Profis Teamcheck Freitag, 26.02.2021

Gegnercheck Braunschweig: Auswärts auf der Suche

Foto: Sportfoto Zink

Am Sonntag kommt es zum Duell zwischen dem 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig. Anpfiff der Partie ist um 13:30 Uhr. Im Gegnercheck erfahrt ihr unter anderem, was die beiden Trainer verbindet.

  • Der Verein

Der Braunschweiger Turn- und Sportverein Eintracht wurde im Jahre 1895 gegründet und hieß zunächst „Fußball- und Cricket-Club Braunschweig“. Somit wurde in den Anfangszeiten des Klubs nicht nur Fußball praktiziert, sondern auch Cricket und Rugby gehörten zu den betriebenen Sportarten. Am 22. Januar 1900 trat die Eintracht dann dem DFB bei und legte die Grundlage für eine organisierte Struktur im Fußball. Fünf Jahre später hatten die Löwen mit einer 3.000 Zuschauer fassenden Holztribüne bereits ihren eigenen Sportplatz, wo in den Jahren 1908 und 1913 die Norddeutsche Meisterschaft gefeiert werden konnte. Bevor der Spielbetrieb durch den zweiten Weltkrieg wieder zum Erliegen kam, wurde das neue Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße eingeweiht. Am 2. November 1945 stellten die Verantwortlichen einen Antrag an den Polizeipräsidenten der Stadt Braunschweig für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes unter dem Namen TSV Eintracht Braunschweig, welcher genehmigt wurde. Der Verein nannte sich anschließend noch einmal in die TSV Eintracht Braunschweig um und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga.

In den Folgejahren sorgte die Eintracht in Fußball-Deutschland zwei Mal für Aufsehen. 1967 gewann man die Deutsche Meisterschaft, der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte, und 1973 führten die Gelb-Blauen mit Jägermeister den ersten Trikotsponsor in der Geschichte des deutschen Fußballs ein. 1995 wurde das neue bundesligataugliche Eintracht Stadion fertiggestellt, welches heute noch als das größte Leichtathletikstadion in Norddeutschland gilt. Sportlich wechselte sich die Ligazugehörigkeit mehrmals ab, wobei im Jahre 2007 der Tiefpunkt mit dem Abstieg in die Regionalliga erreicht wurde. Sechs Jahre später stiegen die Löwen dann aber unter Torsten Lieberknecht für ein Jahr in die Bundesliga auf. 2018 mussten die Braunschweiger den erneuten Gang in die dritte Liga antreten. Im Sommer letzten Jahres schaffte man aber die Rückkehr in Liga zwei. Chef an der Seitenlinie ist seit dieser Saison Daniel Meyer.

  • Die Form

Die Löwen befinden sich aktuell mit 20 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Mit dem Sieg gegen den 1. FC Heidenheim am 18. Spieltag beendeten die Braunschweiger ihre Serie von acht sieglosen Spielen am Stück. Es folgten jedoch drei weitere Niederlagen gegen Kiel, Hannover und Bochum. Durch einen Sieg am vergangenen Wochenende gegen Jahn Regensburg überholten sie den SV Sandhausen in der Tabelle. Dies war bereits der fünfte Heimsieg in der laufenden Spielzeit. Auswärts hingegen läuft es für die Gelb-Blauen noch nicht wirklich rund, denn aus den bisherigen zehn Auswärtsspielen stehen nur drei Punkte auf der Habenseite der Niedersachsen.

  • Der Spielstil

Daniel Meyer ließ zum Beginn der Saison in einer Fünferkette verteidigen. Mittlerweile favorisiert der 41-Jährige in der Grundformation aber ein 4-2-3-1. Die Eintracht erzielte in der laufenden Saison 21 Treffer, was den schlechtesten Wert in der Liga darstellt. Im letzten Angriffsdrittel fehlt es den Niedersachen oftmals an Kreativität und Durchschlagskraft. Die Spieleröffung erfolgt meistens mit einem hohen Ball auf den zentralen Stürmer Proschwitz oder den im Winter verpflichtete Ji. Nach deren Ablagen kommen die Braunschweiger dann auch vor den gegnerischen Sechzehner, jedoch zu selten zum Abschluss. In den Bereichen der abgegebenen Torschüsse, der kreierten Torchancen und der abgegebenen Schüsse von Stürmern belegt man jeweils einen der letzten drei Plätze in der Liga.

