Kristian Mandic: Über Vertrauen zur Überzeugung
Zweimal in Folge wurde Kristian Mandic ins kalte Wasser geworfen, versenkte im DFB-Pokal einen Elfmeter und überzeugte auch beim Startelfdebüt im Topspiel gegen Bielefeld vor großer Kulisse. Der erst 18-Jährige spricht über seine zurückliegenden Tage und darüber, wie es ihm gelang, so cool zu bleiben.
„Natürlich habe ich gehofft, schon etwas früher zum Zug zu kommen. Aber ich habe weiterhin versucht, meine Leistung im Training abzurufen, mich zu verbessern und auf meinen Moment zu warten“, blickt Kristian Mandic auf die vergangene Spielzeit zurück. Zur Saison 2025/26 wechselte das Nachwuchstalent von Eintracht Frankfurt zum FCN, kam aber vorrangig in der FCNU23 zum Einsatz. Jetzt berichtet er aber von „schon sehr coolen Tagen.“
Als „nichts Selbstverständliches“ bezeichnet er erst sein Profi. Über sein Startelfdebüt für den Club eine Woche später führt weiter aus: „Ich glaube, ich hätte es mir nicht besser ausmalen können, als bei einem Topspiel im Max-Morlock-Stadion mein Startelfdebüt feiern zu können. Es war sehr schön und ich freue mich auf mehr.“
Erstaunlich abgeklärt
Es gibt wohl einfachere Konstellationen für ein Profi- und Startelfdebüt, aber Mandic wirkte, als hätte er bereits 50 Bundesligaspiele auf dem Buckel: „Der Trainer hat mir zwei Tage vor dem Spiel gesagt, dass ich sehr wahrscheinlich gegen Bielefeld von Beginn an spielen werde. Da gingen mir dann schon ein paar Dinge durch den Kopf. Ich war auch ein bisschen nervös, aber die Vorfreude war größer“, lässt der Defensivspieler in sein Inneres blicken. Zwar konnte er in der Nacht vor dem Spiel gut schlafen, aber „als ich am Spieltag noch einen Mittagsschlaf machen wollte, habe ich kein Auge zu bekommen“, so Kristian.
„Ich bin noch einmal jede Szene durchgegangen und wollte möglichst keinen Fehler machen. Als ich dann mit der Legende im Hintergrund ins Stadion gelaufen bin, wollte ich einfach nur, dass es losgeht“, beschreibt er seine Gefühle kurz vor Anpfiff. Danach überzeugte der 18-Jährige, machte kaum einen Fehler und holte sich auch noch ein Sonderlob vom Coach ab: „Das Vertrauen des Trainerteams ist sicherlich ein Grund dafür. Miro hat mir auch schon vor meinem Elfer Mut zugesprochen. Und die Ruhe am Ball ist sowieso eine meiner Qualitäten“, lautet die Erklärung des Jungendnationalspielers Kroatiens für seine gelungene Leistung.
Seine ersten Profiminuten lösten bei ihm natürlich Hunger auf mehr aus. Doch der 18-Jährige weiß auch um seine Rolle innerhalb der Mannschaft: „Ich bin mir bewusst, dass wenn Fynn Otto zurückkommt, er wahrscheinlich wieder spielen wird. Auch er hat bislang sehr gute Leistungen gezeigt. Ich sehe es aber dennoch als offenen Konkurrenzkampf, gebe weiterhin 100 Prozent und warte auf meine nächste Chance.“ Das Mindset zeigt, dass sich bei der Klose-Elf niemand zurücklehnen kann und - wovon schlussendlich alle profitieren.