Exkursion nach Saragossa: Delegation von Stadt, Verein und DFL besichtigt WM-Projekt
Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen…
Das gilt ganz besonders für die Teilnehmer der internationalen Fach-Exkursion, die im spanischen Saragossa nicht nur den Neubau des Stadions Nueva Romareda besichtigten, sondern gleich noch wichtige Eindrücke des temporären modularen Ausweichstadions gewinnen konnten.
2030 wird die Fußball-Weltmeisterschaft in Marokko, Portugal und Spanien ausgetragen. Ein Spielort wird Saragossa sein. Aus diesem Grund wurde das Stadion Estadio de la Romareda abgerissen und wird an der gleichen Stelle komplett neu gebaut. Das Interessante: Um mehrere Spielzeiten auf einer Baustelle zu verhindern, wurde an anderer Stelle ein Ausweichstadion errichtet.
Stadtrat prüft Option
Auch die Stadt Nürnberg plant gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg, das beinahe 100 Jahre alte Max-Morlock-Stadion mit einem Vollumbau fit für die Zukunft zu machen. Die Planungen sind so weit vorangeschritten, dass derzeit ein Vorplaner daran arbeitet, die Wünsche von Stadt, Fans und Verein so zusammenzubringen, dass eine belastbare Kostenrechnung und eine finale Ausschreibung erfolgen kann. Der Nürnberger Stadtrat will dazu im Laufe des Jahres richtungsweisende Entscheidungen treffen. Unter anderem, ob während der Bauphase in einer Baustelle oder in einem temporären Ausweichstadion gespielt werden soll.
Damit Stadt und Entscheider auch einen umfassenden, tiefgründigen Eindruck insbesondere für solch ein Ausweichstadion gewinnen können, ging es auf Betreiben des 1. FC Nürnberg mit Vertretern der DFL und der spanischen Liga auf eine Exkursion in die Hauptstadt Aragoniens.
Stefan Heim, Vorstand Finanzen beim 1. FC Nürnberg und von Vereinsseite verantwortlich für das Projekt, war dabei und froh, über viele neue Eindrücke: „Wir konnten viele Erkenntnisse gewinnen. In Saragossa zeigt sich, dass Ausweichstadien eine realistische Alternative für Übergangsphasen darstellen können. Deshalb sind wir dem Stadtrat dankbar, diese Option prüfen zu dürfen.“ Jetzt gelte es zu prüfen, ob eine vergleichbare Lösung auch für das Nürnberger Projekt in Frage kommen könnte.