Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

OK
Profis Mittwoch, 27.05.2020

Nachbericht Regensburg: Stark angefangen, stark nachgelassen

Foto: Sportfoto Zink

Der Club startete gut ins Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg, hörte dann aber plötzlich mit dem Fußballspielen auf. Kurz vor dem Ende bescherte eine glückliche Situation dem FCN aber dennoch einen eventuell noch wichtig werdenden "Punkt für die Moral".

  • Die Nachbetrachtung:

Wie oft schon mussten Club-Fans in dieser Saison mit ansehen, wie sich ein vermeintlicher Sieg am Ende in ein Unentschieden oder gar eine Niederlage wandelte? Fakt ist: Kein Team gab in dieser Zweitliga-Saison so viele Punkte nach eigenen Führungen her wie der FCN. Am Dienstagabend im Regensburger Jahnstadion lief es diesmal allerdings andersrum. Zwar verspielte der Club auch diesmal eine eigene Führung, am Ende war das Glück aber zur Abwechslung mal dem FCN hold. In der vierten Minute der Nachspielzeit landete ein abgefälschter Zrelak-Schuss am Kopf vom Regensburger Knipping und schließlich im Tor der schockierten Gastgeber. „Jetzt sind wir mal zurückgekommen“, sagte Johannes Geis nach der Partie.

Dass es überhaupt so weit kommen musste, lag daran, dass der Club zwar in der Anfangsviertelstunde stark begann, anschließend aber auch mindestens genauso stark abbaute. „Wir haben zwar 15 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht – aber leider nur 15 Minuten“, monierte daher auch Cheftrainer Jens Keller zurecht. „Ab da hat der Mannschaft gefühlt der Mut gefehlt, weiter so zu spielen, weiter an unserem Plan festzuhalten. Ich hatte das Gefühl, dass sie das jetzt schon über die Zeit bringen wollten. Das war nach 15 Minuten zu früh.“

In der Tat, Regensburg schnürte die Club-Elf bis zur Halbzeit ein. Bei zwei Aluminium-Treffern hatte der FCN noch Glück, kurz vor der Pause fiel dennoch der zu dem Zeitpunkt verdiente Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel spielte die Jahnelf eine weitere Stärke aus, veredelte einen Konter und drehte so die Partie gänzlich. Zwar erspielten sich die rot-schwarzen Farben noch die ein oder andere Möglichkeit, „aber nicht so, wie wir uns das vorgestellt hätten.“ Am Ende war es also „ein Punkt für die Moral, den wir gerne mitnehmen“, resümierte Keller, der zumindest mit dem Willen, das Remis noch zu schaffen, zufrieden war.

  • Das sagen die Fans:

Flo Stiegelschmitt (via Facebook): „Äußerst glücklicher Punkt. Hätte man nach der Führung nicht so passiv agiert, wären heute 3 Punkte drin gewesen.“

  • Das sagen die Medien:

Süddeutsche.de: „Manchmal reicht Fußballern dieses eine späte Tor, um eine vermaledeite Saison kurz vor dem Ende zu wenden. Genau darauf hofft seit Dienstagabend der 1. FC Nürnberg nach dem 2:2 (1:1) in letzter Minute im bayerischen Zweitliga-Derby bei Jahn Regensburg. Durch ein Eigentor des Jahn-Verteidigers Tim Knipping schaffte der Club den Punktgewinn. Nach dem Bundesliga-Abstieg vor einem Jahr droht den Franken aber weiter der noch tiefere Sturz, nur drei Punkte trennen den Tabellen-15. von Abstiegsrang 17.“

Nordbayern.de: „Ein Punktgewinn, der sich anfühlt wie ein Sieg, den 1. FC Nürnberg in der Tabelle aber nicht voranbringt. Beim 2:2 in Regensburg gelingt dem Club dank Rückkehrer Mikael Ishak ein Start nach Maß. Im Anschluss lassen die Rot-Schwarzen aber stark nach und freuen sich in Minute 94 einmal mehr über einen nicht selbsterzielten Treffer.“

  • So geht’s weiter:

Klar, am Ende kann dieser eine Punkt im Abstiegskampf noch goldwert werden. Für den Moment aber tritt der Club nach zwei Punkten aus drei Spielen seit dem Restart weiter auf einer Stelle, die er schnellstmöglich verlassen sollte. „Dass das alles nicht angenehm ist, keine Frage. Aber wenn man gesehen hat, wie die Mannschaft Moral gezeigt hat, bis zur letzten Sekunde gefightet hat, da sieht man, dass die Mannschaft intakt ist“, zeigte Keller auch die andere Seite der Medaille auf.

Am kommenden Samstag geht es weiter, dann gastiert mit dem VfL Bochum ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf im Max-Morlock-Stadion. Bis dahin heißt es jetzt: regenerieren und sich perfekt auf das nächste Duell gegen einen Tabellennachbarn vorbereiten. Mit von der Partie sind dann eventuell auch wieder Robin Hack (muskuläre Probleme), Georg Margreitter (angeschlagen seit St. Pauli) und Enrico Valentini (Achillessehnenprobleme). Das Club-Trio verpasste das Regensburg-Spiel, trainierte am Mittwoch aber immerhin schon wieder individuell.