Hintergründe Donnerstag, 28.02.2013

Fallou Diagne: Der etwas andere Innenverteidiger

Vor dem Duell gegen den SC hat sich fcn.de einen Freiburger genauer angeschaut.

Fallou Diagne (r.) im Duell mit Tomas Pekhart. Foto: Daniel Marr

Ein Freiburger Schwabe? Was für ein Fauxpas! Die Freiburger gehören zwar zu Baden-Württemberg, doch sie definieren sich ausschließlich über den ersten Teil des Namens ihres Bundeslandes. Und daran kann auch der Umstand nichts ändern, dass sie, die Südbadener, mitunter eine den Schwaben nachgesagte Eigenheit pflegen und hegen. Siehe den SC.

Sehr, sehr sparsam ist er schon aus Überzeugung, was das Bezahlen von Ablösen anbelangt. So ist die andernorts eher bescheiden anmutende Summe von 500.000 Euro beim Sportclub schon eine rekordverdächtige Investition. So geschehen bei Fallou Diagne, den der SC im Winter 2011 für eben jene Summe vom französischen Erstligisten Metz loseiste. Und bereut hat er bis heute keinen einzigen Cent. Im Gegenteil.

Von Cisse empfohlen

Ein echter Glücksgriff ist den Freiburgern gelungen - übrigens auf Empfehlung des wohl größten Glücksgriff s in der Vereinsgeschichte. Gemeint ist der heute für den englischen Erstligisten Newcastle United stürmende Papiss Demba Cisse. Der Angreifer aus dem Senegal legte dem SC seinen verteidigenden Landsmann wärmstens ans Herz – und riet auch diesem mit warmen Worten zu einem Wechsel in den Breisgau. Dass der Einfädler des Transfers selbst wenige Wochen später für rund zwölf Millionen Euro auf die Insel wechselte, sollte Diagne nicht stören.

Auch ohne die Unterstützung seines Landmanns startete der 23-Jährige beim SC voll durch – auf Anhieb avancierte er in der  Innenverteidigung zur gesetzten Stammkraft. Spricht man von der Defensivstärke des SC, redet man also auch automatisch über den Senegalesen. Dabei entspricht dieser nicht unbedingt dem Prototypen des heutigen Innverteidigers: Schmächtig kommt er daher – und mit nur 1,85 Meter eher klein. Kein Problem, mit einem sehr guten Spielverständnis, Übersicht und einer ordentlichen Sprungkraft macht er diese vermeintlichen körperlichen Nachteile locker wett.

Manchmal etwas riskant

Es sieht jedenfalls höchst elegant aus, wenn der einst in der Jugend als offensiver Mittelfeldspieler ausgebildete Techniker die Pässe des Gegners abläuft, um postwendend klug das eigene Spiel aufzubauen. Nur ein kleiner Haken verbirgt sich hinter seiner Spielweise: Sie ist hin und wieder zu riskant, zudem schielt immer mal wieder der Leichtsinn ums Eck. Angesichts von lediglich 22 Gegentoren kann der SC freilich damit bestens leben.

Spieldaten

24. Spieltag, 1. Bundesliga 2012/2013
1 : 1
1. FC Nürnberg
33. Timmy Simons (Elfmeter) 1:0
SC Freiburg
83. Jonathan Schmid 1:1
Stadion
Grundig Stadion
Datum
02.03.2013 14:30 Uhr
Schiedsrichter
Felix Zwayer
Zuschauer
38188

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Schäfer - Balitsch - Nilsson (77. ERROR!) - Klose - Plattenhardt - Feulner - Simons - Frantz - Kiyotake (82. Ildiz) - Esswein - Pekhart (62. Polter)
Reservebank
Rakovsky, ??, Pinola, Ildiz, Kanazaki, Mendler, Polter
Trainer
Michael Wiesinger
SC Freiburg
Baumann - Schmid - Ginter - Diagne - Sorg - Schuster - Makiadi (77. Flum) - 18466 - Caligiuri - 18466 - Guédé (46. Santini)
Reservebank
Batz, Günter, Hedenstad, Höhn, Mujdza, Flum, Santini
Trainer
Christian Streich

Ereignisse

33. min Spielstand: 1:0
Timmy Simons

44. min Spielstand: 1:0
Cédric Makiadi

46. min Spielstand: 1:0
Ivan Santini kommt für Karim Guédé

60. min Spielstand: 1:0
Daniel Caligiuri

62. min Spielstand: 1:0
Sebastian Polter kommt für Tomas Pekhart

73. min Spielstand: 1:0
Mike Frantz

77. min Spielstand: 1:0
Johannes Flum kommt für Cédric Makiadi

77. min Spielstand: 1:0
ERROR!Per Nilsson

82. min Spielstand: 1:0
Muhammed Ildiz kommt für Hiroshi Kiyotake

83. min Spielstand: 1:1
Jonathan Schmid

90. min Spielstand: 1:1
Sebastian Polter