Business Mittwoch, 11.03.2026

Nastassja Lein über die DFB-Erfahrung: "Es war ein tolles Erlebnis"

Fotos: DFB

In der abgelaufenen Abstellungsperiode verweilte die langjährige FCN-Spielerin Nastassja Lein erstmals bei einer DFB-Mannschaft und kam dabei zu ihrem Debüt im Trikot der deutschen U23-Nationalmannschaft. fcn.de hat mit der 25-Jährigen über dieses Erlebnis gesprochen.

Hi Nassi! Wie fühlt man sich mit dem Adler auf der Brust?

Ich bin sehr stolz darauf, es dahingeschafft zu haben. In dem Team waren es nur Luca Birkholz von Freiburg und ich, die noch nie dabei waren. Der Rest waren alle „Natio-Kinder“. Das ist sehr schön, wenn die Leistung in der Liga gewürdigt wird. Es war ein tolles Erlebnis, ein Spiel für Deutschland gemacht zu haben.

Wie hast du von deiner Nominierung erfahren?

Michael Urbansky, der Cheftrainer der U23, hat mich angerufen. Ich hatte zufällig seine Nummer noch von der Zeit, als er U14-Auswahl-Trainer beim BFV war. Deshalb war es für mich nicht wirklich überraschend, wer mich anruft. Am Telefon hat er mir dann von der Nominierung erzählt.

Was waren deine ersten Gedanken, als du davon erfahren hast?

Ich habe mich sehr gefreut, weil meine Leistungen gesehen werden. Ich war auch etwas angespannt, da ich ja schon so lange in Nürnberg spiele und es nicht gewohnt war, in ein neues Team zu kommen. Dazu sind die meisten auch deutlich jünger als ich, und ich war noch nie beim DFB. Ich war schon ein wenig nervös.

Kanntest du vorher schon jemanden aus dem Team?

Ich kannte alle vom Namen oder durch Duelle im Verein, aber niemanden privat. Es war schön, neue Leute kennenzulernen. Nach einer kurzen Zeit habe ich mich auch gut in die Gruppe eingefunden.

Beim ersten Spiel kamst du noch nicht zum Einsatz. War dir klar, dass du im zweiten Spiel zum Einsatz kommst oder hattest du eventuell die Sorge, dass du gar nicht spielen darfst?

Wenn man dabei ist, möchte man natürlich auch spielen. Ich habe da auch einen Anspruch an mich selbst. Ich komme mit 25 Jahren nicht in eine U23, um mir das nur anzuschauen, sondern möchte da logischerweise auch spielen. Dennoch war mir bewusst, dass ich nicht die volle Spielzeit bekommen werde. Im ersten Spiel war es aufgrund der sportlichen Relevanz für mich klar, dass eher die eingespielten Spielerinnen auf dem Platz stehen werden. Beim zweiten Spiel wollte ich auf jeden Fall spielen und habe mich auch gefreut, den Einsatz zu bekommen.

Dann kam die zweite Partie gegen Belgien und du durftest die zweite Halbzeit spielen. Wie war deine Gefühlslage als du wusstest, du kommst rein?

Vor dem Spiel meinte der Trainer schon zu mir, dass er mir Spielzeit geben will. In der Halbzeit habe ich dann die Info bekommen, dass ich die zweite Hälfte spielen darf. Dann hat aber die Freude die Aufregung überwogen. Am Ende ist es das gleiche Spiel nur in einem anderen Trikot. Ich habe mich vor allem gefreut, dieses Trikot anziehen zu dürfen.

Wie lief das Spiel für dich?

Ich bin ganz zufrieden mit meiner Leistung. Es ist eine andere Art des Fußballs als hier im Verein. Hier bin ich es gewohnt, dass meine Mitspielerinnen meine Bewegungsabläufe kennen, das ist beim DFB natürlich anders. Bei einer Chance habe ich mich etwas geärgert, dass ich sie nicht genutzt habe, aber grundsätzlich bin ich mit meinem Spiel zufrieden.

Gab es etwas, was du aus dieser Zeit bei der Nationalmannschaft für dich mitnehmen konntest?

Vor allem auf engem Raum ist das ein extrem hohes Niveau, da nimmt man auf jeden Fall etwas mit. Dazu kommt, dass ich dadurch auch gelernt habe, dass ich auch in ungewohnten Umständen meine Qualität auf den Platz bringen kann.

Gab es Unterschiede, die dir sofort aufgefallen sind?

Wir hatten einmal am Tag Training und waren sehr frei. Wir konnten unsere Vorbereitung sehr individuell gestalten und darauf anpassen, wie wir es im Verein handhaben. Der größte Unterschied ist die Art des Fußballs. Es ist dazu auch ungewohnt, mit Spielerinnen aus vielen verschiedenen Mannschaften zusammenzuspielen.

Hast du ein spezielles Ziel, welches du nach deiner ersten Nominierung verfolgst?

Mein Fokus liegt absolut auf der Liga und dem Verein. Ich glaube auch, dass diese Leistungen dort am relevantesten sind für mögliche weitere Nominierungen, egal ob A-Nationalmannschaft oder bei der U23. Ich gebe mich da eher entspannt. Wenn ich nochmal dabei bin, dann freue ich mich natürlich.


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