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Profis Hintergründe Montag, 29.10.2018

Nachbericht Frankfurt: Die eigene Stärke als Erfolgsrezept

Foto: Sportfoto Zink

Frust und Freude lagen beim Club nach dem Spiel gegen Frankfurt ganz nah beieinander. Der Trainer zieht viel Positives aus dem Remis gegen die Hessen und gibt die Ausrichtung für die nächsten Wochen vor.

  • Die Nachbetrachtung

Es ist wohl einer der Gründe, warum Fußball für viele Menschen eine besondere Anziehungskraft versprüht: Ein Spiel kann Beobachter in zwei unterschiedlichen Gefühlswelten zurücklassen. Ein Beispiel dafür erlebte der Club am Sonntagnachmittag gegen Eintracht Frankfurt. Auf der einen Seite: große Enttäuschung, weil in der Nachspielzeit aus drei Punkten nur einer wurde. Auf der anderen Seite: große Freude, weil die Mannschaft gegen das bis dato formstarke Frankfurt eine tolle Vorstellung abgeliefert hatte.

So sah dann auch die Analyse des Trainers aus. „Wenn man bis zur Nachspielzeit führt, will man natürlich die drei Punkte. Deshalb ist es ärgerlich“, erklärte Michael Köllner am Montag. „Wir sind aber zufrieden, dass wir den Lauf des Gegners stoppen konnten und vor allem wieder unser eigenes Spiel auf den Platz gebracht haben.“

Das war den Beteiligten besonders wichtig: Der Club war mit seiner Art des Fußballs erfolgreich, hatte seine Stärken auf den Platz gebracht und so die Eintracht am Rande einer Niederlage. „Wir wollten die Dinge wieder fußballerisch regeln, das ist uns über weite Phasen des Spiels gelungen“, so Köllner, der klarstellte: „Es muss für uns auch in dieser Saison gelten: Wir müssen unsere Qualitäten auf den Platz bringen.“

  • Die Fakten

Gleich eine ganze Reihe von Premieren gab’s gegen Frankfurt zu vermelden. Sebastian Kerk stand erstmals seit August 2017 wieder in der Startelf. Törles Knöll lief zum ersten Mal von Beginn an für den FCN auf und Simon Rhein feierte sein Profi-Debüt – und das gleich über 90 Minuten. Der Youngster bekam von den Kollegen ein Extra-Lob, wurde von den Fans im Voting in der Club-App mit der "Energie-Leistung des Tages" ausgezeichnet und war mit knapp zwölf zurückgelegten Kilometern laufstärkster Nürnberger auf dem Platz.

Für eine historische Bestmarke sorgte Adam Zrelak. Der Slowake, der in dieser Saison aufgrund von Verletzungen noch gar nicht zum Zug gekommen war, traf in seinem ersten Bundesliga-Spiel bereits nach zwei Minuten. Nie zuvor war ein Club-Spieler in der Bundesliga bei seinem Debüt schneller erfolgreich.

  • Das Personal

Kurzfristig musste der Club gegen Frankfurt auf Enrico Valentini und Ondrej Petrak verzichten. Während es sich beim Tschechen um eine Vorsichtsmaßnahme handelte und der Mittelfeldspieler schon in dieser Woche wieder zur Verfügung stehen könnte, hat es Valentini schwerer erwischt. Der Rechtsverteidiger hat sich einen Sehnenanriss im Oberschenkel zugezogen und wird in der Hinrunde wahrscheinlich nicht mehr zum Einsatz kommen.

  • Das sagen die Fans

Toni Schlesinger (via Facebook): Bestes Spiel dieser Saison. Ich habe vor dem Spiel wenigstens auf ein Unentschieden gehofft. Irgendwann kommt auch das Glück zu uns zurück und dann gewinnen wir so ein Spiel. RESPEKT an die super Mannschaftsleistung.

Ludwig Setzer (via Facebook): Erst war die Enttäuschung groß. Aber so wie sie gespielt haben, mach ich mir keine Sorgen um die Zukunft. Jeder dachte wir gehen wieder unter.

Bernd Volke (via Twitter): Kopf hoch, Jungs - das war eine Riesenleistung mit Spiel, Kampf und leider am Ende nicht dem nötigen Glück. Weiter so, ihr könnt stolz auf Euch sein! Einfach so weitermachen! Und ein Sonderlob an Simon Rhein - auf Anhieb in der Bundesliga angekommen.

Spieldaten

9. Spieltag, 1. Bundesliga 2018/2019
1 : 1
1. FC Nürnberg
79. Adam Zrelak (Kopfball) 1:0
Eintracht Frankfurt
90. Sebastien Haller 1:1
Stadion
Datum
28.10.2018 13:30 Uhr
Schiedsrichter
Robert Schröder
Zuschauer
42154

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Mathenia - Bauer - Margreitter - Mühl - Leibold - Rhein - Behrens - Misidjan - Kubo (88. Erras) - Kerk (69. Palacios) - Knöll (76. Zrelak)
Reservebank
Bredlow, Ewerton José, Erras, Fuchs, Pereira, Palacios, Zrelak
Trainer
Michael Köllner
Eintracht Frankfurt
Trapp - Abraham - Hasebe - Ndicka - Fernandes - da Costa - Kostic - de Guzman (81. Stendera) - Gacinovic (68. Souza) - Jovic - Rebić (68. Haller)
Reservebank
Rönnow, 18466, Tawatha, Willems, Souza, Stendera, Haller
Trainer
Adi Hüttner

Ereignisse

5. min Spielstand: 0:0
Evan Ndicka

57. min Spielstand: 0:0
Ante Rebić

68. min Spielstand: 0:0
Allan Souza kommt für Mijat Gacinovic

68. min Spielstand: 0:0
Sebastien Haller kommt für Ante Rebić

69. min Spielstand: 0:0
Federico Palacios kommt für Sebastian Kerk

76. min Spielstand: 0:0
Adam Zrelak kommt für Törles Knöll

79. min Spielstand: 1:0
Adam Zrelak

81. min Spielstand: 1:0
Marc Stendera kommt für Jonathan de Guzman

85. min Spielstand: 1:0
Simon Rhein

88. min Spielstand: 1:0
Patrick Erras kommt für Yuya Kubo

88. min Spielstand: 1:0
Kevin Trapp

90.(+1) min Spielstand: 1:0
Adam Zrelak

90.(+2) min Spielstand: 1:1
Sebastien Haller