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Dienstag, 08.10.2013

"Die bestmögliche Lösung für den Club finden"

Martin Bader über die Trainerentlassung, die Forderungen ans Team und die Suche nach einem neuen Coach.

Mit einer Nacht Abstand: Wie sehr schmerzt es noch, dass Sie erstmals nach fast vier Jahren wieder eine Trainerentlassung vornehmen mussten?

Es war eine sehr schwere Entscheidung. Das Pokal-Aus und die Tatsache, dass wir nur fünf Punkte aus acht Spielen holen konnten, hat uns dazu veranlasst. Ich möchte dennoch betonen, dass sich Michael Wiesinger und Armin Reutershahn vollauf mit dem Club identifiziert haben und immer mit Leib und Seele dabei waren.

Sie haben die Situation zusammen mit dem Aufsichtsrat ausführlich analysiert und diskutiert. Eine Folge war die Entlassung der beiden Trainer. Hat die Aufarbeitung weitere Erkenntnisse erbracht?

Wir haben festgestellt, dass die Mannschaft ihr Potenzial nicht konstant ausgeschöpft hat. Da ist nun jeder einzelne Spieler gefordert. Michael und Armin haben tagtäglich akribisch mit der Mannschaft gearbeitet. Letztlich sind nur die Ergebnisse ausgeblieben.

Ein Vorwurf an die Mannschaft lautet, der Kader sei schwierig und brauche eine harte Hand. Teilen Sie diese Ansicht?

Dieser Vorwurf ist mir zu pauschal. Ein Kader besteht aus verschiedenen Charakteren, aus jungen und erfahrenen, aus defensiven und offensiven Spielern. Gerade wenn es nicht läuft, werden in diesen Gegensätzen gerne Probleme gesehen. Für mich ist klar: Wir haben Qualität in diesem Kader. Und diese Qualität wollen wir konstant auf dem Platz sehen.

Ihre wichtigste Aufgabe ist nun, einen neuen Trainer zu finden. Wie sehr drängt die Zeit?

Wir haben vorher nicht mit anderen Trainern gesprochen. Deshalb können wir auch nicht von heute auf morgen jemanden präsentieren. Wir wollen die nächsten Tage in Ruhe nutzen, um eine bestmögliche Lösung im Interesse des 1. FC Nürnberg zu finden.

Gibt es bereits einen Wunschkandidaten?

Das ist für alle Außenstehenden derzeit natürlich das interessanteste Thema, das verstehe ich. Allerdings gebietet es der Respekt vor der Arbeit von Michael Wiesinger und Armin Reutershahn und empfinden wir es im Sinne eines seriösen Umgangs mit dem Thema, dass wir keine Personalien öffentlich diskutieren.

Können Sie verraten, welche Eigenschaften der neue Trainer mitbringen sollte?

Der 1. FC Nürnberg hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er in die Bundesliga gehört. Ich glaube, wir dürfen beim Club nach Platz sechs und zweimal Platz zehn in den letzten drei Spielzeiten so selbstbewusst sein, das zu sagen. Darüber hinaus ist es uns gelungen, den gesamten Verein kontinuierlich weiterzuentwickeln und Schritt für Schritt zu verbessern. Diesen Weg wollen wir mit einem neuen Trainer weitergehen. Zusammen mit der Mannschaft wird er daran arbeiten, schnell Konstanz in die Leistungen zu bringen und die nötige Ruhe an den Tag legen, um mit einem erfolgreichen Auftreten, die momentane Situation zu meistern.

Wie geht es mit dem Trainingsbetrieb der Profimannschaft weiter, bis ein neuer Trainer da ist?

U23-Trainer Roger Prinzen wird vorläufig die Trainingsleitung übernehmen. Er wird sich intensiv mit Marek Mintal, Markus Zidek und Adam Matysek austauschen, die nah an der Mannschaft dran sind und zusammen mit ihnen im Team die Trainingsarbeit steuern.