Profis Teamcheck Samstag, 08.05.2021

Gegner-Check HSV: Mit Hrubesch ins Saisonfinale

Foto: Sportfoto Zink

Am Montag (Anpfiff 20:30 Uhr) gastiert der FCN im Volksparkstadion beim Hamburger SV, die im Aufstiegsrennen nun in der Verfolgerrolle sind. Wie immer erfahrt ihr hier alles Wissenswerte über den Gegner.

  • Der Verein

Der Hamburger Sport-Verein entstand im Jahre 1919, als sich der Hamburger SV (ehemals Hamburger FC), der FC Falke und der SC Germania vereinigten. Für das Gründungsdatum entschied man sich für den 29. September 1887, da an diesem Tag der SC Germania gegründet wurde. Schon in den ersten Jahren verzeichneten die Rothosen einige Erfolge, stehen zwischen 1922 und 1928 vier Mal im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft und sicherten sich die ersten zwei Meistertitel. In der Nachkriegszeit gewannen die Hanseaten im Jahre 1948 zum ersten Mal den Titel in der Oberliga-Nord, was bis 1963 noch 14 weitere Male gelang und vor allem mit einem Namen zusammenhing: Uwe Seeler. 1954 gibt der damals 17-Jährige sein Pflichtspieldebüt und prägte eine ganze Ära mit jeweils einer Meisterschaft und einem DFB-Pokalsieg.

Weiter große Namen im Deutschen Fußball fanden den Weg an die Elbe und führten den HSV zu zwei weiteren Meisterschaften sowie Pokalsiegen und 1983 zum Sieg im Europapokal der Landesmeister. 1998 erwarb man das Volksparkstadion und begann den Umbau zu einer modernen Fußball-Arena. Der HSV blieb weiterhin eine große Nummer im Deutschen Fußball und nahm regelmäßig an den europäischen Wettbewerben teil. Nachdem der Verein 2012 sein 125-jähriges Bestehen feierte, lief es sportlich nicht mehr rund. In den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 retteten sich die Rothosen in der Relegation. Der Abstieg als letztes Gründungsmitglied der Bundesliga konnte 2018 allerdings nicht mehr verhindert werden. Horst Hrubesch ist seit vergangenem Montag Cheftrainer der Hanseaten.

  • Die Form

Im März hatte der HSV mit den Spielen gegen Kiel, Bochum und Heidenheim die direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf vor der Brust. Die Rothosen gingen mit starken sieben Punkten aus den Spielen und grüßten von Platz zwei. Doch im gesamten April blieb die Mannschaft von der Elbe sieglos, holte lediglich drei Punkte aus fünf Spielen und findet sich nun mit 52 Punkten auf Platz vier wieder. In den letzten drei Partien verlor der HSV gegen die aus der Quarantäne kommenden Sandhäuser mit 1:2 und gegen Jahn Regensburg und den Karlsruher SC reichte es jeweils für einen Punkt. Die sportliche Leitung um Boldt entschloss sich daher, auf der Trainerposition noch einmal einen neuen Impuls zu setzen und beförderte Horst Hrubesch als Cheftrainer für die letzten Spiele an die Seitenlinie.

  • Der Spielstil

Die Grundformation des HSV passte sich in den letzten Spielen immer wieder dem Gegner an, variiert aber zwischen einem 4-3-3 oder einem 4-2-3-1. Die Hamburger sind in der Offensive qualitativ gut besetzt. Zudem haben sie mit durchschnittlich 57 Prozent Ballbesitz neben dem SC Paderborn den höchsten Wert in dieser Liga. Mit 60 erzielten Treffern wussten sie ihre Dominanz auch meist in Tore umzumünzen und teilen sich auch da den Platz eins (mit Fürth).

Auch in der Defensive besitzen die Hamburger in fast allen Statistiken Top-Werte. Egal ob man die zugelassenen Torschüsse, Kopfball-Gegentore, Stürmer-Gegentore oder die zugelassenen Großchancen betrachtet, der Hamburger Sportverein liegt in allen Saisonwerten zwischen Platz eins und drei. Darüber hinaus sind die Norddeutschen überaus zweikampfstark und gewinnen 53 Prozent aller Defensivzweikämpfe. Auch das ist Ligabestwert. Zuletzt schlichen sich aber immer wieder individuelle Fehler oder Unachtsamkeiten ein. Da auch vorne nicht mehr alles perfekt lief, kam der Ergebnismotor ein wenig ins Stocken.

