Fans Mittwoch, 30.12.2020

Jahresrückblick Teil III: Gerettet!!!

Foto: Sportfoto Zink

Zum Jahresabschluss blicken wir auf fcn.de auf ein turbulentes 2020 zurück. In diesem Teil: Juli bis September.

„Hau des Ding da vorne rein. Da kommt er nochmal, langer Ball an die Strafraumgrenze. Eine Gelegenheit noch, einmal noch! Da kommt Erras nochmal mit dem Haken. DA VORN IST SCHLEUSENER UND TOR TOR TOR TOR TOOOOOOOR JAAAAAAAAAAA SIE MACHEN DAS TOR, DAS TOR, DAS TOR! ZÄHLT DAS DING? WAHNSINN! Oli der MUSS zählen, wenn der nicht zählt… was ist los? Wenn das Ding nicht zählt, dann wars das und wenn es zählt, dann wars das auch, aber für uns! Nein das gibt’s nicht.  Da war NIX, da war KEIN FOUL! DIESES TOR IST EIN TOR! Fabian Schleusener wäre der Held des 1. FC Nürnbergs. Dingert schaut sich die Sache an. Dingert hat Kontakt mit seinem Videoschiedsrichter. JAAAAAAAAAAAAA! ER GIBT IHN! ER GIBT IHN! TOR TOR TOOOR! Nein das gibt es nicht. Nein, Oli das gibt es nicht. Aber was macht dieser Verein mit seinen Fans? Was macht dieser Verein mit uns? Und jetzt? PFEIFT DINGERT AB! JAAAAAA! DAS IST ES! Es geht nicht dramatischer. Es ist unfassbar, ABER WIR HABEN ES GESCHAFFT!“

Die FANRADIO-Reportage unserer Kollegen Oliver Luthardt und Christian Klug dürften noch viele von uns auch Monate später im Ohr haben. Die Erleichterung nach diesem Spiel war riesengroß. Jetzt hieß es, den Blick nach vorne zu richten. Michael Wiesinger und Marek Mintal gingen zu ihren üblichen Positionen im Verein zurück. Robert Palikuca verließ den Verein, Dieter Hecking übernahm das sportliche Ruder. Die erste Aufgabe für den neuen Sportvorstand war es, einen neuen Trainer zu finden. Mit Robert Klauß präsentierte Hecking einen jungen, aber hochtalentierten Trainer, der zuvor als Co-Trainer bei RB Leipzig fungierte.

Für den Verein gab es im Juli aber noch eine andere coole Aktion. Im Frühjahr wurde Corendon-Airlines offizieller Partner des FCN. Teil der Partnerschaft ist ein besonderer Flieger im FCN-Design, der mit dem Club-Logo auf der Maschine die nationalen und internationalen Flughäfen ansteuert.

Umbruch am Valznerweiher

Im August ging es für die zwei neuen Protagonisten dann an die Arbeit. Dieter Hecking verpflichtete mit Manuel Schäffler, Pascal Köpke, Tom Krauß, Christian Früchtl, Sarpreet Singh und Pius Krätschmer sechs Neuzugänge. Auf der anderen Seite verließen uns elf Spieler, unter anderem Mikael Ishak, Sebastian Kerk, Patrick Erras oder Micheal Frey. Der Kader nahm also nach und nach Formen an und Robert Klauß startete in die Saisonvorbereitung. Auf dem Weg zum Trainingslager konnte man den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim mit 5:2 bezwingen. Ein weiterer spezieller Moment ereignete sich zum Abschluss der Vorbereitung. Beim Spiel an der Alten Försterei gegen Union Berlin konnte der Club vor 5000 Fans spielen. Auch wenn die Fans die gegnerische Mannschaft unterstützten, war es trotzdem schön, wieder einmal in einem Stadion mit Zuschauern zu spielen.

Am zweiten Spieltag der neuen Saison war es auch in Nürnberg soweit: Erstmals seit einem halben Jahr war es unseren Fans wieder erlaubt, das Max-Morlock-Stadion zu besuchen. Lukas Mühl sorgte mit seinem 1:0 für den entscheidenden Treffer in dieser Partie. Im DFB-Pokal musste man sich in der ersten Runde gegen Champions-League-Halbfinalist RB Leipzig mit 3:0 geschlagen geben.

Nürnberger bleibt Nürnberger

Eine tolle Nachricht war die Vertragsverlängerung von Fabian Nürnberger. "Nürnberger bleibt Nürnberger" war die damalige Headline, der Club hatte ein großes Talent langfristig gebunden. Auch für die eSportler stand der Saisonstart vor der Türe. Das Team wurde rund um das Nürnberger „eSport-Urgestein“ Daniel Butenko mit Antonio Radelja, Nico Köhler und Ex-NLZ-Spieler Yannick Grum verstärkt und bildet den aktuellen Kader für die Virtual Bundesliga.