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Nachwuchs Dienstag, 29.10.2019

Gegen Diskriminierung & Fremdenhass: Präventionsschulungen für NLZ-Teams

Der Club schult und sensibilisiert seine Jugendspieler gegen Antisemitismus, Diskriminierung und Fremdenhass.

Einstehen gegen jegliche Form von Diskriminierung und Fremdenhass: Für diese Werte steht nicht nur der FCN, sondern der gesamte Fußball. Dies gilt es entsprechend zu schulen und dem eigenen Nachwuchs schon möglichst frühzeitig mitzugeben.

Beim Club kümmert sich darum im Bereich der U12 bis U15 Aufsichtsratsmitglied Günther Koch. Die „Stimme Frankens“ besucht mit den Kindern dieser Altersstufen das Club-Museum und setzt den Schwerpunkt bei seiner Führung vor allem auf die akute Gefahr des zunehmenden Antisemitismus. „Gerade für den Club ist das ein wichtiges Thema, liegt doch unser Vereinsgelände und Stadion unweit des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes“, mahnt der 77-Jährige.

U12-U15 erhält Museumsführung

Noch vor seiner Führung wendet Koch bei den Kindern, deren Geschichtsbewusstsein in diesem Alter noch nicht so ausgeprägt ist, einen pädagogischen Trick an: „Jeder Ball ist unterschiedlich und doch kann mit jedem Ball gespielt werden. So soll den Kindern gezeigt werden, dass jeder gleich und vor allem gleich wichtig ist, egal wie unterschiedlich wir auch sein mögen.“

Während der Führung erzählt Günther Koch verschiedene Anekdoten über den Club, setzt sein Hauptaugenmerk allerdings auf Antisemitismus und arbeitet die jüdische Geschichte des FCN auf. Vor allem auf Ex-Trainer Jenö Konrad legt er dabei seinen Schwerpunkt, der nach einer unglücklichen Niederlage als Club-Coach von Julius Streicher über den „Stürmer“ heftig angegangen wurde und schließlich auch die Flucht aus Deutschland antrat.

U16-U21 wird zu rechten Symbolen sensibilisiert

Ab der U16 hoch bis zur U21 wird den Spieler der richtige Umgang mit rechten Symbolen nähergebracht. „Es wird unterschieden zwischen Symbolen, die verboten sind, die spezifisch im Stadion verboten sind und die im falschen Kontext verstanden werden können“, erklärt Hannes Orth vom Fan- und Zuschauer-Service, der die Schulung leitet.

Dabei setzen sich die Spieler in Kleingruppen zusammen und werden mit rechten Symbole konfrontiert, über die sie anschließend diskutieren. Im Anschluss stellt jede Gruppe ein Symbol vor und erklärt, warum es kritisch oder sogar komplett verboten ist. Danach ergänzt Orth mit weiteren Informationen und Hintergrundwissen.

Sensibilisierung für den Alltag

So sollen die jungen Cluberer für den Alltag sensibilisiert werden: „Die Jungs werden im Laufe ihrer Karriere mit unzähligen Menschen in Kontakt kommen, sei es im Stadion oder bei anderen Terminen. Sie sollen ein Auge dafür kriegen, ob die Person, die ihnen gerade gegenübersteht, rechte Symbole trägt und wie sie dementsprechend darauf reagieren sollten.“