Juniorinnen kompakt: Testspielsiege und Auswärtsniederlage
Die U19 musste sich in Ingolstadt geschlagen geben, U17 und U16 gewinnen ihre Testspiele. Die Spiele der Juniorinnen in der Übersicht:
- · U19: Bittere Niederlage gegen Ingolstadt II
Die höchste Ausbildungsmannschaft der ClubFrauen musste sich bei der Zweitvertretung des FC Ingolstadt mit 2:3 geschlagen geben und blieb damit erneut ohne Punkte gegen die Gastgeberinnen. Die Mannschaft von Trainer Joschka Hobitz erwischte dabei einen schlechten Start in die Partie.
Bereits nach wenigen Sekunden kamen die Schanzerinnen nach einem langen Ball zum ersten Abschluss, den die an diesem Tag stark aufgelegte Paschedag noch parieren konnte (1.). Doch nur kurze Zeit später fiel bereits der Rückstand: Nach einem weiteren Angriff konnte der Ball nicht konsequent geklärt werden, Paschedag hielt zunächst stark, war beim Nachschuss jedoch chancenlos – 0:1 (4.). Auch in der Folge hatte der Club große Probleme mit den langen Bällen der Gastgeberinnen, die immer wieder für Gefahr sorgten. Zwar kam Ingolstadt zu mehreren Abschlüssen, doch diese blieben zunächst ohne große Konsequenz. In der 29. Minute stimmte dann jedoch die Zuordnung im Pressing nicht, Ingolstadt brach über die rechte Seite durch und traf nach einem Pass in den Rückraum zum 0:2 (29.). Kurz darauf konnte Paschedag einen Distanzschuss noch stark parieren (32.), ehe die FCN-Juniorinnen zurück ins Spiel fanden: Nach einem hohen Ballgewinn im Pressing spielte Graupner den Ball in den Strafraum, wo Gryzwinska direkt abzog und den Anschlusstreffer erzielte (33.). Der Club war nun besser im Spiel und drängte auf den Ausgleich. Eine gute Möglichkeit hatte Egloff nach Zuspiel von Graupner, verfehlte jedoch knapp das Ziel (36.). Mit dem knappen Rückstand ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Hobitz-Elf stabiler gegen die langen Bälle, ließ insgesamt weniger zu und hatte das Spiel besser im Griff. Dennoch fiel das nächste Tor erneut für Ingolstadt: Nach einer Ecke stimmte die Zuordnung nicht, und per Kopf fiel das 1:3 (58.). Doch der Club zeigte Moral und antwortete prompt: Nach einem Ballverlust der Gastgeberinnen eroberte der FCN den Ball im Gegenpressing zurück, Wedler spielte auf Egloff, deren Flanke im langen Eck einschlug – der erneute Anschlusstreffer zum 2:3 (63.). In der Schlussphase erhöhte der Club nochmals den Druck, wechselte offensiv und kam zu zwei guten Möglichkeiten, konnte sich jedoch nicht mehr belohnen. Ingolstadt blieb über Konter zwar gefährlich, ohne jedoch entscheidend nachzulegen.
Am Ende stand eine enttäuschende Niederlage für die höchste Ausbildungsmannschaft der ClubFrauen. Trainer Joschka Hobitz sah vor allem Defizite im Spiel gegen den Ball, in dem es an Kompaktheit und klaren Abläufen fehlte. „Da wir vorm eigenen Tor eigentlich gut verteidigt haben und es auch für Ingolstadt kein wirkliches Chancenplus gab, hätte dieses Spiel auch gern Unentschieden ausgehen können. Wir haben es in beiden genannten Spielphasen nicht geschafft an unsere Leistungsgrenze zu kommen, was dann insgesamt nicht gereicht hat. Hier müssen wir unbedingt ansetzen und uns schnell Fortschritte erarbeiten“, so Hobitz.
- · U17: Kantersieg im Testspiel
Die U17-Juniorinnen feierten im Testspiel gegen den Chemnitzer FC einen deutlichen 7:0-Erfolg und wurden ihrer Favoritenrolle über weite Strecken gerecht. Die Mannschaft von Trainer Dominik Piskol war von Beginn an die klar tonangebende Mannschaft, auch wenn es zunächst noch an der nötigen Genauigkeit im Spiel mit Ball fehlte.
