Juniorinnen kompakt: U19 holt Big Points in Forstern
Während die U19 drei Punkte gegen den Tabellenzweiten holt, müssen sich die U17 und U16 an diesem Wochenende ohne zählbares begnügen.
- U19: Big Points in Forstern
Die feierte beim FC Forstern einen verdienten 4:2-Auswärtssieg und zeigte dabei vor allem in der Anfangsphase eine äußerst effiziente Vorstellung. Die Mannschaft von Trainer Joschka Hobitz erwischte einen optimalen Start in die Partie und setzte den Gegner früh unter Druck. Bereits mit der ersten Chance gingen die Club-Juniorinnen in Führung: Graupner eroberte im Mittelfeld den Ball, erkannte die weit vor dem Tor positionierte Torhüterin und traf aus rund 25 Metern sehenswert zum 1:0 (7.). Nur wenig später hatte Deuber die nächste Möglichkeit, verfehlte das Tor jedoch knapp (9.). Der FCN blieb am Drücker, überzeugte mit aggressivem Pressing und stellte Forstern immer wieder vor Probleme. Eine weitere Chance von Büttner wurde geblockt (10.), ehe Deuber nach schöner Kombination über Wedler und Schuster eiskalt zum 2:0 abschloss (14.). Die Nürnbergerinnen spielten sich nun in einen Rausch: Nach einer Flanke von Geiß fasste sich Egloff aus rund 16 Metern ein Herz und erhöhte auf 3:0 (21.). Bis zu diesem Zeitpunkt zeigte sich der Club äußerst effizient und nutzte seine Möglichkeiten konsequent. In der Folge ließ man jedoch weitere gute Chancen liegen: Graupner scheiterte im Eins-gegen-eins an der Torhüterin (37.), ein Abschluss von Wedler wurde geblockt (38.) und kurz vor der Pause vergab erneut Graupner eine weitere große Gelegenheit (45).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FCN zunächst gefährlich, doch Deuber scheiterte erneut im Eins-gegen-eins (53.). In der Folge erhöhte Forstern den Druck, agierte aggressiver im Pressing und zwang den Club zu Fehlern im Spielaufbau. Büttner versuchte es noch einmal aus der Distanz, setzte den Ball jedoch über das Tor (58.). Dann folgte eine schwierige Phase für die Club-Juniorinnen: Nach einem Lattentreffer verwertete Forstern den Abpraller zum 1:3 (65.). Direkt nach dem Anstoß verlor der FCN den Ball im Aufbau, ein schneller Angriff der Gastgeberinnen führte unmittelbar zum Anschlusstreffer – nur noch 2:3 (66.). Der Doppelschlag brachte die Hobitz-Elf kurzzeitig aus dem Konzept, Forstern übernahm die Kontrolle und drängte auf den Ausgleich. Die höchste Ausbildungsmannschaft der ClubFrauen reagierte jedoch und stabilisierte sich wieder. In der 78. Minute sorgte schließlich Wedler mit einer starken Aktion für die Vorentscheidung: Nach einem Ballgewinn von Lechner bediente sie Egloff mit einem präzisen Diagonalball. Egloff scheiterte zunächst an der Torhüterin, reagierte jedoch am schnellsten und verwandelte den Nachschuss zum 4:2 (78.). In der Schlussphase agierte der Club deutlich souveräner, ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen und nahm so Tempo aus dem Spiel. Forstern verlor zunehmend den Glauben an ein Comeback, sodass die Nürnbergerinnen den Vorsprung kontrolliert über die Zeit brachten.
Trainer Joschka Hobitz zeigte sich nach der Partie zufrieden und ordnete den Auftritt ein: „Ich glaube, wir haben das Spiel verdient gewonnen. Wir haben am Anfang ein richtiges Feuerwerk abgebrannt, was uns eine gewisse Sicherheit verschafft hat. Besonders die Effizienz in der ersten halben Stunde macht mich glücklich. Natürlich dürfen wir nach dem ersten Gegentor nicht so auseinanderfallen – da müssen wir noch cleverer werden. Nach dem 4:2 hat die Mannschaft aber wieder geschlossen agiert und das Spiel souverän beendet. Insgesamt war das ein guter Schritt in die richtige Richtung.“
- U17: Gebrauchtes Wochenende
Die U17 musste innerhalb weniger Tage zwei Niederlagen hinnehmen. Nach dem 0:2 beim BSC Woffenbach folgte auch im Auswärtsspiel bei der FG Rothsee Süd eine deutliche 0:6-Niederlage.
Im Spiel in Woffenbach erwischte die Mannschaft von Trainer Dominik Piskol keinen guten Start. Bereits früh nutzten die Gastgeberinnen eine Unachtsamkeit im Mittelfeld zur Führung (5.). In der Folge übernahm der FCN zwar mehr Ballbesitz, tat sich jedoch schwer, daraus klare Torchancen zu entwickeln. Woffenbach blieb über Umschaltmomente gefährlich, während Zapf mit einer starken Parade den Rückstand zunächst festhielt (18.). Auf der anderen Seite hatten Sandbichler und Eisfeld Möglichkeiten auf den Ausgleich (22., 31.), konnten diese jedoch nicht nutzen.
