"Ein halbes Jahr, das bleibt“
Die US-Amerikanerin blickt zurück auf 13 Spiele, besondere Momente auf und neben dem Platz und erzählt, was sie am meisten vermissen wird
Sechs Monate, 13 Spiele und unzählige Momente, die bleiben – Aleigh Gambone verlässt den 1. FC Nürnberg geplant zum Jahreswechsel. Die 25-jährige US-Amerikanerin kehrt nach Amerika zurück und wird künftig für Boston Legacy FC in der NWSL spielen, doch ihre Zeit beim FCN hat bleibende Spuren hinterlassen.
„Es war eine ganz besondere, aber vor allem positive Erfahrung“, sagt Gambone. „Ich konnte so viele neue Dinge erleben – die deutsche Kultur, einen etwas anderen Fußballstil, das Leben hier und natürlich auch das Wetter. Es ist hier definitiv kälter, aber damit hatte ich schon ein bisschen Erfahrung aus meiner Zeit in Schottland. Auffällt mir auch, dass es früher dunkel wird. Aber ehrlich gesagt war das Größte an meiner Zeit hier die Menschen, die ich kennenlernen durfte. Wirklich besondere Menschen – es wird sehr schwer, sie zu verlassen.“
Nach ihrem Wechsel im Sommer feierte sie ihr Bundesligadebüt gleich am ersten Spieltag gegen Union Berlin und zeigte in der Hinrunde regelmäßig ihre Qualitäten im Mittelfeld. Für Gambone war jedes Spiel eine neue Herausforderung.
Highlights auf und neben dem Platz
Sportlich sticht vor allem ein Spiel heraus: der Flutlichtkracher gegen Eintracht Frankfurt. „Das war ein ganz besonderer Abend“, erinnert sie sich. Auch das Spiel in Berlin, das durch ein Last-Minute-Tor entschieden wurde, bleibt unvergessen. Doch Gambone spricht nicht nur über den Fußball. „Abseits des Platzes hatten wir genauso viele unvergessliche Momente“, erzählt sie. „Beim Spikeball zwischen Mittagessen und Aktivierung oder auf unserer Reise nach Lyon – das gemeinsame Entdecken einer neuen Stadt mit dem Team hat unglaublich viel Spaß gemacht.“
Menschen, die bleiben und der Blick nach vorne
Am schwersten fällt ihr der Abschied von den Mitspielerinnen und dem Staff: „Alle waren unglaublich offen, herzlich und unterstützend. Dieses Umfeld hat mir geholfen, mich nicht nur als Spielerin, sondern auch als Mensch weiterzuentwickeln. Genau das wird mir am meisten fehlen.“ Trotz Abschied blickt Aleigh voller Vorfreude nach Amerika: „Ich freue mich darauf, die Mädels aus Amerika anzufeuern und zu sehen, wie sie in der Bundesliga bestehen. Und ich hoffe, in Boston ein Team zu finden, das genauso offen, unterstützend und herzlich ist wie dieses hier.“
Auf welchem Streamingkanal man die Google Pixel Frauen-Bundesliga auch von Amerika aus verfolgen kann, hat sie bereits herausgefunden.