Den Torreigen eröffnete Ella Janzer, die sich stark im Eins-gegen-eins durchsetzte und aus rund 20 Metern sehenswert zur Führung traf (12.). Der Club blieb weiterhin dominant und erspielte sich konsequent Chancen gegen tief verteidigende Gäste. Janina Wunderlich wurde gut freigespielt und erhöhte auf 2:0 (15.), ehe Lucija Kelava nur wenig später das 3:0 nachlegte (19.). Auch danach ließ die Piskol-Elf nicht nach: Nach einer Ecke legte Kelava quer auf Clara Pfleger, die nur noch zum 4:0 einschieben musste (30.). Noch vor der Pause schraubte Kelava das Ergebnis weiter in die Höhe und stellte mit zwei weiteren Treffern auf 5:0 (33.) und 6:0 (40.), womit sie einen Hattrick schnürte.
Auch im zweiten Durchgang blieb der FCN spielbestimmend und kam zu zahlreichen weiteren Möglichkeiten, ließ jedoch mehrfach die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen (47., 54., 55., 60., 66.). Auf der anderen Seite kamen die Gäste aus Chemnitz vereinzelt zu Chancen, doch Torhüterin Zapf war jeweils zur Stelle und verhinderte den Gegentreffer stark (58., 63.). Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Wunderlich, die aus der Distanz abzog und zum 7:0-Endstand traf (70.).
Trotz des klaren Ergebnisses fiel das Fazit von Trainer Dominik Piskol durchaus kritisch aus: „Wir gewinnen das Testspiel verdientermaßen, müssen aber auch einen kritischen Blick auf unsere Leistung werfen. Über weite Strecken fehlte Genauigkeit, Leidenschaft und Intensität in unserem Spiel. Diese Punkte werden wir mitnehmen, aufarbeiten und im nächsten Spiel besser machen.“
- · U16: Testspielsieg gegen Stuttgart
Die Mannschaft von Trainerin Sera Mettner überzeugten im Testspiel gegen den VfB Stuttgart mit einem 4:1-Erfolg, auch wenn der Start in die Partie alles andere als optimal verlief. Die U16-Juniorinnen taten sich zunächst schwer mit den ungewohnten Bedingungen auf engem Platz und luden den Gegner durch Fehler im Spielaufbau immer wieder zu Chancen ein.
So fiel auch der frühe Rückstand: Nach einem nicht konsequent verteidigten hohen Ball landete der Abpraller bei einer freien Stuttgarterin, die nur noch einschieben musste. In der Folge übernahmen die Club-Juniorinnen jedoch zunehmend die Kontrolle, hatten viel Ballbesitz und fanden immer bessere Lösungen im Aufbau. Mitte der ersten Halbzeit gelang schließlich der verdiente Ausgleich: Helena von Eyb setzte sich stark im Eins-gegen-eins durch und traf zum 1:1. Der FCN wurde nun immer dominanter und belohnte sich wenig später erneut: Mylana Kovtun eroberte den Ball im Strafraum und verwandelte mit einem kraftvollen Abschluss zur 2:1-Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Nürnbergerinnen das Spielgeschehen und ließen den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen, während sich Stuttgart weitgehend zurückzog. Nach einem Dribbling von Svenja Mannel in den Strafraum wurde sie gefoult – den fälligen Elfmeter verwandelte erneut Helena von Eyb souverän zum 3:1. Den Schlusspunkt setzte schließlich Fabienne Knoll: Nach einem Abpraller reagierte Kovtun schnell, legte quer und Knoll schob sicher zum 4:1-Endstand ein.
Insgesamt zeigte sich die Trainerin Mettner vor allem mit der Chancenverwertung ihrer Mannschaft sehr zufrieden: „Wir hätten uns noch mehr Möglichkeiten erspielen können, waren aber aufgrund des engen Platzes etwas vorsichtiger im Spiel nach vorne. Trotzdem ließen wir den Ball am Ende gut in den eigenen Reihen laufen, sodass Stuttgart kaum noch ins Spiel kam. Ein guter Vergleich gegen einen ambitionierten Gegner.“