ClubMänner Mittwoch, 03.12.2025

Luka Lochoshvili: „Der Druck ist für mich ein Privileg“

Foto: Sportfoto Zink

Dinamo Tiflis, Wolfsberger AC, Cremonese und US Salernitana lauteten die Stationen von Luka Lochoshvili, bevor er zum 1. FC Nürnberg wechselte. Er hat in seiner Karriere „schon ein paar Derbys“ bestritten, dennoch freut sich der 27-Jährige insbesondere auf sein erstes Frankenderby, denn für solche Spiele sei er Fußballprofi geworden.

„Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Jeder weiß, dass es nicht unser Spiel war und wir solche Spiele nicht mehr abliefern dürfen“, blickt Luka Lochoshvili noch ein letztes Mal auf das vergangene Spiel in Magdeburg zurück. In der Kabine sei der Fokus aber bereits auf das 275. Aufeinandertreffen mit der SpVgg Greuther Fürth gerichtet: „Ich habe mir schon ein paar Videos angesehen und mich mit dem einen oder anderen in der Kabine unterhalten. In den Gesprächen merkt man, dass es kein gewöhnliches Spiel ist und wir uns aufs Maximum vorbereiten, um eine gute Leistung abzuliefern.“

„Selbstbewusstsein hilft uns“

Nach dem Heimsieg gegen Arminia Bielefeld, dem dritten Sieg und dem sechsten Spiel ohne Niederlage in Folge, ließ der 27-jährige georgische Nationalspieler besonders mit einer Aussage aufhorchen: „Ich habe damals auch gesagt, dass wir in einer sehr engen Liga sind und jeder gegen jeden gewinnen kann. Für uns geht es darum, von Spiel zu Spiel zu denken und in jedem Spiel unser Maximum auf den Platz zu bringen. Und es geht ebenfalls darum, in welcher Phase sich die jeweiligen Mannschaften befinden. Wir hatten nach diesem Spiel sechs Partien ohne Niederlage und wir waren sehr selbstbewusst. Dieses Selbstbewusstsein hilft uns. Damit wollte ich aber nicht sagen, dass wir nicht mehr tagtäglich hart arbeiten müssen, um weiterhin erfolgreich sein zu können. Genau das haben wir jetzt in Magdeburg gespürt“, stellt er klar und weiß: „Es ist unser Job, uns Spiel für Spiel so vorzubereiten, dass wir unsere beste Leistung auf dem Platz lassen können.“

Deswegen will Luka jetzt wieder Taten folgen lassen – und in einer Derbywoche zählt dies nicht nur in den 90 Minuten am Sonntag auf dem Rasen des Max-Morlock-Stadions: „Jeder Spieler muss diesem Spiel schon im Training alles unterordnen. Wir sind auf dem Platz gefragt, auch schon im Training, und wir müssen den positiven Druck und die Bedeutung des Derbys bereits mit auf den Trainingsplatz nehmen, um am Sonntag bereit zu sein.“

Große Vorfreude auf sein erstes Frankenderby

„Ich habe ein paar Derbys in Österreich und Italien gespielt. Aber ich habe schon gehört, dass das Frankenderby das älteste Derby Deutschlands ist. Ich freue mich darauf, zum ersten Mal in diesem geschichtsträchtigen Spiel dabei sein zu dürfen“, erzählt unsere Nummer 24 von seinen bisherigen Derbyerfahrungen, die er nicht mit dem kommenden Nachbarschaftsduell gleichsetzen möchte. Aber er hat in dieser Saison bereits auf dem Platz gezeigt, dass solche Spiele zum Typ von Luka Lochoshvili passen könnten. Wieso, erklärt er folgendermaßen: „Ich mag große Spiele und den Druck. Der Druck ist für mich ein Privileg, da ich dann weiß, dass ich als Fußballer in einem großen Spiel dabei sein darf. In solchen Spielen fühle ich die Leidenschaft für diesen Sport noch ein bisschen mehr.“


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