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Profis Sonntag, 09.12.2018

Mehr Biss, mehr Härte

Sportfoto Zink

Der Aufsteiger 1. FC Nürnberg muss in der laufenden Saison weiter auf den ersten Auswärtssieg warten. Trainer Michael Köllner sagt, wie es gegen Wolfsburg zurück in die Erfolgsspur gehen soll.

  • Die Nachbetrachtung

Mal verliert man, mal gewinnen die Anderen. Auswärts läuft‘s beim 1. FC Nürnberg in dieser Saison einfach nicht. Das änderte sich auch beim Auftritt in München nicht. 0:3 nach 90 Minuten, verdient verloren. Trainer Michael Köllner: „In so einem Spiel holt man nur etwas, wenn man dem Gegner keine Luft lässt und im Körperkontakt präsent ist. Das waren wir nicht.“

Die Zahlen bestätigen das: 4:20 Torschüsse, 24 zu 76 Prozent Ballbesitz (266 zu 848 gespielte Pässe), 1:11 Ecken, 49:51 Prozent Zweikämpfe. Vermutlich haben die wenigsten erwartet, dass der Club den Rekordmeister in dessen Wohnzimmer zerlegt, trotzdem muss die Mannschaft auch aus diesem Spiel ihre Lehren ziehen.

  • Das sagen die Medien:

kicker.de: Damit war die Partie nach nicht einmal einer Stunde entschieden. Erst jetzt unternahmen die Gäste etwas für die Offensive, doch Kerk war bei der einzigen Nürnberger Chance aus 14 Metern nicht erfolgreich (64.).

Nordbayern.de: So kam es wie erwartet respektive befürchtet. Trainer Kovacs Münchner, die sich dafür nicht übermäßig verausgaben mussten, besiegten den chancenlosen Aufsteiger mit 3:0 (2:0) und feierten ihren ersten Liga-Heimsieg seit dem 3:1 über Bayer Leverkusen Mitte September. Der Club versuchte, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu wehren, blieb aber ein bemühter Sparringspartner gegen verbesserte, aber nicht berauschende Bayern, das ungleiche bayerisch-fränkische Kräftemessen blieb eine einseitige Angelegenheit.

  • Das sagen die Fans:

Florian Förster (via Facebook): Ich stehe zu meinem FCN! In guten wie in schlechten Tagen. Wir haben heute verloren, ja. Aber es hilft nichts. Zum Glück haben wir am Freitag unser nächstes Spiel und da können wir auf jeden Fall was holen. In solchen Zeiten sieht sowieso erst wer zum Glubb hält und wer nicht. Es war von Anfang an klar, dass wir sehr hart zu kämpfen haben in dieser Liga.

@NorisCarl (via Twitter): Wieder daheim. Spiel war zwar nicht so toll, dafür war die Stimmung heute umso besser. #fcbfcn #fcn

Michael Haller (via Facebook): Kampf und Einsatz müssen stimmen! Nur dann kann man als Mannschaft über mangelndes Talent und taktische Defizite hinaus Punkte holen. Auf geht’s Jungs kämpfen und siegen! Ihr spielt und kämpft immerhin für den „Club“. Ich sehe kein gegenseitiges Mutmachen, sich auch mal Feuer unterm Hintern machen. Wahnsinn, Ihr lebt euren Traum und spielt Bundesliga, also zeigt es auch und reißt euch den Hintern auf.

  • Der Ausblick:

Noch drei Partien, dann ist diese Bundesliga-Vorrunde schon wieder Geschichte. Doch bis dahin heißt es noch mehrmals: Vollgas geben. Trainer Michael Köllner: „Gegen Wolfsburg sind wir gefordert. Wir haben vor einem Jahr als Zweitligist erst in der Verlängerung gegen den VfL verloren. Jetzt wollen wir zeigen, dass wir einen Schritt weiter sind als damals.“

Dazu muss seine Mannschaft aber wieder auf die Tugenden zurückgreifen, die sie an erfolgreicheren Tagen abrufen konnte. Köllner: „In den kommenden drei Partien müssen wir wieder robuster in den Kampfzonen spielen. Mehr Biss, mehr Härte, mehr Aggressivität. Wir lassen uns nicht von einem Spiel gegen den Rekordmeister leiten, aber gegen Wolfsburg müssen wir sehen, dass wir diese Dinge wieder besser regeln.“

Am Freitag (20.30 Uhr, Max-Morlock-Stadion) startet der Club mit einem Heimspiel in die englische Woche. Wer die Mannschaft vorher nochmal sehen will, hat dazu am Dienstag gleich zweimal die Chance. Entweder ab 14 Uhr auf dem Trainingsplatz, oder ab 18 Uhr hinterm Grill am Christkindlesmarkt, wenn traditionell am Stand von Fritz Stahlmann Bratwürste für den guten Zweck verlauft werden.