Juniorinnen: Erfolgreicher Abschluss des Trainingslagers
Mit einem 7:2-Erfolg gegen den SV Neusorg hat die Mannschaft von Trainer Joschka Hobitz das fünftägige Trainingslager erfolgreich abgeschlossen. Nach einem zähen Start steigerte sich die Hobitz-Elf im Spielverlauf deutlich und sorgte insbesondere in der zweiten Halbzeit für klare Verhältnisse.
Die Belastung der vergangenen Tage war den Nachwuchscluberinnen zu Beginn deutlich anzumerken. Nach fünf intensiven Tagen im Trainingslager fehlten zunächst Spritzigkeit und Kreativität. Zwar hatte die Mannschaft deutlich mehr Ballbesitz, fand im letzten Drittel aber noch zu selten die richtigen Lösungen. Die erste nennenswerte Chance hatte Büttner nach einem Zuspiel von Anna Schuster in der 12. Minute, setzte ihren Abschluss jedoch über das Tor. In der 22. Minute ging Neusorg schließlich in Führung. Nach einem Foul vor dem Strafraum verwandelten die Gäste den anschließenden Freistoß zum 0:1. Mit zunehmender Spieldauer fand die Hobitz-Elf besser in die Partie. Anna Schuster bediente Haug in der Box, deren Abschluss knapp am Tor vorbeiging. In der 39. Minute fiel dann der verdiente Ausgleich: Wollmershäuser spielte einen starken Diagonalball auf Leni Schuster, die den Ball mit dem ersten Kontakt quer auf Anna Schuster legte. Diese musste nur noch zum 1:1 einschieben. Nur wenige Minuten später drehte die Mannschaft die Partie komplett. Haupeltshofer schickte Haug in die Tiefe, die sich im Eins-gegen-eins gegen ihre Gegenspielerin durchsetzte und trocken zur 2:1-Führung abschloss. Mit dem Pausenpfiff legten die Clubererinnen sogar noch einmal nach. Haupeltshofer schickte Anna Schuster in die Tiefe, die frei vor der Torhüterin auftauchte, jedoch die besser postierte Büttner sah. Diese musste nur noch zum 3:1 einschieben.
Zur Pause wurde kräftig gewechselt. Neun Spielerinnen kamen neu in die Partie, wodurch die Nachwuchscluberinnen erneut einige Minuten benötigten, um ihren Rhythmus zu finden. Neusorg nutzte dies und verkürzte in der 49. Minute nach einem Stellungsfehler auf der letzten Linie auf 2:3. Anschließend nahm die Hobitz-Elf jedoch wieder Fahrt auf und entwickelte zunehmend Druck. Ab der 60. Minute folgte eine regelrechte Chancenserie. Lippiotta scheiterte zunächst im Eins-gegen-eins an der Torhüterin. Kurz darauf eroberte Rupp den Ball auf der Außenbahn und bediente Hizli, die quer auf Schnappinger legte. Aus rund 18 Metern traf Schnappinger sehenswert in den Winkel und stellte auf 4:2. In der 67. Minute erhöhte Lippiotta nach einem Steckpass von Hizli im Eins-gegen-eins auf 5:2. Vier Minuten später wurde Rupp im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt. Schnappinger übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 6:2. Den Schlusspunkt setzte schließlich Lippiotta. Nach einer Ecke der Gäste landete der Ball bei Rupp, die quer auf Sandbichler spielte. Diese schickte Lippiotta in die Tiefe, die die Torhüterin umkurvte und zum 7:2-Endstand einschob.
Trainer Joschka Hobitz zeigte sich nach dem Schlusspfiff trotz des klaren Ergebnisses nicht mit allem zufrieden: „Natürlich war heute nicht alles perfekt. Vor allem zu Beginn beider Halbzeiten hatten wir Probleme, ins Spiel zu kommen. Bei 36 Grad und am Ende eines fünftägigen Trainingslagers ist das aber vermutlich normal und verkraftbar. Trotzdem sind beide Gegentore ärgerlich, weil wir deutlich mehr vom Spiel hatten. Andererseits hat sich die Mannschaft davon nicht verunsichern lassen und das Spiel danach souverän gedreht. Für die äußeren Bedingungen bin ich vor allem beeindruckt, wie die Mädels die Intensität hochhalten konnten.“
Gleichzeitig sieht Hobitz noch klare Ansatzpunkte für die kommenden Aufgaben: „Wir nehmen aus dem Spiel mit, dass wir vor allem im körperlichen Bereich noch Defizite haben und mehr Stabilität in der Defensive benötigen. Wir bekommen aktuell zu viele Gegentore und müssen das bis zum Ligastart in zwei Wochen in den Griff bekommen. Darauf muss auch der Fokus in den Testspielen gegen die SGS Essen und Bayer 04 Leverkusen nächste Woche liegen.“