Profis Sonntag, 10.05.2020

"Dinos" im Interview: "Ich genieße es in Nürnberg"

Foto: Sportfoto Zink

Winter-Neuzugang Konstantinos "Dinos" Mavropanos ist gerade mal 22 Jahre alt und kann trotzdem bereits auf eine bewegte Karriere zurückblicken. Vor über zwei Jahren verließ der Innenverteidiger seine griechische Heimat, um sich mit Arsenal London einem weltweit bekannten Club anzuschließen. Seit Januar ist "Dinos" in Nürnberg, um nach einer von Verletzungen gebeutelten Zeit Matchpraxis zu sammeln. Das klappte in seinen Augen bislang recht gut, der Wechsel nach Nürnberg war für ihn "die beste Lösung". Wie er die Corona-Situation erlebt hat und wie er sich mittlerweile einleben konnte, hat uns "Dinos" im Gespräch erzählt.

fcn.de: Servus Dinos, wie geht’s dir aktuell?

"Dinos" Mavropanos: Mir geht's soweit gut, danke! 

fcn.de: Das freut uns. Du lebst alleine in Nürnberg. War die Quarantäne und die Isolation da nochmal härter für dich, weil du nicht mal deine Teamkollegen treffen konntest?

"Dinos" Mavropanos: Es war schwierig. Ich kenne eigentlich nur die Mannschaftskollegen, die ich dann auch nicht mehr sehen konnte. Ich habe mich mit dem Training zuhause abgelenkt und alles gemacht, um fit zu bleiben.

fcn.de: … und in deiner Freizeit?

"Dinos" Mavropanos: Da mache ich in erster Linie das, was eigentlich fast alle machen: Serien gucken und mit Freunden online PlayStation spielen. Ansonsten habe ich aber noch die ein oder andere Extra-Einheit absolviert, um noch fitter zu werden. 

fcn.de: Diese Professionalität überrascht uns nicht wirklich bei dir. Der Kontakt mit der Freundin und der Familie läuft vermutlich über Skype, oder? Wie ist die Corona-Situation in Griechenland und wie sehr sorgst du dich um sie?

"Dinos" Mavropanos: Die Situation ist ähnlich wie in Deutschland. Der Ausbruch wurde zum Glück frühzeitig erkannt und Maßnahmen rechtzeitig getroffen. Die Leute können in Supermärkte gehen, alle sind wie dort mit Masken unterwegs. Jeder wünscht sich für seine Familie nur das Beste, ich natürlich auch. Ich hoffe, dass sie gesund bleiben.

fcn.de: Nach deinem Wechsel nach England ist der Schritt nach Deutschland dein zweiter Transfer in ein für dich fremdes Land. Hinzu kommt nun noch diese besondere Situation. Wie gehst du damit als junger Spieler um?

"Dinos" Mavropanos: Der Wechsel nach England war schon ein großer Schritt. Jetzt sind die Umstände hier aktuell natürlich auch besonders. Ich glaube aber, dass die Situation auch Gutes haben kann. Wir konnten uns mal auf uns fokussieren, uns mit uns und unserer Persönlichkeit auseinandersetzen. Und natürlich bin ich zwar viel alleine, aber ich kann mich auch virtuell viel mit meinen Leuten austauschen.

fcn.de: Wie bewertest du denn deine bisherige Zeit beim Club, wenn man mal Corona ausklammert?

"Dinos" Mavropanos: Bis zur Corona-Situation war es wirklich gut. Ich war immer total glücklich, die Zeit mit meinen Mannschaftskollegen zu verbringen, das liegt auch am guten Teamgeist. Ich bin froh, hier zu sein. Der Wechsel nach Nürnberg war rückblickend die für mich beste Lösung, weil ich mich auch selber finden wollte. Außerdem ist die Stadt auch wirklich schön. Ich genieße es in Nürnberg.

fcn.de: Ein Grund für eine Leihe ist ja auch immer der Aspekt, Spielpraxis zu sammeln und sich zu entwickeln. Kannst du in dieser Hinsicht bereits Fortschritte feststellen?

"Dinos" Mavropanos: Vor meinem Wechsel nach Nürnberg hatte ich eine längere Zeit mit Problemen zu kämpfen, war oft verletzt. Das war eine schwierige Zeit für mich. Jetzt fühle ich mich selber besser, bin fit und habe die nötige Kraft.

fcn.de: Dann hoffen wir, dass du deine Kraft schon bald wieder auf dem Platz zeigen kannst. Danke dir für das Gespräch!


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