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Mittwoch, 18.08.2010

"Nürnberg auswärts ein unangenehmer Gegner"

Borussia Mönchengladbachs Michael Bradley im fcn.de-Interview.

Vor dem Start der Bundesligasaison 2010/11 am Samstag, 21.08.10, sprach fcn.de mit Mittelfeldspieler Michael Bradley, der bei Auftaktgegner Borussia Mönchengladbach spielt. Der US-Amerikaner streift sich seit 2008 das Trikot der Fohlen über und absolvierte dort bislang 57 Bundesligaspiele, in denen ihm sieben Treffer gelangen. Mit den USA nahm er an der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika teil und schied dort im Achtelfinale gegen das ghanaische Team aus.

fcn.de: Hallo Michael Bradley, Sie haben nach der WM-Teilnahme mit den USA nur einen kurzen Urlaub gehabt, ehe die Saisonvorbereitung losging. Jetzt startet die Liga. Sind die Knochen noch schwer?

Michael Bradley: Nein, ich hatte ja nach der WM drei Wochen Urlaub, in denen ich überwiegend regeneriert habe. Ich habe es sehr genossen, mal etwas abzuschalten und mental und körperlich Kraft zu tanken. Ich war mit meiner Familie und meiner Freundin in meiner Heimat. Die erste Zeit waren wir in New Jersey, danach in Kalifornien. Das hat wirklich gut getan. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich immer Lust auf Fußball habe und deshalb bin ich froh, dass es jetzt endlich wieder losgeht.

fcn.de: In der Nationalmannschaft ist Ihr Vater Bob Bradley Ihr Trainer. Gibt er Ihnen auch für Ihre Spiele mit Borussia Mönchengladbach Tipps und Ratschläge?

Michael Bradley: Mein Vater schaut sich so viele Spiele wie möglich von mir an und übt mitunter auch Kritik an mir. Aber das höre ich mir gerne an, denn seine Meinung ist mir sehr wichtig. Ohne meinen Vater wäre ich kein Fußballprofi geworden. Als Kind hat er mich für den Sport begeistert, später war er mein erster Trainer in New York und nun ist er im Nationalteam mein Coach. Ich finde es großartig, mit ihm zusammen zu arbeiten und mich mit ihm über den Fußball auszutauschen.

fcn.de: Im ersten Pflichtspiel haben Sie gleich zum 1:0 getroffen und in der ersten Runde des DFB-Pokals Erzgebirge Aue aus dem Wettbewerb genommen. Ihr Teamkollege Thorben Marx wünscht sich das Finale - wie weit geht’s für die Borussia im Pokal?

Michael Bradley: Ich gehe in jedem Spiel auf den Platz, um zu gewinnen – genauso ist es auch im DFB-Pokal. Natürlich hoffen wir, so weit wie möglich zu kommen, aber das hängt natürlich auch ein wenig vom Losglück ab. In den vergangenen Jahren ist Borussia stets in der zweiten Runde ausgeschieden. In dieser Saison wollen wir auf jeden Fall etwas weiter kommen. Wie weit, werden wir dann sehen.

fcn.de: Am Samstag startet die Borussia vor heimischem Publikum gegen den 1. FC Nürnberg. Wie schätzen Sie den Club ein und was haben Sie sich vorgenommen?

Michael Bradley: Nürnberg hat in der vergangenen Saison erst in der Relegation den Klassenverbleib gesichert, trotzdem sind sie gerade auswärts ein unangenehmer Gegner. Ich erinnere mich gut an unser letztes Heimspiel, das wir zwar mit 2:1 gewonnen haben, aber ein sehr hartes Stück Arbeit war. Ich gehe davon aus, dass es Samstag ähnlich hart wird, aber wir spielen zuhause und wollen natürlich einen guten Start hinlegen, sprich drei Punkte holen.

fcn.de: Welche Ziele stecken Sie sich ganz persönlich für die kommende Spielzeit?

Michael Bradley: Wir wollen erneut nicht mit dem Abstiegskampf zu tun bekommen, also eine ähnlich gute Rolle wie in der vergangenen Saison spielen. Ich selbst möchte mich immer weiter entwickeln, dazu nutze ich jedes Spiel, aber auch jede Trainingseinheit. Selbst bei simplen Übungen kann man Kleinigkeiten verbessern.