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Profis Teamcheck Freitag, 11.09.2015

Greuther Fürth: Noch in der Findungsphase

Foto: Picture Alliance

Vor dem Derby am Sonntag wirft fcn.de einen Blick auf den kommenden Gegner.

Die Mannschaft: Trotz einer mäßigen letzten Saison verzichtete man in Fürth in der Sommerpause auf einen ganz großen personellen Umbruch. Mit Andreas Hofmann und Jürgen Gjasula kamen vom VfR Aalen zwei gestandene Zweitliga-Akteure, mit Sebastian Mielitz aus Freiburg ein Torhüter mit Bundesliga-Erfahrung und mit Veton Berisha ein junger, vielversprechender Angreifer aus Norwegen. Der namhafteste Neuzugang wechselte aus der Türkei zum Kleeblatt: Domi Kumbela, 2013 Aufstiegsheld von Eintracht Braunschweig, kam von Erstligist Karabükspor.

Schmerzlich waren aus Fürther Sicht vor allem die Abgänge von Stephan Fürstner und Wolfgang Hesl, die in vergangenen Jahren zu den unumstrittenen Führungsspielern und Leistungsträgern zählten. Dazu verließ mit Kacper Przybylko ein Angreifer den Klub Richtung Lautern, der letzte Saison immerhin fünf Treffer erzielte. In dieser Spielzeit findet sich die SpVgg bislang noch in der Findungsphase. Fünf Punkte stehen bislang nach fünf Spielen zu Buche.

Der Trainer: Stefan Ruthenbeck ist ebenfalls neu in Fürth. Der 43-Jährige kam in diesem Sommer vom VfR Aalen an den Ronhof. Der gebürtige Kölner machte 2010 seinen Fußballlehrerschein. In seinem Jahrgang ackerte er unter anderem an der Seite von Markus Babbel, Christian Ziege und Torsten Lieberknecht. Zunächst trainierte Ruthenbeck Amateurmannschaften wie den TuS Mayen und die SpVgg EGC Wirges, bis er sich 2012 beim VfR Aalen etablierte.

Eine Anekdote, die den Fürther  Trainer sehr gut beschreibt, stammt aus seiner letzten Saison beim TuS Mayen im Jahre 2010. In der Schlussphase des Spiels gegen SV Alemannia Waldalgesheim wies Ruthenbeck seine Mannschaft beim Spielstand von 3:2 an, einen Treffer des Gegners zuzulassen. Das Spiel endete damit 3:3. Der Grund: Zuvor war sein Team durch "unfaires" Tor in Führung gegangen. Für sein Verhalten erhielt Ruthenbeck den "Fair-ist-mehr"- Bundespreis des DFB.

Die Besonderheit: Da das altehrwürdige Stadion am Laubenweg nicht mehr den modernen Anforderungen eines Profivereins entspricht, und weil darüber hinaus auch noch einige DFL-Auflagen umgesetzt werden müssen, plant die Spielvereinigung einen Umbau ihres Stadions.

Geplant sind neue Kioske, sanitäre Anlagen und Fan-Shops. Vor allem die Haupttribüne wird erneuert. Der Pressebereich inklusive Fernsehstudios und Übertragungsplätze für das TV werden entstehen und erweitert. Auch der VIP-Bereich und die Logen unterziehen sich einer Generalüberholung. Darüber hinaus soll in die Infrastruktur rund um das Stadion investiert werden.

Die Historie:  Das fränkische Derby wird gerne auch als "Mutter aller Derbys" bezeichnet – aus gutem Grund:  Mit inzwischen 259 Partien ist es das Duell, das deutschlandweit am häufigsten ausgetragen wurde. Vor allem in den 1910er und 1920er Jahren festigte sich die Rivalität der Mannschaften. Zu dieser Zeit etablierten sich die beiden Vereine an der Spitze des deutschen Fußballs. Nicht nur die deutschen Meisterschaften gingen in diesen zwei Jahrzenten vornehmlich an die beiden Vereine, auch die Nationalmannschaft bestand zu großen Teilen aus fränkischen Kickern.

So auch am 21. April 1924, als Deutschland zum ersten Mal den Rivalen aus den Niederlanden bezwingen konnte. Dieses Spiel der deutschen Nationalmannschaft wurde ausschließlich von Spielern aus Nürnberg und Fürth bestritten. Dies war jedoch kein Grund für Annäherungen zwischen den Spielern. Die Rückfahrt bestritten die Fürther und Nürnberger in getrennten Zugabteilen.

Zur Einführung der Bundesliga konnten sich die Kleeblätter nicht für die erste Liga qualifizieren. So spielten die Vereine lange in unterschiedlichen Spielklassen und das Derby verlor an Kontinuität. Umso größer ist die Aufmerksamkeit für das Duell in den letzten Jahren. Im Mai 2009 besuchten beispielsweise 16.000 Fans das Public Viewing des Derbys im Nürnberger Stadion, während zeitgleich in Fürth 15.200 Zuschauer das Spiel verfolgten. Die Gesamtbilanz spricht ganz klar für den Club: 137 Siege stehen 72 Niederlagen gegenüber, bei 47 Unentschieden.

Spieldaten

6. Spieltag, 2. Bundesliga 2015/2016
3 : 2
SpVgg Greuther Fürth
39. Veton Berisha 1:1
58. Tom Weilandt 2:1
90. 18466 3:2
1. FC Nürnberg
7. Guido Burgstaller 0:1
85. Alessandro Schöpf 2:2
Stadion
Stadion am Laubenweg
Datum
13.09.2015 12:30 Uhr
Schiedsrichter
Felix Zwayer
Zuschauer
17200

Aufstellung

SpVgg Greuther Fürth
Mielitz - Schröck, Caligiuri, Röcker, Gießelmann - Hofmann, Sukalo, Stiepermann (73. 18466), Gjasula (90. Zulj), Weilandt (78. Kumbela) - Berisha
Reservebank
Flekken, Thesker, Trinks, Tripic, Zulj, 18466, Kumbela
Trainer
Stefan Ruthenbeck
1. FC Nürnberg
Kirschbaum - Brecko, Hovland, Margreitter, Sepsi (65. Blum) - Polak (77. Behrens), ??, Kerk (54. Leibold), Burgstaller - Schöpf, Füllkrug
Reservebank
Rakovsky, Bulthuis, Gíslason, Behrens, Blum, Leibold
Trainer
René Weiler

Ereignisse

7. min Spielstand: 0:1
Guido Burgstaller

13. min Spielstand: 0:1
Miso Brecko

39. min Spielstand: 1:1
Veton Berisha

46. min Spielstand: 1:1
Laszlo Sepsi

54. min Spielstand: 1:1
Tim Leibold kommt für Sebastian Kerk

58. min Spielstand: 2:1
Tom Weilandt

65. min Spielstand: 2:1
Danny Blum kommt für Laszlo Sepsi

67. min Spielstand: 2:1
Niko Gießelmann

67. min Spielstand: 2:1
unbekannt

73. min Spielstand: 2:1
18466 kommt für Marco Stiepermann

77. min Spielstand: 2:1
Hanno Behrens kommt für Jan Polak

78. min Spielstand: 2:1
Domi Kumbela kommt für Tom Weilandt

84. min Spielstand: 2:1
Goran Sukalo

85. min Spielstand: 2:2
Alessandro Schöpf

90.(+1) min Spielstand: 2:2
Robert Zulj kommt für Jurgen Gjasula

90.(+2) min Spielstand: 3:2
18466

90.(+4) min Spielstand: 3:2
Sebastian Mielitz