum Abstauber gegen den HSV – immer stand Köpke goldrichtig und schloss mit einem Kontakt ab.

Glück, Näschen und Tor-GPS

Nur Stürmer-Intuition oder gehört da auch etwas Glück dazu? „Das hat vielleicht schon auch etwas mit Glück zu tun“, gibt Köpke zu. Er weiß aber auch: „Der Torriecher ist schon irgendwie eine Qualität von mir. Ich weiß noch wie in der Jugend jemand mal zu mir sagte, ich hätte ein Tor-GPS in mir drin“, erinnert er sich. „Ich glaube schon, dass ich dieses Näschen habe, richtig zu stehen. Dass es die letzten drei Spiele so geklappt hat und immer das wichtige 1:0 war, ist umso schöner.“

Eine weitere Parallele bei all den Treffern: der Torjubel. Nach jedem Treffer drehte Köpke in Richtung Tribüne ab und formte mit seinen Fingern ein „K“. Nicht etwa für den Namen „Köpke“, sondern für seine Frau Kim. „Vor dem Regensburg-Spiel habe ich abends zu ihr gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass es morgen kracht. Dann habe ich ihr versprochen, dass ich ihr ein K mache.“ Und weil das so gut klappte, setzte er den Jubel auch in den kommenden Spielen fort – und wird es hoffentlich noch das ein oder andere Mal in dieser Saison tun.


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