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Business Montag, 14.10.2019

Dr. Thomas Grethlein im Fazit-Interview: "Eine konstruktive Mitgliederversammlung"

Foto: fcn.de

Ein Tag nach der Mitgliederversammlung zeigte sich Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Thomas Grethlein zufrieden mit der Veranstaltung, wie er im Interview mit fcn.de verriet.

fcn.de: Herr Dr. Grethlein, nach bereits etwas mehr als fünf Stunden haben Sie mit Ihrer Abschlussrede die Mitgliederversammlung 2019 beendet. Mit einem Tag Abstand: Wie fällt Ihr Fazit aus?

Dr. Thomas Grethlein: Das war wirklich eine sehr konstruktive Mitgliederversammlung mit einem äußerst respektvollen Umgang untereinander. Die Veranstaltung hatte wirklich Klasse.

fcn.de: Und das trotz des Abstieges im Sommer. Worin sehen Sie die Gründe dafür?

Dr. Thomas Grethlein: Zum einen liegt’s natürlich daran, dass es gewisse positive Aspekte zu verzeichnen gab – vor allem die wirtschaftlichen Ergebnisse. Zum anderen nehmen die Leute wahr, dass seriös gearbeitet wird. Diese Seriosität wirkt sich inzwischen offensichtlich auch auf die Mitgliederversammlung aus.

fcn.de: Die Mitgliederversammlung zählt zu den wichtigsten Terminen überhaupt. Wie groß ist die Erleichterung darüber, dass es so harmonisch ablief?

Dr. Thomas Grethlein: Die Mitgliederversammlung ist für den Aufsichtsrat und die Vorstände tatsächlich eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Veranstaltung des Jahres. Das Harmonische würde ich aber gar nicht so stark in den Vordergrund stellen. Die Erwartungshaltung war schon, dass es in geordneten Bahnen laufen wird, aber natürlich ist man ein Stück erleichtert, weil man letztendlich nie genau weiß, was sich da ergibt.

fcn.de: Ein wichtiger Part der Mitgliederversammlung war die Neuwahl von drei Vertretern im Aufsichtsrat. Mit Johannes Bisping, Norbert Gunkler und Maximilian Müller wurden allesamt Kandidaten gewählt, die sich zur Wiederwahl gestellt hatten. Wie wichtig ist Kontinuität im Aufsichtsrat?

Dr. Thomas Grethlein: Ich persönlich halte es für sehr wichtig, weil wir jetzt ein Team im Aufsichtsrat haben, das gut zusammenarbeitet. Natürlich diskutieren wir Sachen auch mal kontrovers und äußern kritische wie unterschiedliche Meinungen. Aber wir finden immer einen Konsens und gehen das Ganze professionell an und weniger emotional, wie das vielleicht früher mal der Fall war.

fcn.de: Sie haben nicht nur als Aufsichtsratsvorsitzender fungiert, sondern auch als Mitglied, dabei einen Antrag auf Formulierungsänderung einer Satzung gestellt („Der Verein ist politisch, rassisch und konfessionell neutral.“). Können Sie nochmal mit eigenen Worten erklären, was Ihnen dabei wichtig war?

Dr. Thomas Grethlein: Das Wort „rassisch“ hat immer nur die Funktion, Rassisten in die Schranken zu weisen, dabei ist die Rassenlehre ja wissenschaftlich obsolet. Wenn wir das Wort bloß streichen würden, hätten wir das Problem, dass wir Rassisten nicht mehr aus dem Verein ausschließen können. Deswegen wollte ich das umformulieren und das Wort „ethnisch“ verwenden, was auch ein anerkannter Terminus ist. Außerdem gibt es ja auch ganz andere Dinge, weswegen Menschen diskriminiert werden, weswegen wir einen umfassenden Katalog aufgenommen haben. Wir wollten zeigen, dass diese Menschen alle bei uns willkommen sind – wie auch immer ihre persönliche Bedingheit ist.

fcn.de: In Ihrer Rede haben Sie davon gesprochen, dass Sie optimistisch in die Zukunft des Club blicken. Was genau stimmt Sie so positiv?

Dr. Thomas Grethlein: Wir haben jetzt ein wirtschaftliches Fundament, auf dem wir wieder mehr Handlungsfähigkeit besitzen. Die war in den letzten Jahren aufgrund der wirtschaftlichen Situation sehr eingeschränkt. Ich bin optimistisch, weil ich glaube, dass die Weichen so gut gestellt wurden, um uns Stück für Stück an unser Ziel heranzuarbeiten, uns in der ersten Liga festzusetzen.