Profis Mittwoch, 23.02.2022

Florian Hübner über sein Comeback: "Momente, für die man gearbeitet hat"

Fotos: Sportfoto Zink

Acht Minuten vor dem Ende war es endlich soweit: Florian Hübner feierte beim Heimsieg gegen Jahn Regensburg nach mehrmonatiger Verletzungspause sein langersehntes Comeback. fcn.de hat mit dem Innenverteidiger über seine Pause und seinen Weg zurück auf den Rasen gesprochen.

Florian Hübner über …

… das Gefühl bei seiner Einwechslung:

„Das war ein sehr schönes Gefühl, vor allem, weil man eine so lange Zeit dafür gekämpft und gearbeitet hat, um so einen Moment zu erleben. Ich habe mich sehr gefreut, endlich wieder auf dem Platz zu stehen und das 2:0 über die Zeit zu bringen. Es hat sich auf dem Platz sehr gut angefühlt. Das sind die Momente, für die man in der Reha gearbeitet hat.“

… seinen ersten Heimsieg:

„Das ist das Schönste als Fußballer. Für mich war es das erste Mal im Max-Morlock-Stadion mit so vielen Fans. Je mehr Fans ins Stadion kommen, desto mehr Unterstützung kriegen wir. Das kann und wird in den letzten Wochen sehr wichtig für uns.“

… über seine Reha:

„Nach der Operation wurde das in den ersten Wochen stillgelegt. Danach ging es darum, wieder Beweglichkeit reinzubekommen und Kraft aufzubauen. Das ist ein Prozess, weil die Schulter ein frei bewegliches Gelenk ist. Daher ist es ein bisschen komplizierter. Von der Gemütslage war es auch sehr schwer, wenn du dich in der Kabine mit der Mannschaft umziehst, die gehen aber rauf auf den Platz und du musst in der Reha an den Gewichten ackern, willst aber raus mit den Jungs. Es war keine einfache Zeit, aber ich bin froh, dass ich die hinter mir habe.“

… über den ungünstigen Zeitpunkt seiner Verletzung zum Saisonbeginn:

„Ich komme zu einem neuen Verein und will direkt zeigen, was ich kann und warum ich geholt worden bin. Im letzten Vorbereitungsspiel ist die Verletzung entstanden. Dass ich die ersten zwei Spiele gespielt habe, war vielleicht auch ein Stück weit verrückt von mir – aber ich wollte es einfach so sehr zeigen.“

… über sein Einleben in der Stadt und im Club:

„Der Club ist geil. Das ist ein Traditionsklub. Ich mag es, für Traditionsklubs zu spielen, das hat einen besonderen Charme – auch mit den Fans. Von der Stadt konnte ich leider noch nicht so viel sehen. Ein paar Jungs haben mir was gezeigt, aber es hatte auch viel geschlossen. Das hole ich dann aber nach. Vom Verein her bin ich aber hochzufrieden, das macht mir sehr viel Spaß.“

… über das Comeback seines Bruders Benjamin für Hoffenheim und die familiäre Unterstützung:

„Na klar, man unterstützt sich, generell ist der Zusammenhalt bei uns in der Familie sehr hoch. Mein Vater hat da Erfahrung, mein ältester Bruder auch. Man unterhält sich und baut den anderen auf, weil es wirklich keine einfache Phase ist. Für meinen Bruder war es gefühlt doppelt so schlimm. Anderthalb Jahre ist im Fußball heutzutage schon eine Hausnummer. Dass er jetzt so stark zurückgekommen ist, ist etwas Besonderes. Natürlich hat er auch Phasen durchgemacht, die nicht so einfach waren, die ich auch durchmachen musste. Da hilft man sich schon. Ich bin froh, dass er sein Comeback geben konnte und ich meines jetzt auch.“

… über seine Ziele für die weitere Saison:

„Für mich persönlich ist erst mal wichtig, auf 100 Prozent zu kommen. Das dauert nach einer so langen Pause natürlich seine Zeit. Nicht nur was die Schulter betrifft, sondern auch im Fitnessbereich wieder da hinzukommen, dass man 90 Minuten spielen kann. Natürlich will ich spielen, der Trainer stellt aber auf, das ist klar. Ich möchte der Mannschaft sowohl neben als auch auf dem Platz weiterhelfen, damit wir so lang wie möglich eine gute Rolle spielen.“


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