Hintergründe Freitag, 20.09.2013

Dortmunds neue Waffen

Mkhitaryan und Aubameyang haben einen guten Einstand beim BVB hingelegt. Das Duo unter der Lupe.

Foto: Picture Alliance

Jürgen Klopp besitzt zweifellos ein gutes Näschen, wenn es darum geht, seine Mannschaft mit Fußballern zu verstärken, die den Hochgeschwindigkeitsfußball seiner Borussia nicht nur mitmachen, sondern sogar prägen können. Fußballer, die hierzulande zunächst keiner kannte, die es bei den Schwarz-Gelben aber zu Starruhm brachten. Beispiele aus der Vergangenheit gibt es dafür zur Genüge: Shinji Kagawa, Robert Lewandowski oder Lucas Barrios.

Diesen Sommer bewies Klopp den ersten Eindrücken nach erneut ein exzellentes Gespür - und zwar gleich doppelt. Deshalb soll es in dieser Rubrik ausnahmsweise auch nicht um einen, sondern um zwei Spieler gehen, für die der BVB zusammen rund 40 Millionen Euro ausgab: Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang. Mkhitaryan entdeckte Klopp bei Schachtjor Donezk, Dortmunds letztjährigem Gegner im Achtelfinale der Champions-League. In den beiden Partien damals fiel der 26,5 Millionen Euro teure Offensivspieler gar nicht mal so sehr auf, in der Bundesliga startete der sprachbegabte, sich schnell integrierende Neuzugang dafür umso mehr durch. Der 24-Jährige traf dreimal in vier Partien und bewies seine Klasse, die er am besten zentral hinter einer Spitze zum Einsatz bringt.

Vielseitig einsetzbar

Noch eindrucksvoller trumpfte Aubameyang bei seiner Premiere auf, mit drei Treffern beim FC Augsburg stellte er sich am ersten Spieltag dem deutschen Publikum vor. Der Nationalspieler Gabuns, der in Frankreichs 1. Liga bei St. Etienne auf sich aufmerksam gemacht hatte, besticht vor allem durch seine Schnelligkeit. Gerüchtehalber soll er auf den ersten 30 Metern sogar schneller sein als Usain Bolt, kein Geringerer als der schnellste Mensch aller Zeiten.

Das Duo hat es geschafft, dass nach fünf Spieltagen rund um Dortmund kaum noch jemand von Mario Götze spricht. Zumal die beiden Neuen die Flexibilität für Klopp in der Offensive stark erhöht haben. Aubameyang kann ganz vorne agieren, falls Lewandowski mal eine Pause braucht, genauso gut aber auch über die offensiven Außenbahnen. Mkhitaryan ist im Offensivbereich ebenfalls nicht an eine feste Position gebunden, seine Stärken verteilen sich gleichermaßen aufs Toreschießen und -vorbereiten.

Spieldaten

6. Spieltag, Bundesliga 2013/2014
1 : 1
1. FC Nürnberg
50. Per Nilsson 1:1
Borussia Dortmund
37. Marcel Schmelzer 0:1
Stadion
Grundig Stadion
Datum
21.09.2013 14:30 Uhr
Schiedsrichter
Knut Kircher
Zuschauer
noch unbekannt

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Schäfer - Chandler, Nilsson, Pogatetz, Plattenhardt - Stark, Hasebe, Frantz, Kiyotake (89. Angha), Hloušek (67. Esswein) - Ginczek (81. Pekhart)
Reservebank
Stephan, Angha, ??, Pinola, Esswein, Drmic, Pekhart
Trainer
Michael Wiesinger
Borussia Dortmund
18466 - Durm, Subotic, Sokratis, Schmelzer (46. Sahin) - Bender, 18466 (65. Lewandowski), Aubameyang, Großkreutz, Reus (46. Hofmann) - Ducksch
Reservebank
Langerak, Günter, Hofmann, Mkhitaryan, Sahin, Lewandowski, Schieber
Trainer
Jürgen Klopp

Ereignisse

21. min Spielstand: 0:0
Timothy Chandler

34. min Spielstand: 0:0
Marco Reus

37. min Spielstand: 0:1
Marcel Schmelzer

46. min Spielstand: 0:1
Nuri Sahin kommt für Marcel Schmelzer

46. min Spielstand: 0:1
Jonas Hofmann kommt für Marco Reus

50. min Spielstand: 1:1
Per Nilsson

65. min Spielstand: 1:1
Neven Subotic

65. min Spielstand: 1:1
Robert Lewandowski kommt für 18466

67. min Spielstand: 1:1
Alexander Esswein kommt für Adam Hloušek

81. min Spielstand: 1:1
Tomas Pekhart kommt für Daniel Ginczek

89. min Spielstand: 1:1
Martin Angha kommt für Hiroshi Kiyotake

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