Profis Teamcheck Freitag, 18.12.2020

Gegner-Check Erzgebirge Aue: Effiziente Veilchen zu Gast

Foto: Sportfoto Zink

Zum Jahresabschluss steht für den Club ein erneuter Adventsspieltag vor der Tür. Am Sonntag um 13:30 Uhr trifft das Team von Cheftrainier Robert Klauß im Achteck auf Erzgebirge Aue. Alles Wissenswerte über den Gegner findet ihr hier in unserem Gegnercheck.

  • Der Verein

Die Ursprünge des Fußball-Clubs Erzgebirge Aue sind auf das Jahr 1908 zurückzuführen. Damals wurde mit dem FC Aue der erste Fußballverein in Aue gegründet. Nach der dritten Umbenennung in SV Alemannia Aue spielte der Verein ab 1928 im neu errichteten Städtischen Stadion, auf dessen Gelände auch das heutige Erzgebirge-Stadion steht. Elf Jahre später schlossen sich die SV Alemannia und der VfB Aue auf Initiative der politischen Führung der Stadt Aue zusammen, um die Schlagkraft der Mannschaft zu erhöhen. Der neu geformte SV Aue hatte dann bis zum Ende des 2.Weltkriegs Bestand. Zu Beginn der Nachkriegszeit 1946 wurde dann der Punktespielbetrieb wieder aufgenommen und daher wird der 4.März 1946 als offizielles Gründungsdatum der BSG Wismut Aue aufgeführt.

Aber bereits 1954 folgte die nächste politische Anordnung und der Verein musste unter dem SC Wismut Karl-Marx-Stadt spielen, was nicht unbedingt ein schlechtes Omen darstellte. Unter dem neuen Namen feierte der Verein seine größten Erfolge in der Vereinsgeschichte. Im Zeitraum von 1955 – 1959 konnte die Mannschaft einmal den FDGB-Pokal (nationaler Pokalwettbewerb in der DDR) und dreimal die DDR-Meisterschaften gewinnen. Ein Highlight stellten auch die Teilnahmen am Europapokal der Landesmeister dar. Ab 1963 spielte der Verein dann unter dem Namen BSG Wismut Aue. Am 1. Januar 1993 wurde der Verein in den 1. FC Erzgebirge Aue umbenannt. Der Verein ist seit 2016 Teil der 2. Bundesliga und ist für seine Bergbau-Tradition bekannt. Der aktuelle Trainer der Profi-Mannschaft ist Dirk Schuster.

  • Die Form

Die Veilchen sind in dieser Saison sehr gut unterwegs und rangieren aktuell auf dem 6. Tabellenplatz. Von den letzten 5 Spielen verlor die Mannschaft von Schuster nur gegen Regensburg. Gegen St.Pauli trennte man sich mit 2:2 und gegen Karlsruhe, Sandhausen und Darmstadt gewann man jeweils mit drei Toren Unterschied. Gerade im letzten Spiel gegen Karlsruhe waren die Sachsen in allen statistischen Werten unterlegen, überzeugten aber mit einer hohen Effizienz in der Offensive. Der FC Erzgebirge Aue kommt somit mit viel Rückenwind nach Nürnberg.

  • Der Spielstil

Den Spielstil der Mannschaften von Dirk Schuster beschreibt man am besten mit den Worten kämpferisch, zweikampfstark und defensiv. Die Grundformation passt der Coach immer wieder dem Gegner an. Mal agieren sie in einem 5-3-2, mal in einen 4-2-2-2 oder in einem 4-2-3-1. In der Defensive stehen die Veilchen immer sehr kompakt und tief und verzichten meistens auf ein offensives Anlaufen der Gegner. Zudem fällt auf, dass Aue in jedem Spiel, außer gegen Fürth (50 %), weniger Ballbesitz hatte als die gegnerische Mannschaft. Im Offensivspiel versuchen sie schnell und direkt nach vorne zu spielen, um mit wenigen Pässen vor dem gegnerischen Tor zu landen. Das führt dazu, dass die Sachsen nach Ballgewinn in der Defensive blitzartig umschalten und überfallartig mit vielen Spielern nach vorne laufen, um dann ein Überzahlspiel zu kreieren. Wie gegen Karlsruhe zeichnet die Effizienz im Abschluss das Offensivspiel der Schuster-Elf aus.

  • Der Spieler im Fokus

Pascal Testroet ist Dirk Schusters Stürmer Nummer 1 und stand in 10 von 12 Saison-Spielen in der Startaufstellung. In den letzten 5 Spielen traf der 30-Jährige sechsmal und führt die Torschützenliste von Erzgebirge Aue an. Durchschnittlich trifft er alle 116 Minuten, was den fünfbesten Wert in Liga 2 darstellt. Mit 4 Vorlagen ist er hinter Florian Krüger (5 Tore/ 5 Vorlagen) zudem der zweitbeste Vorbereiter und bildet mit Krüger ein gefährliches Angriffsduo.

  • Was beide Vereine verbindet

Beide Vereine haben im Pokal der Landesmeister einmal gegen Ajax Amsterdam gespielt und beide Vereine schieden mit einem Gesamtscore von 1:4 gegen den niederländischen Hauptstadtklub aus. Aue verlor in der Saison 57/58 im Achtelfinale mit 1:3 und 0:1. Der Club holte immer hin einen Punkt im Hinspiel (1:1), verlor dann aber mit 0:3 das Rückspiel.

Spieldaten

13. Spieltag, 2. Bundesliga 20/21
1 : 0
1. FC Nürnberg
36. Robin Hack 1:0
FC Erzgebirge Aue
Stadion
Datum
20.12.2020 13:30 Uhr
Schiedsrichter
Florian Heft
Zuschauer
noch unbekannt

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Mathenia - Knothe - Mühl - Sörensen - Handwerker - Geis - Nürnberger - Hack (82. Behrens) - Singh (67. Krauß) - Schleusener (76. Dovedan) - Schäffler
Reservebank
Früchtl, Krätschmer, Behrens, Dovedan, Krauß, Latteier, Misidjan, Shuranov, Zrelak
Trainer
Robert Klauß
FC Erzgebirge Aue
Männel - Breitkreuz - Samson - Ballas - Riese - Fandrich - Rizzuto (58. Zolinski) - Strauß (82. Zulechner) - Hochscheidt (74. Nazarov) - Testroet - Krüger
Reservebank
Klewin, Bussmann, Baumgart, Gnjatic, Jonjic, Nazarov, Zolinski, Zulechner
Trainer
Dirk Schuster

Ereignisse

36. min Spielstand: 1:0
Robin Hack

56. min Spielstand: 1:0
Johannes Geis

58. min Spielstand: 1:0
Ben Zolinski kommt für Calogero Rizzuto

67. min Spielstand: 1:0
Tom Krauß kommt für Sarpreet Singh

71. min Spielstand: 1:0
Robin Hack

74. min Spielstand: 1:0
Dimitrij Nazarov kommt für Jan Hochscheidt

76. min Spielstand: 1:0
Nikola Dovedan kommt für Fabian Schleusener

77. min Spielstand: 1:0
Dimitrij Nazarov

82. min Spielstand: 1:0
Philipp Zulechner kommt für John-Patrick Strauß

82. min Spielstand: 1:0
Hanno Behrens kommt für Robin Hack