Juniorinnen Kompakt: Keine Punkte für die Club-Juniorinnen
Alle drei Juniorinnen-Teams waren am vergangenen Wochenende im Einsatz – mussten aber im kollektiv alle eine Niederlage verbuchen. Die U19 musste sich Aufstiegskandidat Forstern geschlagen geben, während die U17 gegen Tabellennachbarn Weißenburg verlor. Auch die U16 konnte keine Punkte sammeln und verlor auswärts gegen den TSV Johannis 83/ASV Buchenbühl.
- · U19: Später Punktverlust gegen FC Forstern
Beim Heimspiel gegen Aufstiegskandidat FC Forstern musste die Mannschaft von Cheftrainer Joschka Hobitz eine bittere Niederlage hinnehmen. Die U19-Juniorinnen erwischten einen starken Start in die Partie und setzten früh das erste Ausrufezeichen. Bereits in den ersten zehn Minuten kam die Hobitz-Elf zweimal zum Abschluss. Schon nach 90 Sekunden verzeichnete Wedler den ersten Abschluss. Auch in der 6. Minute erarbeiteten sich die Nürnbergerinnen erneut eine gute Möglichkeit. Der frühe Druck zahlte sich schließlich aus: In der 14. Minute setzte sich Turi mit einem starken Solo durch, scheiterte zunächst noch im Eins-gegen-eins an der Torhüterin. Graupner reagierte jedoch am schnellsten und schob den Abpraller souverän zum 1:0 für den FCN ein. Auch in der Folge blieb die Hobitz-Elf spielbestimmend und hielt sich immer wieder im letzten Drittel auf. Nach rund 20 Minuten belohnten sich die Clubberinnen erneut: Nach einem Querpass von Deuber zog Graupner entschlossen ab und traf humorlos rechts oben in den Winkel zum 2:0. Mit der Führung im Rücken spielte der Club befreit auf. Bis zur 35. Minute hatten die Nürnbergerinnen das Spiel weitgehend im Griff, ehe eine kurze Unaufmerksamkeit auf der Außenbahn bestraft wurde. Eine Flanke segelte in den Strafraum, wo die gegnerische Stürmerin frei zum Kopfball kam und zum 2:1 verkürzte. Trotz des Gegentreffers blieb der FCN stabil und kam weiterhin über gute Umschaltsituationen zu Offensivaktionen. Mit dem Stand von 2:1 für den Club gingen die Juniorinnen schließlich in die Halbzeitpause.
Auch im zweiten Durchgang dauerte es nicht lange bis zur nächsten gefährlichen Szene. In der 52. Minute setzte Stachowski Grzywinska stark in Szene. Die Angreiferin blieb im Eins-gegen-eins vor der Torhüterin nervenstark und stellte auf 3:1 für die Nürnbergerinnen (52.). Doch nur drei Minuten später gelang Forstern nach einem Ballverlust im Nürnberger Spielaufbau der Anschlusstreffer. Ein schneller Konter führte zum 3:2 (55.). Nach einer Verwirrung um eine Schiedsrichterentscheidung musste die Hobitz-Elf schließlich den Ausgleich hinnehmen. Nach einem Einwurf für Forstern ertönte die Pfeife der Schiedsrichterin, weshalb die Club-Juniorinnen das Weiterspielen einstellten – im Gegensatz zu den Gästen. Eine Gegenspielerin zog aus rund 30 Metern einfach ab und traf in den rechten oberen Winkel des FCN-Tores (69.).
Danach verlor das Nürnberger Spiel zunehmend an Struktur. Individuelle Fehler gegen den Ball häuften sich – zum Vorteil der Gegnerinnen. Nach einem Stellungsfehler in der Defensive konnte eine gegnerische Stürmerin frei auf das Tor zulaufen und ließ Geuder im FCN-Tor keine Chance – 3:4 in der 75. Minute. In der Schlussphase setzte der Club alles auf eine Karte und ging zunehmend mehr Risiko. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit bot sich dem FCN die große Chance auf den Ausgleich: Nach einem Freistoß von Graupner kam Deuber zum Abschluss, traf jedoch nur den Pfosten (85.). Rund drei Minuten später machten die Gäste den Sack zu. Nach einem Ballgewinn startete eine Spielerin einen starken Alleingang und erzielte das 3:5 (88.). Trotz des Zwei-Tore-Rückstands gaben sich die Clubberinnen nicht auf und arbeiteten bis zum Schlusspfiff weiter an einer Ergebniskorrektur – am Ende jedoch ohne Erfolg.
Trotz der Niederlage sah Cheftrainer Joschka Hobitz auch positive Aspekte im Auftritt seiner Mannschaft: „Insgesamt war der mannschaftliche Auftritt unseres Teams durchaus zufriedenstellend. Wir hatten eine geschlossene Teamleistung und insgesamt eine hohe Intensität in allen Spielphasen.“ Dennoch ärgerte sich der Trainer über den Spielverlauf: „Wir verlieren dieses Spiel am Ende durch individuelle Fehler, die wir ansprechen und abstellen müssen. Hier war heute mehr drin und wir hätten dieses Spiel gewinnen können – eigentlich sollten auch drei Tore für einen Sieg reichen.“ Gleichzeitig zeigte sich Hobitz überzeugt davon, dass seine Mannschaft aus der Partie lernen wird: „Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft aus diesen Aktionen lernen wird und uns so etwas in dieser Saison kein zweites Mal passiert. Wir konnten auch hier wieder zeigen, dass wir trotz unseres jungen Alters voll konkurrenzfähig sind. Am Ende fehlt vielleicht etwas Erfahrung, um so ein Spiel dann auch ins Ziel zu bringen.“
- · U17: Kelava Tor reicht nicht zum Sieg
Beim Heimspiel gegen den TSV Weißenburg erwischte die Mannschaft von Cheftrainer Dominik Piskol keinen guten Start in die Partie. In den Zweikämpfen fehlte zunächst die nötige Intensität, zudem gab der FCN den Ball zu schnell wieder her und setzte die gegnerischen Ballführenden zu selten unter Druck. Nach einem Fehler im Nürnberger Spielaufbau gingen die Gäste folgerichtig in Führung (12.). Nach dem Gegentreffer fanden die Clubberinnen jedoch deutlich besser in die Begegnung. Die Zweikämpfe wurden intensiver geführt, das Pressing kompakter gestaltet und auch im Ballbesitz trat die Mannschaft mutiger auf. Der Aufschwung zahlte sich schließlich in der 26. Minute aus: Nach einem Freistoß von Wunderlich reagierte Kelava am schnellsten und traf im Nachsetzen zum verdienten 1:1-Ausgleich (26.). In der Folge blieb der Club gut im Spiel, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten jedoch Mangelware.
