Dominik Schmitt: "Die Jungs nehmen das einfach an"
Der Club stellt das jüngste Team der 2. Bundesliga und steht mit der U23 auf Tabellenplatz eins der Regionalliga Bayern. Grund dafür ist auch, dass viele junge Spieler aus dem Profikader dort Spielpraxis sammeln. Einer, der ganz nah dran ist an ihnen, ist Übergangskoordinator Dominik Schmitt. Wie er mit den jungen Talenten arbeitet, erfahrt ihr hier.
„Absolut verdient“ sei der Herbstmeistertitel der U23 in der Regionalliga Bayern, wenn man Übergangskoordinator Dominik Schmitt danach fragt. Denn einen nicht geringen Anteil haben auch die Jungs, die er tagtäglich betreut und die zwischen Profitraining und Spielen auf den Sportplätzen Bayerns pendeln: „Wir haben dahingehend einiges angepasst, sodass die Jungs nicht nur zu den Spielen runtergehen, sondern teilweise schon ab Donnerstag am Training der U23 teilnehmen. Dadurch ist eine gute Einheit entstanden, was letztlich auch zu diesem Tabellenplatz geführt hat“, erklärt Schmitt.
Wenn der 33-Jährige von diesem verdienten Erfolg spricht, schreibt er sich diesen nicht selbst zu: „Ich gehe mit den Spielern in der Analyse nicht auf die Aufgaben ein, die sie im Spiel der U23 erfüllen müssen. Das machen Andy Wolf und Dominik Tekeser“, erklärt er. Und führt aus: „Bei mir geht es um individuellere Dinge. Diese sind unabhängig von der Spielklasse zu betrachten und sollen sie letztlich auf die 2. Bundesliga vorbereiten sowie ihnen ihre Potenziale aufzeigen“, stellt er klar.
„Das gibt ihnen viel Mentalität“
Es geht also darum, Kristian Mandic, Ayoub Chaikhoun oder Justin von der Hitz – um nur einige Namen zu nennen – auf das, was eventuell kommen kann, vorzubereiten. Das bringt die jungen Kicker auch in ihrer Entwicklung auf die nächste Stufe, wie er beschreibt: „Die Regionalliga gibt dir viel Mentalität. Wenn man beispielsweise in Hankofen auf überschaubaren Platzverhältnissen antreten muss, dann gilt es, das alles anzunehmen und trotzdem zu performen. Und genau das nehmen die Jungs einfach an und bringen ihre Leistung“, so der Übergangskoordinator.
Ein weiterer Name, der seit diesen Tagen im Kader der Klose-Elf erscheint, ist Marko Soldić: „Wir – also Joti Chatzialexiou, Michael Bischof, Michael Wiesinger, Dieter Frey, Pino und ich – sitzen alle zwei Wochen zusammen und gehen den Perspektivkader durch. Da entstand bei Pino und mir, natürlich nach Absprache mit Miro, die Idee, den Jungen einfach mal reinzuwerfen, um zu sehen, wie er das alles annimmt und die Belastung verkraftet. Bislang macht er es echt gut“, erläutert Schmitt die Entscheidung, den gerade erst 16-Jährigen mit nach Herzogenaurach zu nehmen.
Geduld gefragt
Eine weitere Qualität, die der Übergangskoordinator von seinen Schützlingen einfordert, ist Geduld: „Das ist das Wichtigste. Sie müssen geduldig bleiben und dann, wenn sie ihre Chancen erhalten, ihre Leistung bringen.“ Darauf versucht er, die jungen Spieler vorzubereiten – ob mit Einzelgesprächen, Videoanalysen oder auch der einen oder anderen Aufmunterung. Alles dafür, dass Jungs wie beispielsweise Piet Scobel erste Minuten in den Stadien der 2. Bundesliga sammeln dürfen: „Ich hoffe natürlich, dass das noch weiteren Spielern gelingt, weil es mich wirklich für jeden einzelnen von ganzem Herzen freuen würde“, schließt er das Gespräch ab.