Profis Mittwoch, 05.02.2014

"Es macht definitiv sehr viel Spaß, die Bayern zu schlagen"

Foto: Picture Alliance

Wenn der 1. FC Nürnberg auf die Bayern trifft, geht es um mehr als nur drei Punkte. Fcn.de blickt zurück auf den letzten Club-Sieg, mit dem der 1. FCN Ottmar Hitzfeld das Comeback vermasselte.

Es ist immer ein ganz besonderes Spiel, wenn der 1. FC Nürnberg den FC Bayern München empfängt. Allein schon aufgrund der räumlichen Nähe verbindet beide Klubs seit jeher eine gewisse Rivalität. Siege im direkten Duell sind deshalb schon alleine fürs Prestige wichtig – und für die Anhänger doppelt wertvoll. Das letzte Mal, dass der 1. FCN als Derbysieger den Platz verließ war am 2. Februar 2007. Wir blicken zurück…

Nur einen Tag vor der Partie musste Felix Magath seinen Posten als Bayern-Coach räumen, Ottmar Hitzfeld übernahm und feierte sein Comeback auf der Trainerbank des Rekordmeisters. Schon nach zehn Minuten wurde die Marschrichtung des Spiels ausgegeben. Javier Pinola prüfte Oliver Kahn mit einem gefährlichen Freistoß, der Schlussmann konnte den Ball gerade noch über den Querbalken lenken.

Schäfer parierte stark

Nur drei Minuten vergingen, ehe der Club den nächsten Angriff startete. Markus Schroth überlistete das Münchner Abwehrgespann mit einem Steilpass auf Ivan Saenko, der umkurvte Oliver Kahn und schob den Ball zum 1:0-Führungstreffer ein. Danach waren die Bayern am Zug. Doch Raphael Schäfer war stets zur Stelle. Kurz vor der Pause hatte der Niederländer Roy Makaay den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, scheiterte aber am Club-Keeper, der den Ball um den linken Pfosten drehte und die Halbzeitführung für den Club sicherte.

Die Münchner blieben auch nach der Pause gefährlich. Owen Hargreaves prüfte Raphael Schäfer in der 56. Minute, doch auch diesen Ball konnte die Nummer 1 des Club parieren. Eine Viertelstunde später musste dann Oliver Kahn wieder hinter sich greifen. Andreas Wolf hatte sich durchgetankt, spielte raus zu Vratislav Gresko. Der Linksfuß flankte mustergültig und Markus Schroth traf per Flugkopfball in die Maschen. "Es macht definitiv sehr viel Spaß, die Bayern zu schlagen", sagte Schroth nach der Partie.

"Eigentlich wollte ich eine Woche frei geben"

In der Schlussphase setzte der Club sogar noch einen drauf. Nach einem vergebenen Schuss von Lucio eroberte Ivan Saenko den Ball. Der Russe bediente Robert Vittek, der sich im Zentrum gegen drei Münchner durchsetzen konnte und den Ball wuchtig zum 3:0-Endstand in die Maschen setzte.

"Nürnberg hat selbstbewusst gespielt, wir waren oft einen Schritt zu spät. Meinen Einstand habe ich mir sicher anders vorgestellt", musste Ottmar Hitzfeld nach dem Spiel feststellen. Sein Nürnberger Trainerkollege war im Anschluss an den Sieg so von der Leistung seiner Mannschaft angetan, dass er den Spieler zwei trainingsfreie Tage spendierte: "Eigentlich wollte ich eine ganze Woche frei geben", scherzte Hans Meyer.