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Profis Donnerstag, 20.02.2020

Hanno Behrens: Wiedergefundene Torgefahr

Foto: Sportfoto Zink

Er ist mitverantwortlich für den Aufschwung, den der 1. FC Nürnberg aktuell erlebt: In den vergangenen fünf Spielen, von denen der Club nur eines verlor, war Kapitän Hanno Behrens an fünf Treffern direkt beteiligt. Ein Fakt, den er auch auf seine veränderte Position zurückführt.

Hanno Behrens und der 1. FC Nürnberg: 2015 wechselte der Blondschopf an den Valznerweiher, ist mittlerweile eigentlich gar nicht mehr wegzudenken. Bereits in seiner Premieren-Saison kam Behrens auf 33 Ligaeinsätze, verpasste damals lediglich die letzte Partie gelbgesperrt. Auch in den folgenden Jahren lassen sich die Spiele, in denen Behrens nicht mit seinen Teamkollegen aufs Feld lief, an zwei Händen abzählen. 2017 übergab ihm der damalige Cheftrainer Michael Köllner das Kapitänsamt. Als Spielführer schoss Behrens sein Team mit 14 Treffern in die 1. Bundesliga.

„Hanno Behrens Fußballgott“, skandierten die Club-Fans, als sie die Mannschaft zum Aufstieg am Valznerweiher empfingen. Ein kleines Fußballmärchen, das in der aktuellen Saison kleine Risse bekam. Als es in der Hinrunde sportlich – milde ausgedrückt – weniger gut lief, musste sich auch der Kapitän erstmals seit seinem Wechsel zum Club heftigere Kritik gefallen lassen. „Das ist schon eine neue Erfahrung“, gestand Behrens im Januar im Gespräch mit nordbayern.de und meint damit weniger die konstruktiven Fan-Einschätzungen, sondern vor allem die Kommentare in den sozialen Netzwerken, die leider teilweise jede Form von Anstand vermissen ließen. „Das geht an keinem spurlos vorbei, an mir auch nicht.“

"Stärken besser einbringen"

Behrens fand die richtige Antwort auf die Kommentare, befindet sich mittlerweile in einem kleinen Formhoch. Der Dauerbrenner war an fünf der letzten sechs Club-Tore beteiligt. Gegen Dynamo Dresden bereitete Behrens beide Club-Tore vor. Beim 1:0 in Osnabrück wurde er mit seinem Treffer zum Matchwinner. Und zuletzt in Heidenheim legte der Kapitän das Dovedansche Blitztor auf und erzielte die zwischenzeitliche 2:1-Führung selbst.

„Ich bin aktuell sehr zufrieden, gerade auch mit dem letzten Spiel. Als Offensivspieler nimmt man sich vorher immer vor, mindestens ein Tor zu schießen“, sagt Behrens und erklärt mit dem Begriff „Offensivspieler“ gleichzeitig, warum er – ähnlich wie schon in der Aufstiegssaison 2017/18 – deutlich torgefährlicher als noch zu Saisonbeginn ist. Cheftrainer Jens Keller setzt Behrens weiterhin im zentralen Mittelfeld ein, jedoch weiter vorne. „Da kommt man natürlich schneller vor das gegnerische Tor, wo ich meine Stärken besser einbringen kann.“

Wiedersehen mit Ex-Verein am Sonntag

Seine wiedergefundene Torgefahr ist sicherlich ein Faktor des Aufschwunges, in welchem sich der Club derzeit befindet, aber auch nicht der einzige, weiß Behrens: „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung“, zählt er beispielhaft auf. „In der Zeit konnten wir uns mit dem Trainer finden.“

Den Aufschwung will Behrens mit seinem Club am Sonntag fortsetzen, wenn es dann ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein Darmstadt 98 geht. "Das war eine sehr schöne Zeit dort, an die ich mich gerne zurückerinnere. Ich habe auch noch zu dem ein oder anderen Kontakt", freut sich der 29-Jährige auf das Wiedersehen mit seinen Ex-Kollegen, die seit sieben Liga-Spielen ohne Niederlage sind. "Das ist eine sehr gute, abgeklärte Mannschaft, die defensiv sehr stabil steht. Wir müssen alles auf den Platz bringen. Wenn wir das hinkriegen, haben wir eine gute Chance."