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Profis Hintergründe Sonntag, 01.04.2018

Nachbericht: Der alte Abstand bleibt

Foto: Sportfoto Zink

Alles bleibt beim Alten. Auch nach dem 28. Spieltag steht der 1. FC Nürnberg auf einem Spitzenplatz der zweiten Liga. Die Mini-Sieglos-Serie von fünf Partien ohne Dreier will der Club freilich trotzdem schnell beenden.

  • Die Nachbetrachtung

Direkt nach dem Schlusspfiff waren sie schon zu hören (und zu lesen), die ersten Abgesänge auf den 1. FC Nürnberg. Nur 1:1 bei Dynamo Dresden. Der stolze Vorsprung auf Holstein Kiel endgültig verspielt. Am Sonntag, als auch die Störche ihr Spiel absolviert hatten, war dann doch alles etwas anders. Das 1:1 der Kieler in Bielefeld bedeutet nämlich, dass Nürnberg immer noch zwei Zähler mehr hat als der Verfolger und auf der Uhr wieder ein Spiel weniger steht. Trainer Michael Köllner hat dennoch Verständnis, dass einige Fans unruhig werden. „Wir haben fünf Mal in Folge nicht gewonnen. Ist doch klar, dass Fans da nervös werden. Sie wollen uns schließlich siegen sehen. Darum sind es ja auch Fans.“

Im Trainerteam und bei der Mannschaft herrscht dagegen noch deutlich mehr Gelassenheit. Köllner: „Die Stimmung passt. Wir können die Situation schon ganz gut einschätzen.“ Dazu gehört natürlich auch die Erkenntnis, dass der 1.FCN im Moment keinen Lauf hat. Köllner: „Fehler werden bei uns momentan knallhart bestraft und wir selbst sind nicht in der Lage, unsere Chancen konsequent zu nutzen.“ Salli, Valentini und Stefaniak hatten schon vor der Pause dicke Chancen auf dem Fuß, das 1:1 gelang Hanno Behrens freilich erst nach dem Wechsel. Der Trainer: "Auf und Abs gehören zum Fußball. Gegen Heidenheim werden wir alles versuchen, um wieder drei Punkte in Nürnberg zu behalten."

  • Die Fakten

Der Club ist nicht mehr Spitzenreiter! Fünf Gelbe in einem Spiel waren zu viel, der FC St. Pauli ist in der Fairplay-Tabelle an den Franken vorbeigezogen. Konsequenzen hat das erst mal keine. Außer vielleicht für Ewerton. Der Brasilianer sah nämlich die fünfte Verwarnung in dieser Saison – und ist für das Heimspiel am Samstag gegen Heidenheim gesperrt. Auch sonst gabs ungewohnte Zahlen in den Statistikbögen für den FCN. Der Club hatte deutlich weniger Ballbesitz (45:55 Prozent), gab weniger Schüsse ab (7:12) und gewann weniger Zweikämpfe (47:53 Prozent). Weil am Ende aber nur die Treffer gezählt werden, brachte das 1:1 in Dresden genauso einen Punkt, wie das Remis gegen Darmstadt, wo der Club das Spiel in allen Belangen dominiert hatte aber auch nur einmal in die Kiste traf.

Schön: Enrico Valentini hat seine Vorbereiterqualitäten wiedergefunden. Nachdem der Deutsch-Italiener schon gegen Darmstadt den Ausgleich von Margreitter vorbereitet hatte, legte er nun auch in Dresden per Flanke das 1:1 von Hanno Behrens auf. Für den Kapitän war es der zehnte Treffer in der laufenden Spielzeit.