Auch im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Club-Juniorinnen hatten mehr Spielanteile, blieben jedoch offensiv zu ungefährlich. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld und fehlendem Zugriff im Gegenpressing fiel die Vorentscheidung zum 0:2 (50.). Trotz einer offensiveren Ausrichtung in der Schlussphase gelang es nicht mehr, das Spiel zu drehen. Trainer Dominik Piskol fasste die Partie anschließend treffend zusammen: „Wir konnten heute leider nicht die nötige Intensität in unser Spiel bringen und hatten im eigenen Ballbesitz zu viele individuelle Fehler, die unser Spiel erschwert haben. Deshalb geht das Ergebnis absolut in Ordnung, obwohl deutlich mehr drin gewesen wäre.“
Nur zwei Tage später bot sich der Piskol-Elf bei der FG Rothsee Süd die Gelegenheit zur direkten Reaktion – diese blieb jedoch aus. Zwar kamen die Nürnbergerinnen zunächst ordentlich in die Partie und hatten mehr Ballbesitz, ohne dabei jedoch zwingend gefährlich zu werden. Die Gastgeberinnen agierten aus einer kompakten Defensive heraus und nutzten ihre Umschaltmomente konsequent. Bereits früh wurden zwei Fehler im Nürnberger Spielaufbau eiskalt bestraft – das 0:1 (7.) und 0:2 (11.). Der frühe Rückstand hinterließ Spuren: Der FCN verlor zunehmend den Zugriff auf die Partie, agierte zu ungenau im Ballbesitz und brachte nicht die notwendige Zweikampfhärte auf den Platz. Rothsee nutzte diese Phase konsequent und erhöhte noch vor der Pause deutlich auf 0:5 (24., 26., 35.).
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zumindest eine leichte Steigerung im Nürnberger Spiel. Dennoch führte ein weiterer Ballverlust im Aufbau zum sechsten Gegentreffer (43.). In der Folge agierten die Club-Juniorinnen mutiger und stabiler, ohne sich jedoch zwingend zu belohnen. Die beste Möglichkeit hatte Eichinger, die das Tor nur knapp verfehlte (50.).
Trainer Dominik Piskol ordnete auch diese Partie klar ein: „Wir konnten heute nur sehr selten die nötige Intensität und Härte ins Spiel bringen, um gegen einen physisch starken Gegner zu bestehen. Außerdem waren wir mit Ball heute nicht gut. Zu oft waren wir zu ungenau und zu hektisch, ließen gegen den Ball aber auch Aggressivität und Willen vermissen. Positiv ist, dass wir uns im zweiten Durchgang steigern konnten. Insgesamt waren wir heute jedoch zu weit von unserem eigenen Leistungslimit entfernt. Jetzt gilt es, das Spiel schnell abzuhaken und im nächsten Spiel wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.“
- U16: Testspielniederlage
Die U16-Juniorinnen mussten sich in einem intensiven Spiel den VFL Nürnberg deutlich mit 1:6 geschlagen geben, sammelten dabei jedoch wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung.
Die Mannschaft von Trainerin Sera Mettner traf auf einen Gegner, der durch ältere Spieler verstärkt war und sowohl körperlich als auch im Tempo Vorteile hatte. Entsprechend schwer fanden die Club-Juniorinnen zunächst in die Partie, gingen jedoch überraschend in Führung: Nach einem starken Steckpass von Kilger hob Helena von Eyb den Ball sehenswert über den Torhüter zum 1:0 (17.). Die Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Durch die hochstehende Defensivlinie entstanden immer wieder Laufduelle, die aufgrund der körperlichen Unterschiede nur schwer zu verteidigen waren. So fiel auch der Ausgleich, als ein gegnerischer Spieler nach einem tiefen Ball frei vor dem Tor zum Abschluss kam (19.). In der Folge blieb der FCN zwar bemüht, das Spiel über Ballbesitz zu kontrollieren, verlor jedoch zu häufig den Ball und wurde immer wieder zu intensiven Defensivaktionen gezwungen. Noch vor der Pause drehten die Gastgeber die Partie mit zwei weiteren Treffern (28., 29.) und gingen mit einer 3:1-Führung in die Halbzeit.
Auch im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild: Zu viele Ungenauigkeiten im Ballbesitz führten zu Ballverlusten und weiteren Gegentoren (51., 66., 69.). Offensiv kamen die Nürnbergerinnen dennoch vereinzelt zu Chancen – unter anderem durch Mannel über die Außenbahn sowie Knoll nach einem Durchbruch (64.) –, konnten diese jedoch nicht konsequent nutzen. Trainerin Sera Mettner fasste die Partie anschließend treffend zusammen: „Das Ergebnis fällt insgesamt etwas zu hoch aus. Wir gehen an unsere Grenzen und versuchen alles, um Tore zu verhindern. Eine wichtige Erkenntnis aus dem Spiel ist, dass wir unsere Ballbesitzphasen genauer ausspielen müssen, um Kräfte zu sparen und nicht durch unnötige Ballverluste immer wieder in kräftezehrende Zweikämpfe gezwungen zu werden, die uns am Ende das Spiel kosten.“