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Hintergründe Sonntag, 17.02.2013

Mame Biram Diouf: Niemals aus den Augen lassen

Der Senegalese ist Hannovers Top-Stürmer. fcn.de schaute sich Diouf genauer an.

Foto: Picture Alliance

Nürnberg – für Mame Biram Diouf ein Gegner, mit dem er besondere Erinnerungen verbindet. Nun ist es nicht so, dass Hannovers Stürmer beim 4:1-Hinrundenerfolg der 96er eine tragende Rolle spielte, er stand schließlich nur die letzten acht Minuten auf dem Feld. Und doch waren für den senegalesischen Nationalspieler jene acht Minuten von großer Bedeutung, sie beendeten nämlich eine mehrmonatige Verletzungspause.

Anfang April des vergangenen Jahres riss sich der 25-Jährige im Derby gegen Wolfsburg ein Außenband im Knie und die Syndesmose im Knöchel – der abrupte Stillstand einer Torfabrik, als die sich der 1,85-Meter-Mann entpuppt hatte. Im Januar 2012 eiste Hannover den Angreifer von Manchester United los, wo dieser ein Reservistendasein fristete. Klar, wäre er Stammspieler gewesen, 96 hätte ihn niemals verpflichten können.

Eiskalt vor dem Tor

Dass er über viel Klasse verfügt war allen klar, nicht aber, dass er sich in der neuen Umgebung auf Anhieb so schnell zurechtfinden würde: zehn Tore in 15 Einsätzen in der Liga sowie in der Europa League standen für den Angreifer zu Buche, bis ihn besagtes Verletzungspech ereilte.

Vorbei und vergessen, denn Diouf steckte die Pause erstaunlich schnell weg und stieg im zweiten Spiel nach seinem Kurzeinsatz gegen den Club prompt wieder in die Serienproduktion von Toren ein. In Zahlen: 23 Pflichtspieleinsätze absolvierte Diouf in dieser Saison bislang, 14 Mal trug er sich dabei in die Torschützenliste ein. Eine imponierende Bilanz, die er zwei Eigenschaften zu verdanken hat. Das fängt mit dem Blick für die Situation an, dem so genannten Torriecher. Und endet damit, dass er im Abschluss keinerlei Nerven zeigt. Oder, um es mit seinem Trainer Mirko Slomka zu sagen: "Er macht sich keine große Gedanken vorm Tor."

Nicht spektakulär

So simpel kann Fußball mitunter sein – nicht überlegen, einfach rein mit dem Ball und fertig ist das Phänomen von Dioufs herausragender Effizienz. Wenn es ihn denn in Fleisch und Blut geben würde, den oft zitierten Chancentod, Diouf würde den krassen Gegenentwurf dazu darstellen.

Seine Spielweise ist alles andere als spektakulär, mitunter vergisst man gar, dass er auf dem Feld steht, doch wehe, ihm bietet sich eine Chance – dann schlägt das Runde meist auch schon im Eckigen ein. Dagegen gibt es nur ein Rezept: Niemals aus den Augen lassen. Zugegeben, klingt einfacher als es in Wirklichkeit ist, aber auch eine Torfabrik kann ja mal einen Produktionsstau haben.

Spieldaten

22. Spieltag, 1. Bundesliga 2012/2013
2 : 2
1. FC Nürnberg
53. Timm Klose 1:1
90. Sebastian Polter 2:2
Hannover 96
41. 18466 0:1
68. Didier Ya Konan 1:2
Stadion
Grundig Stadion
Datum
17.02.2013 14:30 Uhr
Schiedsrichter
Thorsten Kinhöfer
Zuschauer
36101

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Simons, Kiyotake, Feulner (82. Mak), Balitsch, Frantz (62. Kanazaki) - Pekhart (81. Polter)
Reservebank
Polter, ??, Rakovsky, Plattenhardt, Esswein, Kanazaki, Mak
Trainer
unbekannt
Hannover 96
Zieler - Sakai, Djourou, 18466, 18466 (66. 18466) - Ya Konan (75. Schmiedebach), Hoffmann, 18466, 18466 - Diouf, Abdellaoue
Reservebank
18466, 18466, 18466, Sobiech, 18466, Schmiedebach, 18466
Trainer
Mirko Slomka

Ereignisse

41. min Spielstand: 0:1
18466

53. min Spielstand: 1:1
Timm Klose

61. min Spielstand: 1:1
Hiroki Sakai

62. min Spielstand: 1:1
Mu Kanazaki kommt für Mike Frantz

66. min Spielstand: 1:1
18466 kommt für 18466

68. min Spielstand: 1:2
Didier Ya Konan

75. min Spielstand: 1:2
Manuel Schmiedebach kommt für Didier Ya Konan

81. min Spielstand: 1:2
Sebastian Polter kommt für Tomas Pekhart

82. min Spielstand: 1:2
Robert Mak kommt für Markus Feulner

90. min Spielstand: 1:2
18466

90.(+2) min Spielstand: 2:2
Sebastian Polter