  • Der Spieler im Fokus

Einer, der für die offensive Qualität im Hamburger Angriffsspiel steht, ist Sonny Kittel. Der 28-Jährige sammelte in dieser Saison bisher 13 Scorerpunkte (sechs Tore, sieben Vorlagen). Er ist im System der Hamburger sehr variabel, spielt grundsätzlich aber auf der linken Seite. Zum einen überzeugt er mit viel Spielwitz, kann Situationen auf engem Raum gut auflösen und seine Mitspieler gefährlich in Aktion setzen. Zum anderen bildet er mit Tim Leibold, der als Linksverteidiger bei den Rothosen gesetzt ist, ein gefährliches Angriffsduo. Oftmals ist zu beobachten, dass das Hamburger Offensivspiel eher linkslastig ist, was auch mit der Personalie Sonny Kittel zusammenhängt.

  • Was beide Vereine verbindet

Als der Hamburger Sport-Verein 1937 sein 50-jähriges Jubiläum feierte, weihte der Klub seine zwei neuen Tribünen am Sportplatz am Rothenbaum ein. Als Gast für ein Freundschaftsspiel war neben dem FC Schalke 04 auch der FCN eingeladen.

Spieldaten

32. Spieltag, 2. Bundesliga 20/21
5 : 2
Hamburger SV
30. Asger Sörensen (Eigentor) 1:0
36. Bakery Jatta 2:0
45. Simon Terodde 3:1
76. Sonny Kittel 4:1
80. Simon Terodde (Elfmeter) 5:1
1. FC Nürnberg
41. Erik Shuranov 2:1
89. Linus Rosenlöcher 5:2
Stadion
Datum
10.05.2021 20:30 Uhr
Schiedsrichter
Felix Zwayer
Zuschauer
noch unbekannt

Aufstellung

Hamburger SV
18466 - Vagnoman (74. Gyamerah) - Leistner - Heyer - Leibold - Kinsombi (82. Kwarteng) - Onana - Jatta (82. Heil) - Kittel (86. Narey) - Terodde - Meißner (74. Wintzheimer)
Reservebank
Heuer Fernandes, Gyamerah, Jung, van Drongelen, Gjasula, Heil, Kwarteng, Narey, Wintzheimer
Trainer
Horst Hrubesch
1. FC Nürnberg
Mathenia - Valentini - Mühl - Sörensen - Handwerker - Geis (84. Rosenlöcher) - Krauß (84. Suver) - Hack (84. Schleusener) - Møller Dæhli (46. Latteier) - Shuranov - Dovedan (83. Krätschmer)
Reservebank
Früchtl, Krätschmer, Margreitter, Rosenlöcher, Latteier, Schleusener, Suver
Trainer
Robert Klauß

Ereignisse

18. min Spielstand: 0:0
Josha Vagnoman

30. min Spielstand: 1:0
Eigentor: Asger Sörensen

36. min Spielstand: 2:0
Bakery Jatta

41. min Spielstand: 2:1
Erik Shuranov

45.(+2) min Spielstand: 3:1
Simon Terodde

46. min Spielstand: 3:1
Tim Latteier kommt für Mats Møller Dæhli

74. min Spielstand: 3:1
Jan Gyamerah kommt für Josha Vagnoman

74. min Spielstand: 3:1
Manuel Wintzheimer kommt für Robin Meißner

76. min Spielstand: 4:1
Sonny Kittel

80. min Spielstand: 5:1
Simon Terodde

82. min Spielstand: 5:1
Moritz-Broni Kwarteng kommt für David Kinsombi

82. min Spielstand: 5:1
Ogechika Heil kommt für Bakery Jatta

83. min Spielstand: 5:1
Pius Krätschmer kommt für Nikola Dovedan

84. min Spielstand: 5:1
Fabian Schleusener kommt für Robin Hack

84. min Spielstand: 5:1
Linus Rosenlöcher kommt für Johannes Geis

84. min Spielstand: 5:1
Mario Suver kommt für Tom Krauß

86. min Spielstand: 5:1
Khaled Narey kommt für Sonny Kittel

89. min Spielstand: 5:2
Linus Rosenlöcher

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