Hintergründe Freitag, 16.08.2013

Unter der Lupe: Herthas Sami Allagui

Sami Allagui: Lieber rechts außen als außen vor. fcn.de sah sich den Berliner Angreifer genauer an.

Im Sport geht es mitunter brutal zu – alte Verdienste, selbst wenn sie erst wenige Wochen zurückliegen, können im Hier und Jetzt schon mal null und nichtig sein. Siehe Hertha und deren überragende „Flucht“ aus Liga 2, vorangetrieben von der Doppelsechs Niemeyer/Kluge und dem zentralen Mittelfeldspieler Ronny, der in Serienproduktion ging, was Tore und Assists anbelangte.

Im Heute, dem 6:1-Startsieg über Frankfurt, spielten sie allesamt nur noch eine untergeordnete Rolle – oder gar keine. Halt, einen Akteur hätten wir bei diesem Thema nun beinahe unterschlagen. Auch Sami Allaguis Wunsch in Sachen Stammplatz hat sich wie in der vergangenen Saison erneut nicht erfüllt – auch wenn er von Beginn an spielte. Klingt nach Widerspruch, ist aber keiner.

Rechtsaußen bedeutet mehr Defensivarbeit

Der Tunesier zählt eigentlich zur Gattung der Angreifer, er selbst hätte sich vor seinem Wechsel von Mainz nach Berlin sicherlich als reinrassigen Stürmer bezeichnet, schließlich hatte er nie auf einer anderen Position gespielt. In Berlin jedoch war und ist der eine Platz im Angriff besetzt – am Kolumbianer Ramos, erwiesenermaßen ein echter Ausnahmekönnner, kam und kommt Allagui nicht vorbei.

Und so landete der 27-Jährige schließlich auf der rechten offensiven Außenbahn – immer noch besser als auf der Bank, könnte man hinzufügen. Im Vergleich zu früher muss Allagui nun viel mehr Defensivarbeit verrichten, was ihm keine Jubelstürme entlockt.

Das Toreschießen nicht verlernt

2012/13 ging ihm diese Ausweichrolle dennoch scheinbar ganz geschmeidig vom Fuß, sechs Tore und fünf Assists lesen sich jedenfalls ordentlich. Nur, es hätten mehr sein können, wenn da nicht die zu geringe Konsequenz im Abschluss gewesen wäre. Zuletzt gegen Frankfurt kann man ihm dies jedoch wahrlich nicht vorwerfen: Zwei Tore, eine Vorlage lautet sein beachtlicher Beitrag zum Auftaktsieg – nicht zu vergessen, dass er auch seine Aufgaben nach hinten richtig gut erledigte.

Für Herthas Verantwortliche der endgültige Beleg, dass Allagui den Spagat zwischen aufmerksam hinten und gefährlich vorne sehr gut hinbekommen kann – und wer weiß, vielleicht wird die rechte Außenbahn ja sogar noch Allaguis Lieblingsrolle.

Spieldaten

2. Spieltag, Bundesliga 2013/2014
2 : 2
1. FC Nürnberg
40. Josip Drmic 1:0
89. Hiroshi Kiyotake 2:2
Hertha BSC
61. Sami Allagui 1:1
78. Ronny 1:2
Stadion
Grundig Stadion
Datum
18.08.2013 14:30 Uhr
Schiedsrichter
Guido Winkmann
Zuschauer
40000

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Schäfer - Feulner (58. Chandler) - ?? - Pogatetz - Pinola - Stark (71. Esswein) - Balitsch - Kiyotake - Drmic - Mak (65. Frantz) - Ginczek
Reservebank
Rakovsky, Angha, Chandler, Plattenhardt, Esswein, Frantz, Pekhart
Trainer
Michael Wiesinger
Hertha BSC
Kraft - Pekarik - Janker (66. Ronny) - Langkamp - Holland - 18466 - Hosogai - Allagui (66. Wagner) - Baumjohann (83. Brooks) - 18466 - Ramos
Reservebank
Buchert, Brooks, Kluge, 18466, Ronny, Schulz, Wagner
Trainer
Jos Luhukay

Ereignisse

8. min Spielstand: 0:0


27. min Spielstand: 0:0
Markus Feulner

32. min Spielstand: 0:0
Peter Pekarik

40. min Spielstand: 1:0
Josip Drmic

53. min Spielstand: 1:0
Javier Pinola

53. min Spielstand: 1:0
Alexander Baumjohann

58. min Spielstand: 1:0
Timothy Chandler kommt für Markus Feulner

61. min Spielstand: 1:1
Sami Allagui

65. min Spielstand: 1:1
Mike Frantz kommt für Robert Mak

66. min Spielstand: 1:1
Ronny kommt für Christoph Janker

66. min Spielstand: 1:1
Sandro Wagner kommt für Sami Allagui

69. min Spielstand: 1:1
Niklas Stark

71. min Spielstand: 1:1
Timothy Chandler

71. min Spielstand: 1:1
Alexander Esswein kommt für Niklas Stark

78. min Spielstand: 1:2
Ronny

83. min Spielstand: 1:2
John Anthony Brooks kommt für Alexander Baumjohann

89. min Spielstand: 2:2
Hiroshi Kiyotake

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