In der Defensive setzt Meyer auf Kompaktheit und Tiefe. Oftmals überlassen die Braunschweiger dem Gegner den Ball und ziehen sich weit zurück. Dennoch kassiert man die zweitmeisten Gegentreffer durch die Mitte. Durch die Veränderung in der Grundformation auf zwei Sechser erhofft sich Meyer mehr Stabilität im Zentrum. Denn eine weitere Anfälligkeit der Eintracht sind schnelle Umschaltsituationen der Gegner. Mit 15 unnötigen Ballverlusten vor Gegentoren und fünf Konter-Gegentoren steht man auch in dieser Hinsicht im Vergleich mit den Konkurrenten nicht gut da. Dies erklärt auch die Winter-Verpflichtungen von Brian Behrendt und Oumar Diakithé, welche beide in der zentralen Defensive beheimatet sind.

  • Der Spieler im Fokus

Trotz der vielen Gegentore hat die Eintracht einen immer stärker werdenden Spieler im Zentrum. Jannis Nikolaou wurde von Trainer Meyer in den letzten Spielen von der Innenverteidigung ins zentrale Mittelfeld vorgezogen und soll dort für die nötige Kompaktheit sorgen. Kein anderer Spieler in der zweiten Liga stört den Gegner so oft bei der Ballannahme wie der 27-Jährige. Auch in Sachen Balleroberung ist der Deutsch-Grieche die Nummer eins in der aktuellen Saison. Zudem kommt ihm auf der Position des Sechsers eine wichtige Rolle in der Konterabsicherung zu, wo er seine Qualitäten beweisen kann. Am vergangenen Spieltag erzielte er mit seinem Kopfballtor sogar das wichtige 1:0 für die Mannschaft von Daniel Meyer.

  • Was beide Vereine verbindet…

In diesem Duell besteht eine Verbindung zwischen den zwei Trainern. Daniel Meyer war bereits mit 22 Jahren Trainer und stieg mit den FC Strausberg von der Landesliga in die Brandenburg-Liga auf. Unser Cheftrainer Robert Klauß gehörte damals zu den Aufstiegshelden und erzielte als Spieler in der zweiten Aufstiegssaison vier Treffer unter Meyer.

Spieldaten

23. Spieltag, 2. Bundesliga 20/21
0 : 0
1. FC Nürnberg
Eintracht Braunschweig
Stadion
Datum
28.02.2021 13:30 Uhr
Schiedsrichter
Marco Fritz
Zuschauer
noch unbekannt

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Mathenia - Valentini - Mühl - Margreitter - Handwerker - Geis - Krauß - Dovedan - Møller Dæhli - Borkowski - Schäffler
Reservebank
Früchtl, Rosenlöcher, Sörensen, Sorg, Behrens, Hack, Latteier, Schleusener, Shuranov
Trainer
Robert Klauß
Eintracht Braunschweig
Fejzic - Wiebe - Behrendt - Diakhité - Klaß (89. Schlüter) - Wydra (76. Kammerbauer) - Nikolaou - Kaufmann (76. Otto) - Kroos - Ji (67. Bär) - Proschwitz
Reservebank
Dornebusch, Kessel, Schlüter, Bär, Ben Balla, Kammerbauer, Kobylanski, Schwenk, Otto
Trainer
Daniel Meyer

Ereignisse

13. min Spielstand: 0:0
Dominik Wydra

48. min Spielstand: 0:0
Felix Kroos

54. min Spielstand: 0:0
Enrico Valentini

67. min Spielstand: 0:0
Marcel Bär kommt für Dong-Won Ji

76. min Spielstand: 0:0
Yari Otto kommt für Fabio Kaufmann

76. min Spielstand: 0:0
Patrick Kammerbauer kommt für Dominik Wydra

89. min Spielstand: 0:0
Lasse Schlüter kommt für Nico Klaß

91. min Spielstand: 0:0
Jannis Nikolaou

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