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Profis Freitag, 06.04.2018

Kapitän auf Rekordjagd: Der zweistellige Behrens

Foto: Sportfoto Zink

In Dresden erzielte Hanno Behrens sein zehntes Saisontor, der Kapitän feilt an einer persönlichen Rekordsaison.

Ein weit aufgerissener Mund, die Arme links und rechts - ähnlich wie ein Skispringer gerade nach unten gestreckt: den klassischen Hanno-Behrens-Jubel bekamen die Club-Fans auch am vergangenen Wochenende zu sehen. Rar ist dieses Erlebnis speziell in dieser Saison allerdings nicht, denn der Kapitän des 1. FC Nürnberg erzielte beim Auswärtsspiel in Dresden bereits sein zehntes Saisontor. Eine Torausbeute im zweistelligen Bereich – das gelang dem 28-Jährigen noch nie, zumal auch noch sechs Partien zu absolvieren sind.

Wieso Behrens vor allem in dieser Spielzeit als Torjäger aufblüht? „Torgefährlich war ich schon immer. Jetzt kommt mir aber entgegen, dass ich noch einen Tick offensiver spielen darf, oft auch direkt hinter den Spitzen“, erklärt der gebürtige Elmshorner. Auffällig: Fast die Hälfte seiner Tore (vier) erzielte Behrens mit dem Kopf. Somit ist der Club-Kapitän gemeinsam mit Sebastian Andersson vom 1. FC Kaiserslautern und Marco Grüttner der kopfballstärkste Spieler der Liga. „Das Kopfballspiel lag mir schon immer ganz gut, gerade bei Flanken habe ich eine gewisse Präsenz“, sagt Behrens.

Marktwert erhöht

Dass gerade Behrens als zentraler Mittelfeldspieler, der von Coach Michael Köllner auch Defensivaufgaben mit auf den Weg bekommt, nun eine solche Torausbeute vorweisen kann, ist in der Zweiten Bundesliga eine Seltenheit. Mit Daniel Gunkel gelang das einem Spieler letztmals 2007/08. Der damalige Mainzer kam zum selben Zeitpunkt ebenfalls auf zehn Treffer. Mittelfeldspieler wie Damir Kreilach, Kerem Demirbay, Torsten Mattuschka und Ronny erzielten in den folgenden Jahren zwar ebenfalls Tore im zweistelligen Bereich, bekleideten allerdings auch offensivere Positionen.

Die guten Leistungen des Spielführers blieben nicht unentdeckt, erst kürzlich erhöhte transfermarkt.de Behrens‘ Marktwert um 500.000 auf zwei Millionen Euro. „Das freut mich natürlich. Ich schaue zwar nur selten mal rein, aber es interessiert einen schon, was da so steht“, verrät Behrens, der nicht nur torgefährlichster Mittelfeldspieler der Liga ist, sondern gleichzeitig auch der laufstärkste Akteur des gesamten Unterhauses. Nach 28 Partien ist der gebürtige Elmshorner der einzige Zweitliga-Profi, der bereits über 330 Kilometer abgespult hat.

Heidenheim "mit Rücken zur Wand"

Sechs Spiele bleiben Behrens nun noch, um seine persönliche Rekordsaison zu vergolden. Im anstehenden Heimspiel gegen Heidenheim soll dafür der Grundstein gelegt werden. „Es wird definitiv eine harte Aufgabe, auch weil Heidenheim mit dem Rücken zur Wand stehen." Doch harte Aufgabe hat der Club in dieser Saison schon einige gemeistert - auch, dank Hanno Behrens.