Auch nach dem Wiederanpfiff zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild wie zu Beginn der ersten Hälfte. Die Nürnbergerinnen benötigten einige Minuten, um wieder in ihren Rhythmus zu finden, und hatten Glück, dass eine gute Möglichkeit der Gäste ungenutzt blieb (38.). Anschließend übernahm der FCN zunehmend die Kontrolle und erspielte sich mehrere gute Gelegenheiten zur Führung. Nach starken Umschaltmomenten kamen Eisfeld gleich zweimal sowie Kelava einmal zum Abschluss, konnten ihre Chancen jedoch nicht verwerten (41., 48., 57.). In der 63. Minute erarbeitete sich Weißenburg schließlich eine Ecke, die zur erneuten Führung der Gäste führte. Der gegnerische Stürmer stieg am höchsten und köpfte zum 1:2 ein (63.). Nach diesem Rückschlag versuchten die Nürnbergerinnen noch einmal alles, um zum Ausgleich zu kommen, blieben in der Schlussphase jedoch ohne den erhofften Torerfolg.
Trotz der knappen Niederlage zeigte sich Cheftrainer Dominik Piskol nach der Partie zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Die Mannschaft hat sich mit der gezeigten Leistung ein besseres Ergebnis verdient, das sollte heute aber nicht sein.“ Gleichzeitig hob der Trainer die Entwicklung seines Teams hervor: „Im Vergleich zum Hinspiel haben wir sowohl mit als auch gegen den Ball einen guten Schritt nach vorne gemacht. Wir sind mannschaftlich geschlossen aufgetreten und wollen diesen Weg gemeinsam weitergehen.“
- · U16: Bittere Niederlage gegen Johannis/Buchenbühl
Beim Auswärtsspiel beim TSV Johannis 83/ASV Buchenbühl mussten sich die U16-Juniorinnen trotz einer starken zweiten Halbzeit knapp geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainerin Sera Mettner traf – wie erwartet – auf körperlich überlegene und ältere Gegner, die vor allem in den Zweikämpfen immer wieder Vorteile hatten. Gerade in der Anfangsphase hatten die Nürnbergerinnen Probleme, in die Duelle zu kommen. Durch die körperlichen Vorteile der Gastgeber waren die Clubberinnen häufig einen Schritt zu spät. Zwar dominierte der FCN mit Ball über weite Strecken das Spiel, wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor kamen die Gäste zunächst jedoch kaum. In der 20. Minute nutzten die Gastgeber eine Einzelaktion zur Führung: Ein gegnerischer Spieler setzte sich stark durch, dribbelte sich durch mehrere FCN-Spielerinnen und traf zum 1:0 (20.). Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag für die Clubberinnen. Nach einem unglücklichen Foul am Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Freistoß. Der Ball landete zunächst an der Latte, den Abpraller verwandelten die Gastgeber zum 2:0-Pausenstand (35.).
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Nürnbergerinnen deutlich griffiger in den Zweikämpfen und erhöhten spürbar den Druck. Immer wieder kombinierten sich die Mettner-Elf gut durch die gegnerischen Reihen und erspielten sich nun auch klare Torchancen. Mehrfach kam Mara Rüger frei vor dem Tor zum Abschluss, konnte den Ball jedoch zunächst nicht im Netz unterbringen. In der 70. Minute fiel schließlich der verdiente Anschlusstreffer: Nach einer Ecke fasste sich Svenja Mannel aus der Distanz ein Herz und traf zum 2:1. Die Partie kippte nun zunehmend zugunsten des FCN. Die Nürnbergerinnen drängten auf den Ausgleich und erspielten sich weitere gute Möglichkeiten. Erneut kam Mara Rüger frei zum Abschluss, scheiterte jedoch am gegnerischen Torhüter.
In der Schlussminute bot sich dem Club schließlich die große Chance auf den Ausgleich. Helena von Eyb lief allein auf das Tor zu und wurde am beziehungsweise im Strafraum zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter entschied zunächst auf Freistoß. Von Eyb verwandelte diesen stark, doch ein Feldspieler der Gastgeber wehrte den Ball auf der Linie mit der Hand ab. Die Folge: Strafstoß für den FCN. Der fällige Elfmeter konnte jedoch nicht verwandelt werden, sodass es beim 2:1 für Johannis/Buchenbühl blieb.
Damit mussten die Clubberinnen trotz einer engagierten zweiten Halbzeit ohne Punkte die Heimreise antreten – ein Ergebnis, das sich nach dem Spielverlauf besonders bitter anfühlte.