Juniorinnen: Lehrgeld und Lichtblicke
Während die U19 beim WiMa-Cup trotz spielerischer Überlegenheit leer ausging, bewiesen U17 und U16 Zweikampfhärte im Gewitterregen und Comeback-Mentalität nach Rückstand.
U19:
Ingolstadt II – 1. FC Nürnberg 1:1
SV Leerstetten – 1. FC Nürnberg 2:0
SV Weinberg II – 1. FC Nürnberg 1:0
Beim WiMa-Cup war die U19 über weite Strecken das spielbestimmende Team – am Ende reichte es dennoch für keinen Sieg. Gegen Ingolstadt II ging die Mannschaft von Hobitz in der 37. Minute durch Geiß nach Vorarbeit von Sandbichler in Führung, ehe Ingolstadt nur drei Minuten später und praktisch mit dem Schlusspfiff aus einer Ecke zum 1:1 traf – die einzige nennenswerte Chance der Gastgeberinnen an diesem Tag.
Im zweiten Spiel gegen ein tiefstehendes Leerstetten fand der Club offensiv kaum Mittel gegen die kompakte Defensive. Der Nackenschlag folgte mit dem Schlusspfiff: ein Distanzschuss aus 25 Metern besiegelte das 0:1. Im abschließenden Platzierungsspiel gegen Weinberg II geriet die Mannschaft nach einem lang getretenen Freistoß in der 18. Minute erneut in Rückstand. Zwar erhöhte der Club danach den Druck, doch außer einem Lattentreffer von Januzi blieb der Offensive der letzte Zug zum Tor verwehrt.
Hobitz zieht ein kritisches Fazit: „Uns fehlte über alle drei Spiele hinweg komplett die Intensität und auch die Gier, Tore zu erzielen. Wenn diese Tugenden fehlen, kommen wir nicht an unser Leistungslimit." Fußballerisch habe die Mannschaft über weite Strecken durchaus überzeugt – vom Gesamtauftritt aber nicht. Die klare Botschaft für die kommenden Trainingswochen: Ballbesitz allein entscheidet keine Spiele.
U17:
Ein Ergebnis, das die eigentliche Leistung nicht widerspiegelt: Pünktlich zum Anpfiff des Testspiels gegen die eine Altersklasse ältere B-Jugend aus Wendelstein setzten Regen und Gewitter ein – und blieben über die gesamte Spieldauer Begleiter. Trotz der körperlichen Überlegenheit des Gegners stand die U17 defensiv über weite Strecken stabil und ließ wenig zu.
Die erste Wendelsteiner Großchance saß: In der 10. Minute lief der Stürmer allein auf Torhüterin Lopitzsch zu und traf zum 1:0. Der Club blieb dennoch im Spiel. Kilger setzte Stephan in Szene, deren Pass Resatsch nur knapp verpasste (13.), wenig später scheiterte De Michael nach einem Solo am Wendelsteiner Torhüter (24.). Lopitzsch parierte mehrfach stark, ehe das 2:0 in der 36. Minute fiel. Die größte Nürnberger Möglichkeit zum Anschluss hatte erneut Resatsch, die das Tor kurz vor der Pause knapp verfehlte.
Im zweiten Durchgang verschärfte sich das Unwetter weiter – die Mannschaft ließ sich davon unbeeindruckt. Die Piskol-Elf fand gute Lösungen im Spielaufbau und erspielte sich wiederholt Ballgewinne im Mittelfeldpressing. Das 3:0 nach einem Abpraller aus der Distanz verhinderte das nicht, und nachdem das Spiel wegen des Gewitters kurz unterbrochen werden musste, fielen auf dem kaum noch bespielbaren Platz zwei weitere Wendelsteiner Tore. Resatsch hatte in der Schlussphase noch die beste Chance zum Anschlusstreffer, ihr Schuss nach abgefangenem Rückpass wurde jedoch auf der Linie geklärt (80.).
„Der Sieg für Wendelstein geht vollkommen in Ordnung, dennoch bin ich mit unserer gezeigten Leistung zufrieden", resümiert Piskol. Gegen einen körperlich überlegenen, gleichaltrigen Gegner habe seine Mannschaft die Zweikampfhärte gut angenommen: „Unser Spielaufbau war über weite Strecken gut, im Mittelfeldpressing konnten wir schon gute Fortschritte erzielen und unsere Intensität war über weite Strecken hoch."
U16:
Gegen die tiefstehende U17 von Weinberg bestimmte die Mettner-Elf im dritten Vorbereitungsspiel über weite Strecken das Geschehen. Der letzte Pass fehlte zu oft, sodass der Club immer wieder auf Distanzschüsse auswich, statt klare Chancen herauszuspielen. Prompt fiel der Rückstand: Nach einer Ecke lenkte die Defensive den Ball in der 20. Minute ins eigene Tor.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Muster zunächst gleich – viel Ballbesitz, aber keine Lücke in der kompakten Weinberger Abwehr. Erst in der Schlussphase erhöhte die Mannschaft den Druck spürbar: In der 72. Minute zog Reck aus der Distanz ab, die Torhüterin konnte den Ball nur nach vorne abwehren, und Held staubte zum verdienten Ausgleich ab. Zehn Minuten später belohnte sich der Club für den Glauben an den Sieg: Boßer setzte sich auf der Außenbahn durch, ihre Flanke verwertete von Eyb zum 2:1-Siegtreffer.
„Mit der Art und Weise, wie wir unsere Torchancen herausgespielt und verwertet haben, können wir noch nicht zufrieden sein", so Mettner. „Gleichzeitig freut es uns, dass die Mannschaft erneut Moral bewiesen und gezeigt hat, dass sie Spiele auch nach einem Rückstand noch drehen kann, wenn sie bis zum Schluss konsequent an sich glaubt." Diese Mentalität nehme man mit in die kommenden Wochen.
Nach dem Abpfiff stand für die neu zusammengestellte U16 das erste gemeinsame Teamevent an: Auf dem Dutzendteich ging es mit dem Tretboot aufs Wasser.