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Profis Freitag, 27.03.2020

Enrico Valentini: Kein Fokus auf Fußball

Foto: Sportfoto Zink

Glücklich über die Rückkehr nach draußen, besorgt über die Folgen des Corona-Virus - menschlich wie wirtschaftlich: Enrico Valentinis Gedanken drehen sich derzeit um vieles, verständlicherweise am wenigsten um den Fußball.

„Es ist einfach schön, dass wir wieder raus können.“ 14 Tage verbrachte die Mannschaft nach dem positiven Corona-Befund in Quarantäne, darunter auch Ur-Nürnberger Enrico Valentini. Wohin es für ihn im Anschluss als erstes ging? „Gleich in den Wald. Ich werde laufen und es genießen“, freute sich der Außenverteidiger.

Valentini blickt auf eine für ihn ungewohnte Situation zurück. Da trainierst du nahezu täglich, teilweise sogar mehrfach am Tag, spielst zudem Woche für Woche um wertvolle Punkte für den Club – einem in dieser Saison aufgrund der sportlichen Situation mit viel Druck verbundenen Unterfangen. Und auf einmal pausiert das Geschäft. „Das ist schon sehr ungewohnt“, resümiert Valentini die Anfangszeit des Fußball-Stopps, um gleichzeitig aber einzugestehen, dass der Fußball derzeit nicht in seinem persönlichen Fokus stehe.

Belastende Situation

Das Corona-Virus und das Erliegen des öffentlichen Lebens schränkt auch Mitglieder seiner Familie ein. Die Vinothek seiner Eltern ist geschlossen, seine Schwester Roberta, Musicaldarstellerin, kann derzeit nicht auftreten. „Sie sind aber gut abgesichert, außerdem sind wir ja auch noch da. Ich denke da eher an andere Gastro-Unternehmen. Auch gerade für Künstler ist das alles schwierig, die bekommen derzeit gar kein Geld.“

Ein weiterer Punkt, der Valentini und seine Familie beschäftigt: das Corona-Virus traf das Heimatland Italien bislang mit am schlimmsten. „Das belastet schon sehr. Die italienischen Nachrichten sind sehr beklemmend. Die verstorbenen Leute werden teilweise mit Militärfahrzeugen weggefahren, das ist extrem hart. In meinem Heimatdorf ist es noch glimpflich. Ich hoffe und bete, dass das so bleibt.“ Hoffen und beten – sein Glauben gibt dem 31-Jährigen Halt. „Grundsätzlich hilft mir der Glauben in allen Dingen, auch in dieser Situation ist er am allerwichtigsten.“