Profis Hintergründe Mittwoch, 05.03.2014

„Ein entscheidender Schritt“

fcn.de nimmt den nächsten Gegner Werder Bremen unter die Lupe.

Foto: Picutre Alliance

Beim Stichwort SV Werder schießen einem spontan viele Begriffe durch den Kopf, nur einer gewiss nicht: Abwehrbollwerk. Die Sportweisheit, dass die Offensive Spiele gewinnt, die Defensive aber Titel, setzte Bremen jedenfalls vor nicht allzu langer Zeit des Öfteren außer Kraft. Der Haken: Als die Offensive vor drei Jahren begann, die einstige Wucht zu verlieren, veränderte sich am mitunter zu sorglosen und damit Fehler behafteten  Defensivverhalten nichts Grundlegendes.

Kein Wunder also, dass Trainer Robin Dutt im vergangenen Sommer bei seinem Dienstantritt an der Weser die Prämisse „hinten stabil“ ausgab. Das Ergebnis: Der SV Werder hat bislang achtmal zu null gespielt, ist nun nach Nürnberg mit der Auszeichnung von 264 gegentorlosen Minuten gereist. „Das ist ein entscheidender Schritt für eine Mannschaft, die ein Defensivproblem hatte“, lautet Dutts Zwischenfazit. Nur, wo Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten. Und der lässt sich beim SV Werder mit einer Zahl benennen: 46! So viele Gegentore kassierte Bremen bislang, nur drei Klubs weisen einen höheren Wert auf. Defensiv gesehen ist der SV Werder also noch nicht übern Berg. Die Diagnose lautet: noch nicht vor Ausrutschern gefeit.

Lukimyas zweite Chance

Siehe Assani Lukimya. Vor drei Wochen bereitete der Bremer Innenverteidiger im Heimspiel gegen die Gladbacher deren Führungstreffer mustergültig vor, erholte sich in Folge von diesem Blackout nicht und musste nach gut einer halben Stunde völlig entnervt ausgewechselt werden. Das sich anschließende 0:0 in Frankfurt erlebte Lukimya komplett von der Bank aus mit, ehe er am vergangenen Samstag gegen den HSV in die Startelf zurückkehrte. Zwangsweise, denn mit Felix Kroos und Luca Caldirola fehlten zwei Abwehrkräfte gesperrt. Aber, Zwang hin oder her, Robin Dutt bereute es hinterher gewiss nicht, Lukimya aufgestellt zu haben. Der 28-jährige Deutsch-Kongolese, dessen Trumpf die Zweikampfstärke ist, bot im Derby eine bärenstarke Vorstellung. Resolut, schnörkellos und fehlerfrei räumte er hinten auf – und sammelte somit eifrig Pluspunkte, um heute wieder von Beginn an verteidigen zu dürfen.

Spieldaten

24. Spieltag, Bundesliga 2013/2014
0 : 2
1. FC Nürnberg
SV Werder Bremen
40. Franco Di Santo 0:1
68. Philipp Bargfrede 0:2
Stadion
Grundig Stadion
Datum
08.03.2014 17:30 Uhr
Schiedsrichter
Manuel Gräfe
Zuschauer
40608

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Schäfer (46. Rakovsky) - Angha - Petrak - Pinola - Plattenhardt - Campaña (76. Colak) - Frantz - Mak (63. Pekhart) - Kiyotake - Hloušek - Drmic
Reservebank
Rakovsky, Pekhart, ??, Pogatetz, Balitsch, Stark, Colak
Trainer
Gertjan Verbeek
SV Werder Bremen
Wolf - Ignjovski (80. 18466) - Prödl - Lukimya-Mulongoti - Caldirola - Bargfrede - Junuzovic - Obraniak (72. Gebre Selassie) - 18466 - Di Santo - Petersen (60. Makiadi)
Reservebank
Mielitz, 18466, Gebre Selassie, Aycicek, Kroos, Elia, Makiadi
Trainer
Robin Dutt

Ereignisse

33. min Spielstand: 0:0
Philipp Bargfrede

34. min Spielstand: 0:0
Ludovic Obraniak

40. min Spielstand: 0:1
Franco Di Santo

46. min Spielstand: 0:1
Patrick Rakovsky kommt für Raphael Schäfer

53. min Spielstand: 0:1
Martin Angha

60. min Spielstand: 0:1
Cédric Makiadi kommt für Nils Petersen

63. min Spielstand: 0:1
Tomas Pekhart kommt für Robert Mak

66. min Spielstand: 0:1
Adam Hloušek

68. min Spielstand: 0:2
Philipp Bargfrede

72. min Spielstand: 0:2
Theodor Gebre Selassie kommt für Ludovic Obraniak

74. min Spielstand: 0:2
José Campaña

76. min Spielstand: 0:2
Antonio-Mirko Colak kommt für José Campaña

80. min Spielstand: 0:2
18466 kommt für Aleksandar Ignjovski

83. min Spielstand: 0:2
Luca Caldirola

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