Die ClubFrauen mischen mit: Eine Hinrunde, die Mut macht
Platz neun, der Status als bester Aufsteiger und historische Momente wie der 5:3-Heimsieg gegen Frankfurt unterstrichen eine Hinrunde, in der die ClubFrauen ihre Erwartungen übertrafen – ohne dabei das klare Ziel Klassenerhalt aus den Augen zu verlieren.
Die Hinrunde in der Google Pixel Frauen-Bundesliga verlief für die ClubFrauen deutlich erfolgreicher als vor der Saison erwartet. Als Aufsteigerinnen beendete der Club die erste Saisonhälfte mit 15 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz. Mit vier Siegen, drei Unentschieden und sechs Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 16:33 stellte der FCN nicht nur sein klares Saisonziel frühzeitig auf ein solides Fundament, sondern präsentierte sich zugleich als bester Aufsteiger der Liga.
Das Team von Cheftrainer Thomas Oostendorp sorgte in der ersten Hälfte der Spielzeit mehrfach für Ausrufezeichen. So punkteten sie gegen etablierte Bundesligisten wie die TSG Hoffenheim, den SC Freiburg, Eintracht Frankfurt oder RB Leipzig und ließ damit aufhorchen. Zwischenzeitlich blieben die ClubFrauen vier Ligaspiele in Folge ungeschlagen. Besonders schmerzlich war hingegen die Last-Minute-Niederlage gegen Leverkusen, bei der sich die Mannschaft rund um Kapitänin Guttenberger trotz starker Leistung nicht belohnen konnten.
„Insgesamt konnten wir sehr zufrieden mit unserer Hinrunde sein. Die 15 Punkte waren ein wirklich starkes Ergebnis“, zog Oostendorp rückblickend Bilanz. „Mit 15 Punkten auf Platz 9 zu überwintern - das hätten wir vor der Saison sofort unterschrieben.“
Historischer Abend im Achteck
Für das sportliche Highlight sorgte der 5:3-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt im Max-Morlock-Stadion. „Das Spiel gegen Frankfurt war für uns das absolute Highlight der Hinrunde“, sagte Oostendorp. Matchwinnerin war erneut Nastassja Lein, die mit einem Dreierpack einen historischen Abend prägte: Noch nie zuvor hatte eine Spielerin der ClubFrauen drei Treffer in einem Bundesligaspiel erzielt, und noch nie hatte der FCN fünf Tore in einer Partie der Frauen-Bundesliga geschossen.
Auch statistisch setzte der Club neue Maßstäbe. Das 17. Saisontor gegen Frankfurt bedeutete den höchsten Bundesliga-Wert der Vereinsgeschichte. Mit 15 Punkten und vier Siegen stellte die Oostendorp-Elf bereits zur Saisonhälfte ihre bisherigen Bestmarken ein. Individuell ragte Nastassja Lein heraus: Mit sieben Treffern übertraf sie den bisherigen Torrekord von Vanessa Heim und war an zwölf der 18 Nürnberger Tore direkt beteiligt. „Immer wenn wir gepunktet haben, war Nastassja an einem Treffer beteiligt – sei es durch ein Tor oder eine Vorlage“, betonte Oostendorp.
Bodenständig trotz Erfolg
Trotz der starken Hinrunde blieb der Blick realistisch. „Wir sind der erfolgreichste Aufsteiger der letzten drei Jahre, und darauf dürfen wir wirklich stolz sein“, sagte Oostendorp, stellte jedoch klar: „Unser klares Ziel bleibt der Klassenerhalt.“
Der komfortable Vorsprung auf die Abstiegsränge verschaffte dem Team zusätzliche Ruhe. „Wir richteten den Blick weder nach unten noch nach oben. Das Polster erlaubte es uns, auch einmal eine Niederlage zu verkraften, ohne direkt unter Druck zu geraten“, erklärte der Trainer. Gleichzeitig betonte er, dass die Weiterentwicklung der Mannschaft weiterhin im Mittelpunkt steht: „Entscheidend ist für uns, dass wir unsere Spielerinnen weiterentwickeln und unser Leistungsniveau stabil halten oder steigern. Das gelang nicht in jeder Partie, etwa gegen Köln oder Essen.“