Profis Mittwoch, 07.10.2020

Felix Lohkemper: Zwiegespaltener Tor-Debütant

Foto: Sportfoto Zink

Ein Tor und eine Vorlage: Gegen Darmstadt 98 zeigte Felix Lohkemper sein vermutlich bislang bestes Club-Spiel. Richtig freuen konnte er sich nach dem Spiel darüber aber (noch) nicht.

Auf diesen Moment hatte Felix Lohkemper lange gewartet. Von Johannes Geis geschickt, sprintete der Club-Stürmer die linke Außenbahn entlang, drang von links in den Darmstädter Sechzehner ein, zog an einem der Lilien-Verteidiger vorbei und versenkte den Ball ins lange Eck. „Ich freue mich, dass ich endlich getroffen habe“, sagte ein aber noch recht zwiegespaltener Tor-Debütant nach 94 intensiven Darmstadt-Minuten.

Die Freude über den Premierentreffer wollte unmittelbar nach Abpfiff noch nicht gänzlich in Erscheinung treten. Verständlicherweise. Zu bitter war das, was nur wenige Minuten zuvor geschah. „Über das Ergebnis bin ich natürlich sehr enttäuscht“, fasste Lohkemper zusammen. Zurecht, schließlich ging sein Team – auch dank Lohkempers tatkräftigem Mitwirken – zweimal in Führung. Der Ex-Magdeburger traf nicht nur zum zwischenzeitlichen 2:1, bereits nach zwei Minuten bereitete er die Führung mit einer mustergültigen Flanke vor. „Wenn man in der 90. +3 eine Niederlage fängt, tut das schon sehr weh. Da müssen wir wenigstens den Punkt mitnehmen.“

„Ich will mich zeigen“

Sein Trainer jedenfalls lobte die Leistung Lohkempers im Nachgang. „Ich war zufrieden, so wie letzte Woche auch schon“, so Robert Klauß. „Es freut mich, dass er zeigen konnte, dass er auch Richtung Tor richtig gefährlich ist.“ In Testspielen bewies Lohkemper dies bereits allemal. In der Sommervorbereitung gelangen dem gebürtigen Wetzlarer vier Treffer (ein Tor gegen Regensburg, zwei gegen Hoffenheim, eins gegen Türkgücü München). Nun folgte die Tor-Premiere im Pflichtspielbetrieb.

Mit einer automatischen Startelf-Garantie nach der Länderspielpause rechnet Lohkemper aber nicht. „Ich gebe alles im Training. Ich will mich zeigen, habe mich heute gezeigt und dann wird man sehen. Der Trainer stellt auf“, weiß Lohkemper.