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Dienstag, 12.05.2009

"Lieber Pele als Katsche!"

fcn.de sprach vor der Partie gegen Osnabrück mit Claus-Dieter "Pele" Wollitz.

Schalke, Kaiserslautern, Leverkusen, Köln, Hertha BSC, Uerdingen und Osnabrück – Claus-Dieter Wollitz hat für sieben Vereine 379 Bundesliga-Spiele (83 Tore und trotz höchsten Engagements nur eine einzige Gelb-Rote Karte!) bestritten. fcn.de hat sich vor dem Duell mit dem Trainer des VfL Osnabrück unterhalten.

fcn.de: Warum hat der Weg als Spieler bei einer so wechselvollen Karriere denn nie nach Nürnberg geführt?

Claus-Dieter Wollitz: Gute Frage – irgendwie hat sich das nie ergeben, es hat leider auch nie einen Kontakt in die Richtung gegeben. Aber gereizt hätte mich der Club natürlich mit dieser einmaligen Tradition, mit dieser Fan-Kultur, mit diesen großartigen Möglichkeiten und dieser herrlichen Region!

fcn.de: Mal Hand aufs Herz: wer – und warum – hat Ihnen eigentlich den Spitznamen „Pele“ verpasst?

Claus-Dieter Wollitz: … schon wieder diese Geschichte. Wir haben uns halt mit unseren Freunden vor der WM 1974 Spitznamen verpasst. Und da habe ich mir gedacht: Lieber Pele als Katsche!

fcn.de: Der Trainer Wollitz ist viel bodenständiger als der Spieler Wollitz. Auf den Start beim KFC Uerdingen folgt jetzt im fünften Jahr die Arbeit beim VfL an der Bremer Brücke …

Claus-Dieter Wollitz: So kurz war das in Uerdingen nun auch nicht, das waren zwei
aufregende Jahre mit Insolvenz, Problemen – und dem Aufstieg! 2004 haben mich die Osnabrücker geholt, weil sie mich für den Richtigen beim „Neuaufbau“ hielten. Ich fühle mich wohl hier, wir haben sensationelle Fans, auf die wir uns immer verlassen können, wir haben den Aufstieg in die zweite Liga geschafft, dann den Klassenerhalt, was Osnabrück auch seit 15 Jahren nicht erlebt hat. Wir haben eine neue Tribüne, neue Logen – doch, in dieser fußballverrückten Stadt hat sich viel getan!

fcn.de: Im stimmungsvollen Hinspiel hat der VfL in letzter Sekunde dem Club beim 1:1 noch einen Zähler abgeluchst. Was ist am Mittwoch für die Lila-Weißen drin?

Claus-Dieter Wollitz: Uns würde ein Punkt natürlich in der jetzigen Situation schon deutlich mehr helfen als dem Club. Dazu kommt: am Ende einer Saison gibt es ja immer wieder Überraschungen. Ich will nicht behaupten, dass uns das gelingt, aber ich bin überzeugt, dass wir uns unsere Chancen erarbeiten können. Auf der anderen Seite trennen uns natürlich insgesamt schon alleine die Tradition und die individuelle Klasse. Aber auch im Hinspiel haben wir ja die Moral gezeigt, noch einen Zähler zu holen.