Business Dienstag, 21.10.2025

Hanna Deuber und das Bundesliga-Debüt

Foto: fcn.de

Bereits seit 2023 ist Hanna Deuber ein Bestandteil des 1. FC Nürnberg. Beim vergangenen Heimsieg gegen den SC Freiburg gab die 17-Jährige ihr Bundesliga-Debüt für die ClubFrauen.

Der siebte Spieltag sollte ein ganz besonderer für die ClubFrauen werden: Nicht nur feierte die Mannschaft von Cheftrainer Thomas Oostendorp den ersten Heimsieg der Saison, sondern auch FCN-Eigengewächs Hanna Deuber erlebte einen Moment, den sie so schnell nicht vergessen wird. In der 90. Minute betrat die 17-Jährige zum ersten Mal den heiligen Rasen des Max-Morlock-Stadions – ihr Bundesliga-Debüt.

„Als ich wusste, dass ich gleich eingewechselt werde, hatte ich plötzlich starkes Herzklopfen. Ich war unfassbar nervös“, erinnert sich Deuber mit einem Lächeln. Nur wenige Minuten später war es so weit: Der Moment, auf den sie seit Jahren hingearbeitet hatte, wurde Realität. „Für mich war es die Erfüllung eines Traums, auf den ich schon immer hingearbeitet habe. Den ersten Schritt auf den Platz zu machen, war ein ganz besonderer Moment für mich.“

Dass sie an diesem Tag eingewechselt werden würde, kam für die junge Offensivspielerin durchaus überraschend. „Ich hatte es vorher schon ein bisschen im Gefühl – und spätestens während des Spiels wurde mir klar, dass heute mein Tag sein würde“, erzählt sie. Nach dem Abpfiff überwog dann nur noch die Freude: „Ich bin überglücklich, mein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Nürnberg gegeben zu haben.“

Der Werdegang

Dass Hanna Deuber nun das Trikot der ClubFrauen in der Bundesliga trägt, ist das Ergebnis einer Entwicklung, die schon früh begann. Im Sommer 2023 wechselte die damals 15-Jährige aus ihrer Heimatstadt Bamberg nach Nürnberg, um beim FCN den nächsten Schritt in ihrer fußballerischen Laufbahn zu gehen. Schnell fand sie sich als fester Bestandteil der U17 wieder und überzeugte mit körperlicher Präsenz, Abschlussstärke und großem Einsatzwillen – sowohl offensiv als auch defensiv.

In der B-Juniorinnen-Bundesliga Süd erzielte sie in 18 Spielen zwölf Tore und sicherte sich damit Platz zwei in der Torschützinnenliste. Ihre konstant starken Leistungen führten bald zum Sprung in die U20, wo sie sich gegen ältere Spielerinnen bewährte und die Trainingsqualität der Mannschaft weiter erhöhte. Selbst in der Winterpause blieb Deuber ehrgeizig, half in der U17 aus und glänzte im DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Wenig später folgte der langfristige Vertrag beim Club – und mit ihm weitere Einsätze in der 2. Bundesliga. „Mein Weg von der U17 über die U20, das Debüt in der 2. Bundesliga bis hin zur Premiere in der Bundesliga fühlt sich einfach surreal an“, sagt sie heute. „Die letzten drei Jahre sind unglaublich schnell vergangen, und vieles habe ich, glaube ich, noch gar nicht richtig verarbeitet. In dieser Zeit habe ich hart gearbeitet und viel Unterstützung vom Verein bekommen – dafür bin ich sehr dankbar.“

Stimmen der Wegbegleiter

„Ich bin sehr glücklich, dass ich Hanna auf ihrem Weg begleiten durfte“, sagt Joschka Hobitz, ehemaliger Trainer von Hanna und Nachwuchsleiter der ClubFrauen. „Sie ist das perfekte Beispiel für unsere hervorragende, mannschaftsübergreifende Jugendarbeit und die hohe Durchlässigkeit im Verein. Hanna zeigt eindrucksvoll, welchen Weg Spielerinnen bei uns gehen können – wenn sie im U16-Alter zum Club kommen, sich über die Jugendmannschaften weiterentwickeln und schließlich den Sprung in den Profibereich schaffen. Diesen persönlichen Erfolg hat sie sich mit ihrem professionellen Charakter, ihrem Talent und ihrem großen Fleiß mehr als verdient.“

Auch ClubFrauen Co-Trainerin Isabel Bauer freut sich über Deubers Bundesliga-Minuten: „Dass Hanna am vergangenen Wochenende ihre erste Minute in der Frauen-Bundesliga sammeln durfte, ist das Ergebnis ihrer harten Arbeit in den vergangenen Jahren. Wir sind sehr stolz auf sie, dass sie diesen nächsten Meilenstein erreicht hat. Hanna hat uns vor 2,5 Jahren das Vertrauen geschenkt und ist zum 1. FC Nürnberg gewechselt. Sie ist nun ein weiteres Beispiel dafür, wie unser Weg für junge Spielerinnen aussehen kann.“

Ein unvergesslicher Tag

Nach dem Abpfiff war die Freude bei allen Beteiligten groß – nicht nur über den ersten Heimsieg, sondern auch über Hannas gelungenes Debüt. „Nach dem Abpfiff war die Stimmung in der Kabine richtig ausgelassen – zum einen wegen meines Debüts, da haben mir alle gratuliert, und natürlich auch, weil wir den ersten Heimsieg geholt haben. Wir haben danach gemeinsam gefeiert. Für mich persönlich, aber auch für die Mannschaft, hätte der Tag kaum besser laufen können.“

Was dieser Moment für sie bedeutet, beschreibt Deuber mit sichtbarem Stolz: „Es bedeutet mir unglaublich viel, mein Bundesliga-Debüt für den Club gegeben zu haben. Der FCN hat eine enorme Strahlkraft, und ich war schon damals sehr glücklich, als ich mich für den Wechsel nach Nürnberg entschieden habe. Es macht mich stolz und ich bin dankbar, für diesen großen Verein auflaufen zu dürfen.“ Und auch wenn sie schon viel erreicht hat, bleibt die junge Angreiferin bescheiden und fokussiert: „Mein Ziel für diese Saison war es eigentlich, hin und wieder im Kader zu stehen. Dass es nun schon so weit gekommen ist und ich sogar meine ersten Minuten in der Bundesliga sammeln durfte, kam für mich sehr überraschend. Damit habe ich meine Ziele für diese Saison schon übertroffen – jetzt möchte ich mich einfach weiterentwickeln und im besten Fall noch mehr Spielzeit bekommen.“


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