Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

OK
Profis Hintergründe Freitag, 06.12.2013

Erst Spätstarter, dann Leistungsträger

Mainz' Toptorjäger Nicolai Müller unter der Lupe.

Bild: Picture Alliance

Wer einen Zehner darauf wetten möchte, welcher Mainzer als nächster für eine Ablöse im Millionenbereich zu einer der Branchengrößen der Bundesliga wechselt, der setze sein Geld auf Nicolai Müller. Das heißt freilich nicht, dass der 26-Jährige auch tatsächlich schon im kommenden Sommer eine neue Herausforderung sucht. Es bedeutet aber ganz sicher, dass sich Müller in zahlreiche Notizbücher gespielt und geschossen hat. Stolze sieben Saisontreffer hat der Offensivspieler bereits auf seinem Konto. Vier davon an den ersten fünf Spieltagen. Blitzstart nennt man das für gewöhnlich.

Müller hat im besten Fußballeralter den Durchbruch geschafft. Der deutete sich bereits in der vergangenen Rückrunde an, die ganz am Ende nationale Ehren für ihn bereit hielt. Joachim Löw berief Müller erstmals in den Kreis der Nationalmannschaft. Tatsächlich kam Müller auf der USA-Reise zu seinen ersten beiden Einsätzen für Deutschland. Da konnte es ihm auch egal sein, dass alle Bayernspieler und die meisten Dortmunder damals wegen des Champions League-Finals im Aufgebot fehlten. Ob weitere Einsätze oder gar die WM-Teilnahme folgen werden? Ein äußerst schwieriges Unterfangen bei der Masse an Klasse, über die Deutschland in der Offensive verfügt.

Leistungsträger mit anfänglichen Schwierigkeiten

Spätstarter mag etwas übertrieben sein, richtig ist aber auf jeden Fall, dass Müller etwas mehr Zeit benötigte um sich ganz oben durchzusetzen als so manch blutjunges Bundesligasternchen. Bei Greuther Fürth glückte ihm einst nicht der sofortige Durchbruch in der 2. Liga. Anfang 2009 ließ sich Nicolai Müller daher für ein halbes Jahr an den damaligen Drittligisten SV Sandhausen verleihen.

Zurück in Fürth ging es stetig aufwärts, ehe Thomas Tuchel 2011 Müller nach Mainz holte. Auch bei den 05ern benötigte Müller eine Eingewöhnungsphase auf dem Bundesliganiveau. Es spricht aber für ihn, dass er stets an sich arbeitete, Kritik positiv aufnahm und nun zu den absoluten Leistungsträgern gehört. Seine aktuelle Bilanz würde sich vielleicht sogar noch besser lesen, hätten ihn Anfang November nicht Probleme am rechten Sprunggelenk etwas ausgebremst. Beim Comeback in Bremen glückte ihm freilich sofort wieder ein Treffer. Irgendwie typisch für Müller, man hätte fast darauf wetten können.

Spieldaten

15. Spieltag, Bundesliga 2013/2014
1 : 1
1. FC Nürnberg
5. Per Nilsson 1:0
1. FSV Mainz 05
75. Shinji Okazaki 1:1
Stadion
Grundig Stadion
Datum
06.12.2013 19:30 Uhr
Schiedsrichter
Manuel Gräfe
Zuschauer
31084

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Schäfer - Chandler (61. Feulner) - Nilsson - Pogatetz - Plattenhardt - Frantz (69. Mak) - Hasebe - Kiyotake - Drmic - Hloušek - Ginczek (78. Pekhart)
Reservebank
Feulner, Mak, Pekhart, Rakovsky, ??, Pinola, Esswein
Trainer
Gertjan Verbeek
1. FSV Mainz 05
Karius - Pospech - Bell - Noveski - Díaz - Geis - Park - Zimling (60. Saller) - Müller - Okazaki (78. Sliskovic) - Polter (29. Choupo-Moting)
Reservebank
Mathenia, Choupo-Moting, Saller, Svensson, Malli, Moritz, Sliskovic
Trainer
Thomas Tuchel

Ereignisse

5. min Spielstand: 1:0
Per Nilsson

29. min Spielstand: 1:0
Eric Maxim Choupo-Moting kommt für Sebastian Polter

45. min Spielstand: 1:0
Mike Frantz

60. min Spielstand: 1:0
Benedikt Saller kommt für Niki Zimling

61. min Spielstand: 1:0
Markus Feulner kommt für Timothy Chandler

66. min Spielstand: 1:0
Jung-Bin Park

69. min Spielstand: 1:0
Robert Mak kommt für Mike Frantz

75. min Spielstand: 1:1
Shinji Okazaki

78. min Spielstand: 1:1
Tomas Pekhart kommt für Daniel Ginczek

78. min Spielstand: 1:1
Benedikt Saller

78. min Spielstand: 1:1
Petar Sliskovic kommt für Shinji Okazaki

90. min Spielstand: 1:1
Petar Sliskovic