Profis Teamcheck Freitag, 07.02.2014

FC Bayern: "Wir wollen Weltspitze sein"

Am Samstag, 08.02.14, gastiert der FC Bayern München im Grundig Stadion. fcn.de beleuchtet den kommenden Gegner.

Foto: Picture Alliance

Keine fünf Jahre ist es her, da versanken Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß kurz vor der Halbzeit tief in ihrem Tribünenplatz im Camp Nou. Showtime in der Champions-League, Viertelfinale, und ihre Bayern unter der Regie von Jürgen Klinsmann lagen beim FC Barcelona gedemütigt mit 0:4 hinten. Eine Lehrstunde für den Verein, der so gerne anderen eine erteilt, sportlich wohlgemerkt. Und der die Weltspitze nur noch mit dem Fernglas sehen konnte, diese Erkenntnis reifte an jenem Abend.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Der FC Bayern verkörpert mittlerweile selbst Weltklasse, der Verein hat sich nicht nur den Henkelpott im vergangenen Mai geholt, er hat sich auch den Respekt der anderen Branchenriesen in Europa verdient und gilt vielen derzeit als die beste Mannschaft auf diesem Planeten.

Eigengewächse und hochkarätige Transfers für den Erfolg

Klotzen statt kleckern könnte man ganz simpel die Devise nennen, nach der die Bayern bei ihren Transfers seitdem handeln. Sie können es sich ja auch leisten, gilt der Rekordmeister doch auch als finanziell gesündester Verein überhaupt. Eine Situation, die sich noch verbessern wird, wenn die Allianz-Arena in wenigen Jahren komplett abbezahlt sein wird.

Ganz so einfach ist es freilich nicht, das Erfolgsmodell der Bayern beruht auf zwei Säulen. Hier hochkarätige Eigengewächse, die es zu den Profis schaffen. Müller, Alaba, Kroos über den Umweg Ausleihe, Lahm, Schweinsteiger, Contento, Badstuber, Höjbjerg als nächster. Eine stattliche Anzahl, die kaum ein Verein in der Liga nachweisen kann. Dort Top-Transfers, bei denen die Bayern mittlerweile ganz anders investieren als noch vor einem Jahrzehnt. Eine Entwicklung, die eigentlich schon 2007 nach einem enttäuschenden vierten Platz im Endklassement einsetzte, Franck Ribery, Luca Toni und sechs weitere Kräfte kamen damals für rund 80 Millionen Euro.

Internationale Dominanz, auch dank Dortmund

Eine neue Philosophie, der sich der Verein seitdem treu geblieben ist, Klasse statt Masse heißt es nun. Arjen Robben folgte 2009 für 25 Millonen Euro, Mario Gomez kostete zehn mehr, Javi Martinez stellte 2012 mit 40 Millionen einen bis heute gültigen Bundesliga-Rekord auf. Dazu Manuel Neuer, vor dieser Saison Mario Götze und Thiago. Teil für Teil haben die Bayern ihr Puzzle für eine absolute Weltklasse-Truppe zusammengesetzt.

Allerdings verlief die Entwicklung in den besagten fünf Jahren nicht linear, es gab herbe Dellen. Zum Beispiel die verlorenen Finals in der Champions League 2010 und besonders 2012, jenes Drama gegen Chelsea auf heimischem Boden. Obendrein schickte sich mit Borussia Dortmund ein hartnäckiger, innovativer Konkurrent an, den Bayern die nationale Vorherrschaft zu entreißen.  Spätestens da fühlten sich die Bayern arg in ihrer Ehre gekränkt und holten zum Gegenschlag aus. Das Resultat: Eine nunmehr seit knapp zwei Jahren anhaltende Dominanz, gekrönt mit dem historischen Triple im vergangenen Mai.

Weiterhin auf "Weltspitze" durch und mit Pep Guardiola

Nach oben kommen, ist das eine. Oben zu bleiben das viel schwierigere andere. Die Bayern versuchen sich gerade daran in dem Wissen, dass es in der Gesetzmäßigkeit des Sports liegt, nicht auf ewig alle Titel abräumen zu können. Änderungen im Erfolg herbeizuführen, soll den Bayern helfen. Die erste betraf den Trainer, Pep Guardiola krempelte den Spielstil auf links, er setzt immer wieder neue Reize, die die Mannschaft fordern. Und in dieser kann sich fast niemand seines Platzes sicher sein.

Ausnahmen wie Neuer, Lahm oder Ribery bestätigen die Regel. Meriten von früher sind Schall und Rauch, wie unter anderem Mario Mandzukic leidvoll erfahren musste. Im Triple-Jahr ein gefeierter Held, ist er unter Guardiola umstritten, mit Robert Lewandowski steht der nächste Top-Stürmer schon parat. Ein gnadenloser Konkurrenzkampf, den das Team gut annimmt, die Stars haben sich an die Rotation gewöhnt, zumal sich ein großer, mit Luxuskräften gespickter Kader als richtig erwiesen hat.

„Wir wollen Weltspitze sein“, sagt Sportvorstand Matthias Sammer. Das bedeutet, regelmäßig das Halbfinale der Champions League zu erreichen. Den erneuten Titel in der Königsklasse fordert offiziell niemand, ein Ziel bleibt er allemal. In ihren Sitzen müssen die Bosse jedenfalls schon lange nicht mehr versinken.  

Spieldaten

20. Spieltag, Bundesliga 2013/2014
0 : 2
1. FC Nürnberg
FC Bayern München
18. Mario Mandžukić 0:1
49. 18466 0:2
Stadion
Grundig Stadion
Datum
08.02.2014 14:30 Uhr
Schiedsrichter
Tobias Welz
Zuschauer
noch unbekannt

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Schäfer - Chandler (10. Angha) - Petrak - Pinola - Plattenhardt - Frantz - Drmic - Feulner - Kiyotake - Hloušek (76. Gebhart) - Ginczek (22. Pekhart)
Reservebank
Rakovsky, Angha, Pekhart, Gebhart, ??, Campaña, Mak
Trainer
Gertjan Verbeek
FC Bayern München
18466 - 18466 - 18466 - Dante - Alaba - 18466 - Müller (72. Martinez) - Götze - Alcántara - Robben (81. Shaqiri) - Mandžukić (85. Pizarro)
Reservebank
Starke, Contento, Höjbjerg, 18466, Martinez, Shaqiri, Pizarro
Trainer
Pep Guardiola

Ereignisse

10. min Spielstand: 0:0
Martin Angha kommt für Timothy Chandler

18. min Spielstand: 0:1
Mario Mandžukić

22. min Spielstand: 0:1
Tomas Pekhart kommt für Daniel Ginczek

43. min Spielstand: 0:1
18466

45. min Spielstand: 0:1
Adam Hloušek

49. min Spielstand: 0:2
18466

64. min Spielstand: 0:2
Mario Mandžukić

64. min Spielstand: 0:2
Thomas Müller

72. min Spielstand: 0:2
Javier Martinez kommt für Thomas Müller

76. min Spielstand: 0:2
Timo Gebhart kommt für Adam Hloušek

81. min Spielstand: 0:2
Xherdan Shaqiri kommt für Arjen Robben

85. min Spielstand: 0:2
Claudio Pizarro kommt für Mario Mandžukić

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