  • Das sagen die Medien

Nordbayern.de: „Acht Minuten nach Wiederbeginn war es dann aber doch soweit: Behrens drückte eine Flanke von Valentini per Kopf über die Linie. Das 1:1 zeigte Wirkung, auf beiden Seiten. Dresden brauchte etwas, um sich davon zu erholen, der Club versuchte nachzusetzen – Leibolds Abschluss nach schönen Solo geriet allerdings zu harmlos, ansonsten taten sich beide Teams fortan aber extrem schwer damit, in den Strafraum vorzudringen.“

Kicker.de: „Mehr passierte nicht mehr. Zwar blieb Dresden das engagierte Team, biss sich aber immer wieder an der soliden Gäste-Defensive um Margreitter und Ewerton fest. Der Club konnte auch im zweiten Abschnitt sein arg fehlerhaftes Passspiel nicht ablegen.“

  • Das sagen die Fans

Chris van Semi (via Facebook): „Heute wurde noch kein Aufstieg verspielt, klar sind wir im Moment weit hinter den Erwartungen, der Club machts mal wieder spannend, deswegen lieben wir diesen Verein so. Langweile wird nie aufkommen.“

Alex Lauth (via Facebook): „Hauptsache nicht verloren aber es gilt von Spiel zu Spiel zu denken und sich die nächsten Spiele zu zerreißen auf geht's!!!“

@robalef (via twitter): „Zum zweiten Mal einen Rückstand aufgeholt. im Hexenkessel #dresden. das war wieder ein kleiner fortschritt. #SGDFCN #fcn.“

  • Der Ausblick

Am Ostermontag dürfen Spieler und Trainer sich ganz der Eiersuche widmen, ab Dienstag-Nachmittag (Training ist um 15 Uhr) beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Heidenheim (Samstag, 13 Uhr, Max-Morlock-Stadion), in dem dann endlich die Mini-Sieglos-Serie beendet werden soll. Mit der Mannschaft von Frank Schmidt hat der Club aus dem Hinspiel (0:1) ohnehin noch eine Rechnung offen.

Spieldaten

28. Spieltag, 2. Bundesliga 2017/2018
1 : 1
SG Dynamo Dresden
45. Rico Benatelli 1:0
1. FC Nürnberg
53. Hanno Behrens 1:1
Stadion
Datum
31.03.2018 13:00 Uhr
Schiedsrichter
Bibiana Steinhaus
Zuschauer
30765

Aufstellung

SG Dynamo Dresden
Schwäbe - Kreuzer - Müller - Franke - Heise - Hauptmann - Hartmann - Horvath (70. Aosman) - Benatelli - Duljevic (87. Röser) - Koné (76. Testroet)
Reservebank
Schubert, Ballas, Aosman, Konrad, Seguin, Testroet, Röser
Trainer
Uwe Neuhaus
1. FC Nürnberg
Bredlow - Valentini - Margreitter - Ewerton José - Leibold - Erras - Behrens - ?? - Salli (70. Zrelak) - Stefaniak (60. Löwen) - Palacios (78. Werner)
Reservebank
Kirschbaum, Brecko, Mühl, Sepsi, Löwen, Werner, Zrelak
Trainer
Michael Köllner

Ereignisse

17. min Spielstand: 0:0
Almeida Santos Ewerton José

26. min Spielstand: 0:0
Moussa Koné

39. min Spielstand: 0:0
Marvin Stefaniak

42. min Spielstand: 0:0
Tim Leibold

45. min Spielstand: 1:0
Rico Benatelli

53. min Spielstand: 1:1
Hanno Behrens

54. min Spielstand: 1:1
Niklas Kreuzer

60. min Spielstand: 1:1
Eduard Löwen kommt für Marvin Stefaniak

70. min Spielstand: 1:1
Adam Zrelak kommt für Edgar Salli

70. min Spielstand: 1:1
Aias Aosman kommt für Sascha Horvath

75. min Spielstand: 1:1
unbekannt

76. min Spielstand: 1:1
Pascal Testroet kommt für Moussa Koné

78. min Spielstand: 1:1
Tobias Werner kommt für Federico Palacios

87. min Spielstand: 1:1
Lucas Röser kommt für Haris Duljevic

90. min Spielstand: 1:1
Enrico Valentini